Ahimsa Honig in Bad Meinberg

Täglich verwöhnt die biologische Vollwertküche des Yoga Vidya Ashrams in Bad Meinberg seine Gäste und Sevaka mit vegetarischen und veganen Köstlichkeiten. Das tägliche Frühstücksangebot ist sehr vielseitig und verlockt mit einer bunten Obsttheke, verschiedenen Brot- und Müslisorten, bunten Aufstrichen und Konfitüren. Dazwischen ein weißer Topf mit der Aufschrift „Ahimsa Honig“.

Jeder Yogi weiß natürlich, dass Ahimsa, das Konzept der Gewaltlosigkeit, auch bei der Ernährung Beachtung finden sollte und freut sich über das bunte vegetarische Angebot. Was jedoch genau der Unterschied zwischen herkömmlichem Bio-Honig und Ahimsa Honig ist, das ist vielen noch nicht bekannt. 

Um diesem Thema auf den Grund zu gehen, hat sich Chandrashekara auf den Weg in den Westerwald gemacht und sich mit dem Imker Pita getroffen, der Yoga Vidya mit dem leckeren Ahimsa Honig versorgt.

In der klassischen Imkerei zählt die Biene, ähnlich wie bei anderen Industriezweigen, zu den Nutztieren. Das heißt, die Tierhaltung ist meist weniger an den Bedürfnissen der Tiere orientiert, sondern an einer ertragreichen Ernte. Um die Produktion zu steigern, werden Maßnahmen ergriffen die, ähnlich der Massentierhaltung, nicht möglich sind, ohne dabei Tiere zu verletzen.

Varroamilbe bedroht die Bienenvölker

Durch diese kommerziellen Bestrebungen, die das natürliche Ökosystem der Bienen massiv schädigen, hat sich unter den Bienenvölkern ein Parasit ausgebreitet, der unter dem Namen Varroa-Milbe bekannt ist. Eine starke Varroa-Belastung erkennt man an zahlreichen verkrüppelten Bienen, wobei hauptsächlich die Arbeiterinnen betroffen sind.

Pita erklärt, dass durch Imkereimethoden, die lediglich an der Leistung der Biene, also an der Honigerzeugung orientiert sind, zwangsläufig auch eine Schwächung der Tiere provoziert wird. Dies manifestiert sich in einem geschwächten Immunsystem der Bienen, die nicht mehr fähig sind, sich den Bedingungen ihrer Umwelt – oder in diesem Fall den künstlich erzeugten Umständen – anzupassen.

Drohnenschneiden schädigt das Bienenvolk

3 EinflugZu diesen Methoden zählt in der konventionellen Imkerei beispielsweise das Herausschneiden der Drohnen, was üblicherweise bei einem Befall der Varroamilbe durchgeführt wird. Durch diese Maßnahme sterben zwischen 2.000 bis 3.000 Drohnen pro Schnitt, was bei vier Schnitten im Jahr bis zu 12.000 Drohnen sind. Das Entfernen der befallenen Drohnen, die sich im sogenannten Brutraum befinden, ruft einen Stresszustand hervor. Die Milben wandern so mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit in die offene Arbeiterinnenbrut ein. Dieser Stress erhöht die Aggressivität der Tiere und verändert das Brutverhalten. Da der Verlust der Drohnen ausgeglichen werden muss, verschiebt sich das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Eiern. Die Anzahl der männlichen, unbefruchteten Eier muss gesteigert werden, was zusätzlichen Lege-Stress für die Königin bedeutet.

Um diesen gewaltsamen Eingriff in das gesamte Bienenvolk zu umgehen, entscheidet sich Pita bewusst dafür, das Herausschneiden der Drohnen nicht durchzuführen. Dies rettet nicht nur 12.000 Drohnen das Leben sondern bringt auch den Vorteil mit sich, dass genügend männliche Tiere da sind, um zur entsprechenden Zeit die Königin zu begatten. So ist es Pita möglich, die Königin der nächsten Generation aus den eigenen Völkern zu züchten, ohne die mittlerweile hochgezüchteten Königinnen kaufen zu müssen.

