Yoga Wiki über Shiva

Shiva

Shiva gehört zur hinduistischen Trinität und steht hier für den Aspekt der Zerstörung, Brahma steht für die Schöpfung und Vishnu ist der erhaltende Aspekt. Während Brahma und Vishnu in den mythologischen Geschichten ziemlich gut mit ihren Aspekten greifbar sind, ist Shiva eher vielfältig.

Shiva ist als Shankara, der mit Asche beschmierte Asket, der auf dem Kailash Jahrhunderte lang in Meditation sitzt. Shiva ist aber auch der ekstatische kosmische Tänzer, der den Tanz der Welt tanzt. Shiva ist ebenfalls in der Lage, richtig in die Welt hinein zu gehen, als Geliebter, Ehemann und Familienvater zu leben.

Als Herr der Vernichtung wird ShivaBhairava“ (der Schreckliche) genannt. Und als Pashupati ist er der Schutzherr aller Tiere. Shiva kann als Rudra und Bhairava für Krankheit und Vernichtung sorgen, aber er kann auch Schutz bieten, Heilung bringen – je nachdem, wie die Menschen zu ihm stehen. Shiva hat den Ruf, sehr großzügig und gütig zu sein, so dass man ihn auch ganz leicht gut stimmen kann, wenn man ihn verehrt. Shiva ist Herr des Lebensatems, er herrscht so über Leben und Tod. Durch Atemkontrolle versucht der Yogi, Rudras unkontrollierbares Stürmen in der Seele zu bändigen.

Einst liebte Shiva Sati und war mit ihr glücklich verheiratet. Weil ihr Vater Shiva jedoch immer wieder ablehnte und verleumdete, verbrannte sie sich bei lebendigem Leib. Shiva konnte die Trauer schier nicht ertragen, zog sich daraufhin auf den Kailash zurück und meditierte so eine halbe Ewigkeit. In dieser Zeit wurde ein Dämon namens Taraka sehr mächtig und den Göttern war klar, dass nur ein Sohn von Shiva Taraka besiegen kann. Also mussten sie sich darum kümmern, dass Shiva seine Meditation wieder verlässt und sich sinnlichen Freuden hingibt.

Durga inkarnierte sich als Parvati und widmete sich intensiver, spiritueller Praxis, um Shivas Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Liebesgott Kama half mit einem Pfeil nach, so dass Shiva in Liebe zu Parvati entbrannte. Es gab eine Hochzeit, und Shiva ging voll in die Welt hinein, vergnügte sich mit Parvati auch wieder eine halbe Ewigkeit, bis die Götter unruhig wurden, und sie zur Zeugung eines Sohnes drängten. Schließlich kam Karttikeya zur Welt und vernichtete den Dämonen Taraka. Parvati schenkte Shiva noch einen zweiten Sohn, Ganesha, der ebenfalls auf wundersame Weise zur Welt kam. Und ehe Shiva es sich versah, war er vom Asketen zum Familienvater geworden.

Mehr Geschichten zu Shiva und seiner Familie findest du im Yoga Vidya Wiki. Demnächst, in der Nacht vom 7. auf den 8. März, wird Shivaratri gefeiert. Die Feier findet in Erinnerung an die Hochzeit von Shiva mit Parvati statt. Auch bei Yoga Vidya wird Shivaratri gefeiert. Es werden Shiva-Geschichten erzählt und Shiva-Kirtans gesungen. Du bist herzlich dazu eingeladen, kurzfristig dazu zu kommen. Dann kannst du auch noch mehr über die anderen Aspekte von Shiva erfahren und sehen, was diese Geschichten mit dir zu tun haben und was sie dich lehren wollen. Hier erfährst du auch mehr über die Attribute und Symbole, die Shiva in seinen unterschiedlichen Darstellungen begleiten und eine tiefe Bedeutung haben. Schau doch einfach vorbei – entweder im Yoga Vidya Wiki oder bei Yoga Vidya! cw

Das Bild von Shiva in diesem Beitrag ist das Titelbild des neuen Buches Shiva Samhita aus dem Yoga Vidya Verlag.

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