Yoga im Sommer: Löwe

Der August ist Löwe Monat – und der Löwe ein echtes Sonnentier: Symbol für Licht, Weisheit und Feuer. Laut Astrologie sind Löwe-Menschen die mutigen Akteure: lebensfroh und manchmal ganz schön impulsiv. Kein Wunder, dass der Löwe die einzige Yoga Asana ist, bei der tatsächlich gebrüllt wird. Im Löwen kann man sich ohne Hemmung der eigenen Kraft bewusst werden. Frei nach dem Motto: Jeder ist König/in im eigenen Reich.

Alte Königshäuser haben ihre Wappen gerne mit Löwen geschmückt, um ihre Macht zu demonstrieren. Aber Macht? Will ich die überhaupt haben? Macht kann man ja für alles Mögliche und Unmögliche nutzen. Und manchmal ist es viel einfacher, ohnmächtig zu sein. Kämpferische Löwen geraten ja gerne mal ins Kreuzfeuer der Kritik. Und dann beneidet sie vermutlich niemand.

Glücklicherweise können Löwen mehr als kämpfen und ihre feurige Mähne präsentieren.
Es heißt jedenfalls, sie seien sehr intelligent, hätten ein offenes Herz und wären immer bereit, die Menschen in ihrer Nähe mitzuziehen und zu schützen. Wie eine echte Löwenmutter eben. Und sie brauchen viel Ruhe und Zeit, um ihre Kraft und Energie immer wieder neu zu sammeln.

Das Gleichgewicht zwischen Kampfgeist und Rückzug kann man im Löwen wunderbar trainieren. Genau so wie den Mut, zur eigenen Meinung zu stehen,  sich über seine Rechte im Klaren zu sein und das auch auszudrücken. Und den Kunst, Gefühle auszudrücken, ohne andere damit zu verletzen. Alles Dinge, die man für ein erfolgreiches Leben gut gebrauchen kann.

Wer jetzt sagt, das seien männliche Energien, von denen sie (in diesem Falle) sich lieber fernhält, sollte bedenken, dass der Löwe das Reittier von Durga und Kali ist. Sie beherrschen die unbändige Lebenskraft in ihrem Wesen und reiten damit feuersprühend, gefährlich und zugleich fürsorglich durch die Welt. Die eigene Kraft zu beherrschen, und sie zu nutzen, um – wie auch immer – etwas in der Welt zu bewegen, das ist also keine Männersache.

Außerdem: Ein Löwe, der sich zeigt, ist nur halb so gefährlich und einer, der im Versteck lauert und sich in einem unbedachten Moment heimlich anschleicht. Letztens las ich irgendwo: Nichts ist gefährlicher, als ein Löwe, der vorgibt, ein Lamm zu sein.

Darum am Ende hier noch eine Anregung für die eigene Löwe-Praxis: Spüre dabei hin dich hinein, wie viel Kraft noch tief in dir schlummert. Konzentriere dich auf die Sonne in deinem Herzen und das Leuchten im dritten Auge. Nimm das Feuer in dir war und lass es mit lautem Gebrüll nach außen. Vielleicht hast du ja mehr Kraft, dein Leben nach deinen Träumen zu gestalten, als zu dachtest.

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Dietlind Arndt lebt und schreibt seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

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