Königinnenzucht vs. Natürliche Fortpflanzung

Zucht-Königinnen sind durch Kreuzungen mit direkter Verwandtschaft in ihrer genetischen Vielfalt auf die gewünschten Eigenschaften reduziert um den Honigertrag zu maximieren. Diese sogenannten F1 Hybriden zeichnen sich jedoch nicht nur durch eine gesteigerte Produktivität aus, sondern auch durch ihr mangelndes hygienisches Putz-Verhalten. Um eine systematische Königinnenzucht zu betreiben, müssen die frisch geschlüpften Königinnen ihrem Volk entnommen werden und kommen üblicherweise in ein Plastikschachtel, worin diese dann per Post auf abgelegene Inseln gesendet werden um dort von reinen Vaterzuchtvölkern Begattet zu werden. Dies ist nicht nur für die Königin ein Schock, sondern verursacht auch erheblichen Stress für die Arbeiterinnen, die ständig das königliche Futter (Gelee Royale) zur Verfügung stellen müssen um immer wieder neue Zuchtserien anzusetzen. Es ist ein hoch konzentriertes hormonhaltiges Gelee, das von den Arbeiterinnen aus eigenen Drüsen produziert wird und nur der Königin gefüttert wird. Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts und den immunstimulierenden Eigenschaften wird es nicht nur von den Bienen verwendet um die bestmögliche Entwicklung der Königin zu gewährleisten, sondern ist auch in der Kosmetik und Pharmazie ein begehrtes Produkt.

In einem natürlichen System verlässt die Königin ihr Volk für die Begattung. Sie fliegt eine grosse Strecke bis sie an ausgewählten Begattungsplätzen auf die stärksten und gesündesten Drohnen aus der gesamtem Umgebung trifft. Der Anreiz der Drohnen wird durch ihre Pheromone gesteuert und führt dazu, dass die Königin sich hoch in die Luft schraubt, sodass die eigentliche Begattung in bis zu 100-300 Meter Höhe vollzogen wird. Durch dieses Ausschwärmen der Königin und den potentiellen Drohnen wird eine möglichst große Genvariabilität aufrecht erhalten, die wichtig ist, um das Bienenvolk gesund zu halten.

Da dieses natürliche Befruchten das reine Genmaterial der Zucht-Königinnen“verunreinigt“ und ein Verlust für den Züchter bedeutet, wird es von den meisten Züchtern verhindert. Teilweise sogar durch das Abtrennen eines Flügels. Die Reinzucht-Königinnen werden üblicherweise künstlich mit den Samen ausgewählter Drohnen-Brüder befruchtet.

Pita erklärt, dass das Schwarmverhalten eines Bienenvolkes mit dem verursachten Stress ansteigt. Daher sieht er es als Aufgabe, den Stress der Biene zu minimieren und ihr zu ihrer ursprünglichen Widerstandskraft zu verhelfen. Dazu unterstützt er das natürliche Begattungsverhalten und somit auch die Genvariabilität der Tiere. Die Königinnen dürfen ausfliegen, bleiben bei ihrem Volk und werden teilweise sogar 4-5 Jahre alt. Wenn eine Königin kaum mehr Eier mehr produziert, beginnt ein Prozess, den man stille Umweiselung nennt. Dabei kommt es sogar eine Zeit lang zu einer Co-Existenz der neuen und der alten Königin.

11 WinterlagerBewusstes Imkern mit organischen Materialien

Bewusstes Imkern ist für Pita nicht nur das rücksichtsvolle Verhalten gegenüber den Bienen selbst, sondern auch der respektvolle Umgang mit dem natürlichen Verhalten und dem Lebensraum der Tiere.

