Wildkräuteröl aus dem Westerwald Ashram

Zum Yoga Vidya Ashram im Westerwald gehört auch ein wunderschöner Garten, in dem es in allen Ecken und Winkeln des Gartens grünt und sprießt. Man hat Mühe, hinterher zu kommen. Doch warum nicht das üppige Grün nutzen, bevor man es einfach weg jätet oder zurückschneidet? Hier im Westerwald sammeln wir sowohl wildwachsende Kräuter als auch Gartenkräuter, um regelmäßig ein wertvolles Kräuteröl herzustellen, das wir auch unseren Gästen als Salatdressing zur Verfügung stellen.

Die Basis stellt ein eher mildes Wildkraut, das in rauen Mengen wächst, wie z.B. Brennnessel, Labkraut, Franzosenkraut oder Giersch. Es folgt querbeet ein Gang durch den Garten: Gundermann, Sauerampfer, Spitzwegerich, Löwenzahn, Engelwurz, Wiesenbärenklau, Beinwell, aber auch Guter Heinrich, ausdauernde Kresse, Lauchscheibenschötchen, Kapuzinerkresse und andere Kräuter die wir in den Beeten anbauen.

Alles zusammen ergibt nicht nur eine leckere, sondern vor allem auch vor Vitaminen und Mineralstoffen nur so strotzende Mischung. Gerade Wildkräuter enthalten sehr viel mehr Inhaltsstoffe als die meisten unserer Kulturgemüse, und obendrein noch sekundäre Pflanzenstoffe, die oft antibakterielle, antivirale und teils sogar krebshemmende Eigenschaften haben. Zudem hat das Sammeln von Wildkräutern auch eine meditative Wirkung: Man muss ganz achtsam sein, ganz im Hier und Jetzt, und jedes Pflänzchen eindeutig identifizieren, bevor man es sammelt. Und das mit Respekt vor den Pflanzen-Devas, dem Geist der Pflanzen. So können wir erkennen, dass wir Teil der Natur sind, eins mit ihr – denn wie sonst könnten uns die Wildkräuter so viel Gesundheit schenken, wenn sie nicht unseren Körper „kennen“ würden, wenn wir uns nicht gemeinsam mit ihnen über Jahrtausende entwickelt hätten?

Wer also demnächst dem Alltagsstress etwas entfliehen möchte, oder einfach nur seiner Gesundheit etwas Gutes tun und nebenbei auch etwas Ordnung im Garten schaffen möchte – warum nicht das „Zuviel“ an Grün nutzen und selbst ein Öl herstellen? Dabei gilt natürlich immer: Nur sammeln, was man eindeutig identifizieren kann! Gerade Pflanzen wie Gundermann haben je nach Standort ein vollkommen anderes Erscheinungsbild und können so das ungeübte Auge täuschen.brennessel-754385_960_720

Für das Wildkräuteröl stellt wie oben erwähnt ein eher mildes Kraut die Basis. Wer Wildkräuter noch nicht gewöhnt ist, bei dem kann diese Basis ruhig Dreiviertel des Öls ausmachen. Anschließend folgen die Kräuter, die man eindeutig identifizieren kann. Beim Sammeln gilt, nur den zarten Teil der Pflanze zu sammeln, da anschließend alles durch den Mixer muss und harte Stängel den Mixer sonst zum Glühen bringen…

Nach dem Sammeln alles waschen. Dann wird alles in einem großen Behälter mit einem guten, geschmacksneutralen Öl kleingemixt. Wir nutzen dafür desodoriertes Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Bei unseren Mengen brauchen wir gute 5 Liter… Anschließend kommt noch etwas Salz dazu (bei uns 1-2 Esslöffel), und ganz zuoberst nochmal etwas Öl als Abschluss, damit die Kräuter nicht Kontakt mit Sauerstoff haben und verderben. Alles kann dann in einem verschlossenen Behälter gute 2 Monate kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Also dann: Ab ins (Wild-)Beet zum Kräutersammeln! Oder ab zu Yoga Vidya Westerwald, um das Öl zu probieren und „nebenher“ auch noch Yoga und Meditation zu üben, dich zu erholen – mitten in dieser wunderschönen geschützten westerwälder Natur. ms/cw

 

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