Damit seine Bienenvölker sich wohl fühlen, bestehen die Bienenkästen aus Holz und auch bei den Mittelwänden verzichtet er ganz bewusst auf den Fremd zukauf. Oft werden in der industriellen Honigproduktion vorgeformte Wachsplatten als Mittelwände benutzt. Diese werden jedoch oft chemisch verändert und so wird von den meisten Imkern schadstoffbelastetes Wachs in den Kreislauf der Biene eingeschleust. Für Pita kommt daher nur Wachs aus dem eigenen Bienenkreislauf in Frage, das heißt, die eigens gefertigten Mittelwände stehen den Bienen als Wachs aus Naturwaben aus ihrer eigenen Produktion wieder zur Verfügung.

Die Ernte des wertvollen Bienenhonigs sollte ebenfalls mit großer Achtsamkeit durchgeführt werden. Pita verwendet anstatt der dafür vorgesehenen Bürsten eine Gänsefeder. Er konnte so das Stechen der Bienen verringern, die aufgrund des natürlichen Verteidigungsreflexes das Eindringen eines Fremdkörpers verhindern um das Volk zu schützen.

Ahimsa-Imker Pita

Zucker ist kein Wintervorrat für die Biene

Die härteste Zeit für die Bienen ist der Winter. Das Bienenvolk befindet sich in dieser Zeit in einem Raum, den sie während des Sommers mit vollen Honigwaben bestückt haben, um ihr Überleben in dieser Zeit zu sichern. Bei der industriellen Honigernte wird üblicherweise der größte Teil des Honigvorrats entnommen und um die Bienen nicht verhungern zu lassen, anschließend mit Zuckerwasser aufgefüllt. Für die Biene ist das jedoch kein gleichwertiger Tausch. Der Honig ist nicht nur ein Energielieferant, sondern enthält wertvolle Nährstoffe. Wichtige Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente und sogar Vitamine werden der Biene entwendet und durch den gehaltlosen Zucker ersetzt.

In der industriellen Honigherstellung wird von den 15 – 20 kg Honig, die ein Volk zur Überwinterung benötigt, bis zu zwei Drittel kg geerntet. Sodass lediglich 2-3 kg eigener Honig zur Verfügung stehen und der Rest wird mit minderwertigem Zuckerwasser aufgefüllt. Dies bedeutet einen Mehraufwand für die Biene. Um den Nährstoffmangel auszugleichen und da Zucker nicht nur für Menschen ungesund ist, sondern für jedes Lebewesen, führt es zu einer weiteren gesundheitlichen Schwächung des gesamten Bienenvolkes.

Pita hingegen verzichtet komplett auf die Fütterung von Zuckerwasser und lässt dem fleißigen Volk die eigene Ernte zum Überwintern. Bei der letzten Jahresernte schätzt er sehr genau wie es um die Vorräte seiner Bienen steht und erntet nur den Überschuss. Seinen Bienen stehen so immer 15 kg des eigenen Honigs zur Verfügung, was nicht nur das Überleben sichert, sondern auch die langfristige Gesundheit und somit auch die Qualität der Folge-Ernte sichert.

Dieser ideelle Unterschied beschreibt für Pita hauptsächlich den Unterschied zwischen der herkömmlichen Imkerei und dem Bienenhüter. Bienenhüter sehen sich als Freund der Biene. Sie schützen ihren natürlichen Lebensraum und achten darauf, dass auch die Ernte mit größtmöglicher Achtsamkeit durchgeführt wird. Dies soll in einem Gleichgewicht von Geben und Nehmen geschehen, sodass für die Biene kein Stress entsteht.

Futterplätze für die Biene

Von gesunden Bienenvölkern profitieren nicht nur Imker sondern auch die Landwirtschaft. Durch das Bestäuben der Blüten leistet die Biene einen entscheidenden Beitrag um den Ernteertrag zu steigern. So wäre es wünschenswert, wenn auch von Seiten der Bauern ein Interesse bestünde, die Futterplätze der Bienen zu schützen. Oft wird zu schnell abgemäht, sodass die Biene gar nicht ausreichend Zeit hat, die Blüten anzufliegen. Dazu kommt, dass auf großen landwirtschaftlichen Flächen oft nur Monokulturen angepflanzt sind und auch chemische Mittel (Neonicotide) gespritzt und gedüngt werden. Diese Schadstoffe gehen auf diesem Weg in den gesamten Bienenkreislauf ein und stellen so eine gesundheitliche Gefahr für die Biene, aber auch für den Konsumenten dar. Selten sind in solchen Regionen Blühstreifen anzutreffen, da Vielfalt nicht gerne gesehen ist. Da die Biene jedoch die Vielfalt liebt, von schönen Farben und Düften der Pflanzen stimuliert wird, fühlt sie sich in solchen Gegenden sehr unwohl und findet kaum genügend Nektar.

12 BlütenstreifenBei einigen Biolandbauern wurde das Angebot der Feldfrüchte jedoch schon etwas erweitert und so findet man auf den Feldern mancher Regionen auch mal Pflanzen wie Phaselia, Ackerbohne, Luzerne, Klee oder Sonnenblumen. Blühstreifen umranden immer öfter die Felder oder werden sogar mit den Feldfrüchten gemischt um Pflanzen und Tieren wieder einen bunten vielfältigen Lebensraum zu bieten.

Manche Bauern sind bereit, sich mit Imkern abzusprechen, sodass zum Beispiel das Mähen verschoben werden kann und in der Blütezeit auf das Spritzen verzichtet wird.

Auch in der Stadt haben die Bienen ein buntes Angebot an Blüten aller Art und finden genügend Nektar, sodass auch dort das Imkern immer mehr Freunde findet. In wieweit die Schadstoffbelastung zu einer gesundheitlichen Belastung der Tiere führt oder kompensiert werden kann, ist jedoch nicht klar. Das vielfältige Nahrungsangebot an Pflanzen und Blüten aller Art, die es in den Parks und grünen Ecken der Städte zu entdecken gibt, scheint der Biene gut zu gefallen.

Pita ist sehr glücklich mit seinem Standort im Westerwald. Die Bienen haben Wiesen und den Wald als Futterstellen zur Verfügung. Das Angebot ist besonders im Wald sehr vielfältig und verleiht seinem Ahimsa Honig mehr Geschmack und Aroma.

Dankbar ist Pita für das Drüsige Riesenspringkraut, auch indischer Balsamin genannt, das sehr spät blüht und so seinen Bienen hilft, den Wintervorrat etwas aufzustocken.

Die Biene als Freund und Vorbild

Im letzten Jahr sind auch einige von Pitas Bienenvölker aufgrund des zu starken Varroabefalls gestorben, doch für ihn kommt trotz dieser Verluste nicht in Frage, Methoden aus der herkömmlichen Imkerei anzuwenden, die den Bienen schaden könnten. Er sieht seine Arbeit als Dienst an den Bienen, um ihnen zu helfen, frei und eigenständig überleben zu können. Ihnen zu ermöglichen, als freie Individuen genügend Widerstandskraft aufzubauen, um sich vor den Umwelteinflüssen zu schützen und so ihren natürlichen Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Wir können von der Biene viel lernen, sagt Pita. Ihre ganze Arbeit widmet sie der Gemeinschaft. Alles was die Sommerbiene sammelt, sichert das Überleben der Winterbiene. So wird sie zu einem selbstlosen Wesen, das intuitiv und direkt zum Wohle der Gemeinschaft handelt. Das macht für Pita die Biene so wertvoll.

Honig und Ahimsa

Der Schutz der Biene steht bei Pitas Imkerei an erster Stelle. Nicht nur ihr Überleben oder ihre Leistung in der Honigproduktion, sondern ihr natürlicher Lebensraum. Um diesen Lebensraum zu schützen, legt Pita großen Wert auf den eigenen Wachskreislauf der Bienen. Auf fremdes Wachs oder vorgefertigte Wachs-Mittelwände verzichtet er und schützt so das System der Biene vor chemischen Substanzen. Ebenso wichtig ist der Schutz des natürlichen Fortpflanzungstriebes um eine natürliche Königinnenzucht zu ermöglichen und den Stress der Bienen so gering wie möglich zu halten. So ist ein natürlicher Bienenkreislauf möglich ohne Zuchtbienen aus der Reinzucht kaufen zu müssen. Die Königin hat die Möglichkeit, sich an natürliche Umwelteinflüsse anzupassen. Pitas Entscheidung, auf einen großen Teil der letzten Jahresernte zu verzichten, um keine Zuckerfütterung durchführen zu müssen und auf diese Weise die Natur der Biene zu respektieren und zu schützen, macht ihn wohl zum besten Freund der Bienen.

Bei Yoga Vidya Bad Meinberg freuen sich alle über diese feine Köstlichkeit und vielleicht verspüren manche nach dieser inspirierenden Geschichte des Bienenhüters Pita aus dem Westerwald das Bedürfnis, Ahimsa auch in ihrem Alltag noch etwas stärker werden zu lassen.

Fotoimpressionen: 

Ein Artikel von Nathalie Dahler

Weitere Infos: 

 

20 Kommentare zu “Ahimsa Honig in Bad Meinberg

  1. Detlef Nagler

    Hallo ich bin auch Imker und möchte meine Bienen mit eigenem Honig füttern,ich ernte nie alles. Und möchte vom Zusatz Futter weg.

    Habt Ihr da eine Idee oder wie macht Ihr das den?

    Mit freundlichen Grüßen

    Detlef Nagler

  2. Namaste,
    Ich bin begeistert!!!!Und ich würde den Honig auch sehr sehr gerne probieren. LG Martin

  3. Karsten H.

    Hallo, ich hatte eigentlich gehofft, dass Ihr den Artikel, wegen seiner vielen Falschaussagen, ändern würdet. Honig KANN NICHT Ahimsa sein, wenn er so „produziert“ wird, wie hier beschrieben. Dieser Artikel, wenn von einem Imker gelesen, wirft kein gutes Licht auf Eure Einrichtung.

  4. Karsten H.

    Auch Dir viel Spaß beim Imkern mit Deinen Bienen. Jedenfals bin ich mit der Wortwahl nicht zufrieden.

    HG Karsten

  5. premajyoti

    Lieber Pita,

    ich erinnere mich so gerne an Dich als Yogalehrer im Ashram, vor vielen Jahren, Du hast uns immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

    Om Shanti

  6. Pita Der Bienenfreund

    hallo karsten
    danke für deine gedanken .
    mit inzucht meine ich wenn auf den inseln die mütter mit reinrassigen drohnen gepaart werden die aus der gleichen mütterlichen linie kommen .
    meine drohnen vom einzelvolk begatten ja nichtz die eigene mutter – diese fliegen zu den sammelplätzen und dort kommen viele verschieden drohne zur begattung -sämtlicher herkünfte – das ist vielfalt -nach bruder adam und auch gleicher massen golzes standbegattung.
    die federn werden oft gewaschen -ansonsten sind sie sanfter als alles andere meiner kenntnis .
    bienenfluchten sind halt für mich leicht gemachte sache -jeder macht es anders .
    ich möchte nochmals wiederholen da es mir nicht auf streit aus ist durch diesen artikel .nur mal etwas anstoss geben und seine eigene betriebsweise überdenken – so habe ich immer bislang gelernt von den anderen imkern , die alle gut sind in ihrem handwerk und ihre bienen lieb haben .
    p.s. der text ist übrigens nicht von mir geschrieben worden sondern von yoga vidya mitarbeitern, ich habe lediglich die infos gegeben und in überarbeitet – die wortwahl ist des öfteren jedenfalls nicht mein stil.
    mach es gut und frohes sein mit deine immen jetzt in dieser schönsten jahreszeit
    herzlichst von pita + family aus dem schönem westerwald

  7. Karsten H.

    Hallo Pita,
    Danke für Deine Antwort.
    Mir macht nicht Deine Betriebsweise Herzdrücken, ich finde die Betriebsweise in den Golzbeuten gut und mit am Bienengerechtesten, mir macht Dein Text Herzdrücken.
    Natürlich imkerst Du nach bestem Wissen und Gewissen. Kannst Deine Imkerei nur nicht Ashimsa nennen, denn das sogenannte scheinheilige Besänftigen z.B. ist ein verängstigen. Und da kann diese Technik noch so lange angewand werden, ist egal. Ich imkere aus diesem Grund meist ohne Rauch. Jedes in den Bienenstock schauen erzeugt Panik…. Geht auch mit der entsprechenden Schutzkleidung. Du kannst nicht von natürlichem Lebensraum und anderen Dingen reden, wenn Du sie nicht praktizierst! Mich würde ehrlich interessieren, wie Du die Bienen dazu bringst sich gegen Varroen zu wehren.
    Hygiene: Tauschst Du die Gänsefeder nach jedem Begehen aus?
    aus Deinem Text kopiert:
    Dies rettet nicht nur 12.000 Drohnen das Leben sondern bringt auch den Vorteil mit sich, dass genügend männliche Tiere da sind, um zur entsprechenden Zeit die Königin zu begatten. So ist es Pita möglich, die Königin der nächsten Generation aus den eigenen Völkern zu züchten, ohne die mittlerweile hochgezüchteten Königinnen kaufen zu müssen.
    So wie Du das schreibst, verstehe ich Inzucht. Falsch ausgedrückt?
    Dein Argument zu Bienenfluchten ist auch falsch. Beim Benutzen der Bienenflucht wird eine Zarge überm Absperrgitter gelassen, so haben die Bienen Platz und nach dem letzten Entnehmen des Honigs, kommt eine Zarge dazwischen, so können sich die Bienen aufketteln.
    Wie ich schon schrieb, werden die aller, aller, aller wenigsten Königinnen Insel – oder künstlich begattet.

    IG Karsten

  8. Ich kann mich Karsten H. nur anschließen.
    Hier wird viel Schwarz- Weiß Malerei gamacht…künstliche Befruchtung etc sind sehr selten im „konventionellen“ Imkereien.
    Der Artikel stößt mich durch seine Selbstlobhudelei ab, ich kenne sehr viele Imker, die liebevoll mit ihren Völkern verbunden sind und sich sehr für ihre Völker einsetzen.

  9. Pita Der Bienenfreund

    hallo carsten
    danke auch für dein kritisches kommentar zu meinem artikel über meine betriebsweise . schade das sie dir herzdrücken macht – ich möchte lediglich einen weg zeigen wie man auf wirtschaftliche weise eine wesensgemässe bienenhaltung betreiben kann . das die bienen im hohlen baum am natürlichsten wohnen ist richtig – dort haben sie naturwabenbau .diesen naturwabenbau betreibe ich im honigraum mit anfangsstreifen . im brutraum bekommen sie eigen hergestellte mittelwände aus hellstem wachs ! natürlich quetsche ich auch mal bienen übers jahr .keine frage -wem passiert das nicht ? dann entschuldige ich mich vom herzen dafür beim ganzem volk.
    die eigenen“prinzessinen“ können nicht inzucht sein da sie an weiter abgelegenen standorten von vielen fremden drohnen begattet werden , nicht am eigenem bienenstand . die meisten gekauften königinnen werden auf den inseln reingezüchtet wo nur drohnen aus gleicher linie vorhanden sind .: das ist schon viel eher inzucht !als die eigene örtliche stanbbegattung.
    die gänsefeder ist sehr weich und keinesfalls unhygienisch wenn sie regelmässig ausgetauscht wird , eine bienenflucht passt bei meinem Golzbienenhaus icht drauf – gut so denn die flucht ist für die biene ganz schön gemein weil sie nicht mehr zu ihren honigraum kann für eine weile -dann hängen sie alle vor dem kasten !
    der smoker ist das älteste werkzeug eines imkers. schon die naturvölker nehmen rauch zur besänftigung- besser die bienen in der wabengasse als lammfromme bienen die so zahmgezüchtet sind das kaum mehr abwehr Verhalten zeigen !diese bienen sind dann auch noch sehr anfällig gegen krankheiten weil ihr natürlicher putztrieb geringer ist.
    das bild mit dem eingengtem volk ist kurz vor dem winter -es ist stark und hat es warm und ist voller honig -was willste mehr als biene?
    weisst du es liegt mir fern in diesem artikel andere betriebsweisen anzufechten oder anderen imker auf den hut zu treten mit den aussagen – es soll eher zum nachdenken anregen was wir als imker evtl. falsch machen oder was ich evtl falsch gemacht habe: daraus kann ich dann den nächsten schritt erkennen und neu handeln – jedes jahr etwas mehr zum gunsten des ganzen bienenvolkes und natrülich allen wildinsekten die damit in verbindung stehen.
    herzlichst von pita dem bienenfreund

  10. StefanKG

    Zu Anonymous
    Man kann ja über Sinn und Unsinn dieses Artikels streiten, aber selbstverständlich gibt es männliche, nämlich unbefruchtete, und befruchtete weibliche Eier. Die Nahrung der weiblichen Larve bestimmt, ob in einer Zelle eine Arbeiterin oder eine Königin heranwächst.
    Ich habe mir auch schon überlegt, wie man sinnloses Töten in den Völkern vermeiden kann. Letztlich ist das Drohnenschneiden aber nur eine von vielen Maßnahmen gegen Varroa. Ich wünsche Pita viel Erfolg.

  11. Pita Der Bienenfreund

    namaste anonymous
    danke für deine beitrag -jedoch möchte ich dir mitteilen daS DIE varroa -plage von den menschen eingeschleppt wurde duch ein hiesiges bieneninstitut in den 70er jahren. natürlich gibt es männliche eier: diese sind in der königin nicht mit dem gespeichertem sperma befruchtet worden bevor sie das ei legt !die weiblichen eier sind befruchtet mit sperma ! deshalb gibt es ja vom Aftermütterchen(wenn die königin fehlt) nur ein drohnenbrütiges volk : also nur männliche unbefruchtete eier einer weiblichen biene umgeformt zur ersatzkönigin ! verstehste ? nicht nur die königin hat stress wenn der imker falsch eingreift-sondern der ganze organismus BIEN. das wirkt sich natürlich auf die legeleistung der königin aus -so wie sie gefüttert wird !
    unsere bienen habe auch varroa -nur lernen sie diese varroen nun durch weniger stress im BIEN(volk) durch ihren eigenen hygienischen putztrieb besser im vorraus zu beseitigen -es bleiben aber immer welche zurück so das die biene in zukunft lernen muss mit diesem parasit zu kooperieren anstatt von menschenhand ständig bekämpft zu werden ! das ist das ziel unserer Imerei ! falls du noch einwände für unsere betriebsweise hast -melde dich bitte , ich steh zu deine diensten bzgl . deiner einwände omshantiom pita

  12. Marcella

    Danke für den schönen und interessanten Artikel! Er enthält so viele Informationen, die ich mir schon lange wünschte.

  13. Karsten H.

    Also ich bin Jungimker und finde diese Beweiräucherung auch fehl am Platze. In diesem Artikel stimmt so einiges nicht. Ich wette um ein tolles Glas Honig, dass Pita es übers Jahr nicht schafft, bei seiner Betriebsweise weniger als 10 Bienen zu (auch wenn nur ausversehen) töten.
    Geht es den Bienen gut, sammeln sie viel, verbrauchen wenig, kann ein Imker seinen Bienen viel weck nehmen. Ist doch logisch.
    „Maßnahmen“ (das sehe ich auf den abgebildeten Fotos) Auch Pita ergreift Maßnahmen! Engt (quetscht) seine Völker auf engem Raum ein!
    Verwendet Kunststofffolie (Weichmacher!!) um sie in die Gassen zu drücken!
    Nimmt einen Smoker (Raucherzeuger)! Heißt: gaukelt ihnen einen Waldbrand vor, ängstift sie damit, um sie in die Wabengassen zu treiben. In denen sie sich mit einem Notvorrat an Nektar vollsaugen. Das gewünschte Ergebnis sie sind in den Wabengassen verschwunden und stören nicht bei der imkerlichen Arbeit.
    Er benutzt Rähmchen! natürlich wäre Naturwabenbau!
    Vielleicht 0,5 % der Prinzessinen (wenn überhaupt) werden künstlich besamt. Die meisten!! Imker lassen ihre Prinzessinen sich selbst Drohnen suchen.
    So wie Ihr das schreibt, „Prinzessin aus den eigenen Völkern begatten“ klingt das nach Inzucht.
    Ja Varroa, Und ich wette um noch ein Glas Honig, dass auch Pita die Bienen mindestens mit organischen Säuren behandelt. Diese schädigt, die Bienen sehr. Ist aber das kleinere Übel für die Bienen.
    Gänsefeder ist unhygienisch! Abfegen eine Tortur für die Bienen. Der verantwortungsbewusste Imker nimmt eine Bienenflucht (gern googln)! Bei dieser methode merken die Bienen nicht einmal, das ihnen der Honig gestohlen wird.
    Fast ALLE Hobbyimker sehen sich als Freunde der Bienen UND aller Wildinsekten, die unsere Hilfe noch viel nötiger haben als die Bienen!!
    Bienen können nicht als Individuum existieren. Sie sind nur in der Volksgemeinschaft lebensfähig. Gott oh Gott, so viel Quatsch wie in diesem artikel steht. Mann oh mann. Das erzeugt bei mir wirklich Herzdrücken.
    Und übrigens, die Kisten in denen Pita seine Bienen einpfercht, sind kein natürlicher Lebensraum! Klotzbeuten wären es!!! Mit natürlichem Wabenbau.

    Auch stehen seine Stöcke viel zu eng!! Mindestens 30 m Abstand! Des Verfluges wegen. Und der Naturnahen Bienenhaltung wegen.
    Vieles finde ich gut was Pita macht. Aber diese Beweihräucherung ist echt narzisstisch.

    Herzliche Grüße

  14. Anonymous

    Ich habe noch nie soviel Unsinn (Unwahrheit?) in einem einzigen Artikel gelesen. Wer diesen Artikel verfasst hat, hat keine, nicht die geringste Ahnung über das Leben der Bienen. Die Varoa ist ein Plage und kommt auch wahrscheinlich/möglicherweise von Umwelteinflüssen. Aber männliche und weibliche Eier gibt es nicht. Das Geschlecht der Bienen wird nach dem Ausschlüpfen durch unterschiedliches Futter der Ammen bestimmt. Die Königin hat auch nicht mehr Stress, sie legt nicht mehr und nicht weniger Eier. Sie legt ganz einfach ihre Eier.
    Und auch in der Bienenhaltung von Yoga Vidya kommt Varao vor. Wetten ?

  15. ulzhani

    eine spannender Bericht, der klar macht warum es den konventionell behandelten Bienen so schlecht geht. Wie weitgehend eine ganzheitliche Imkerei sein kann, das finde ich sehr aufschlussreich – danke für diesen Bericht.

  16. Wunderbar, wenn jemand sein Dharma so sehr ausfüllt, mit Liebe und Leidenschaft. @Atmarama … ich war dabei, hatte die einwöchige Intensivwoche mit der 3jährigen YLA 🙂
    War wirklich ein toller Moment zu sehen, wie tief seine Liebe zu den Bienen ist. Danke Pita!

  17. Hallo Luise,
    bitte frage im Haus Yoga Vidya Westerwald nach.

    Tel.: 0049 (0)2685/8002-0

    E-Mail: westerwald@yoga-vidya.de

    Schöne Frühlingsgrüße aus BM
    Rafaela

  18. Als ich im Juli/August 2007 die 4-wöchige Yogalehrer-Ausbildung im Westerwald absolvierte war Pita einer meiner Ausbilder. Ich erinnere mich noch gerne wie spannend er die philosophischen Inhalte der Bhagavadgita vermitteln konnte, aber auch an einen kleine Wanderung zu seinen Bienenvölkern. Das war sehr lehrreich und einer von vielen Höhepunkten in meiner Intensiv-Ausbildung zum Yogalehrer.

  19. Versendet Pita den Honig auch?

  20. Toll,dass es solche „Imker“gibt.❤

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