Yoga Wiki über Spirituelle Namen

Vielleicht bist du bei Yoga Vidya schon mal über den ein oder anderen seltsamen Namen gestolpert: Sukadev, Swami Vishnu-devananda, Rama, Katyayani – nur einige Beispiele einer großen Palette an spirituellen Namen, die die Yogawelt bereithält. Vielleicht bist du auch schon längst auf dem Weg zu deinem eigenen spirituellen Namen und weißt nur noch nicht so recht, wie, wann und wo. Dazu möchten wir hier gerne einige hilfreiche Informationen zusammenstellen.

Spirituelle Namen sind in Yogakreisen sehr verbreitet, ganz besonders in der Tradition des Sivananda Yoga, Satyananda Yoga, Kundalini Yoga, Kriya Yoga sowie bei den Anhängern von Osho. Aber auch in anderen spirituellen Traditionen und Religionen gibt es spirituelle Namen. Mönche und Nonnen führen in der Regel einen Ordensnamen, sei es im Christentum, im Buddhismus oder im Hinduismus. In der Katholischen Kirche sind spirituelle Namen seit der frühen Neuzeit üblich, wobei meist der Name eines Heiligen gewählt wird, der dann auch als Schutzpatron fungiert. Mutter Teresa hieß z.B. mit bürgerlichem Namen Anjezë Gonxha Bojaxhiu, ihre Namenspatronin wurde dann die heilige Therese von Lisieux.

Bei Yoga Vidya werden regelmäßig spirituelle Namen vergeben. Sukadev vergibt dabei die Namen aus der Traditionslinie von Swami Sivananda, d.h. spirituelle Namen, die bereits von seinen Meistern vergeben wurden. Die meisten Namen sind auf Sanskrit oder Hindi und haben eine spezielle Bedeutung. In Indien ist es mancherorts auch üblich, solche Namen als „normale“ Babynamen zu verwenden – so gibt es dann kleine Krishnas, Vishnus oder Radhas.

Wie kommt man nun aber in unseren Kreisen zu einem spirituellen Namen? Grundsätzlich kann man sagen, dass man sich den Namen nicht selbst aussucht, sondern ihn von einem Guru verliehen bekommt. Der Name kann auch, basierend auf den Geburtsdaten, durch Numerologie errechnet werden. Dieser ist einem dann quasi schon „in die Wiege gelegt“. Bei Yoga Vidya werden spirituelle Namen im Rahmen einer speziellen Zeremonie verliehen. Voraussetzung für die Namensgebung ist eine Mantraweihe, da die spirituellen Namen in Bezug stehen zu einem bestimmten Mantra. Wer sich ein Mantra ausgesucht und sich auf dieses hat weihen lassen, kann einen Namen bekommen.

Bei der Namensweihe werden Segen und Kraft der Meister angerufen. Sukadev, oder derjenige, der spirituelle Namen vergibt, begibt sich in die Stille und erhält aus dieser Stille heraus den Namen. Wer sich dann noch entscheidet, Sannyasa zu nehmen und sich zum Swami oder zur Swamini weihen zu lassen, bekommt einen neuen spirituellen Namen, der meistens mit –ananda endet. Bei Yoga Vidya haben wir z.B. Swami Nirgunananda oder Swami Divyananda (natürlich nicht zu vergessen: Swami Vishnu-devananda und Swami Sivananda).

Was haben spirituelle Namen überhaupt für eine Bedeutung? Nun, ein Name ist häufig verbunden mit einer bestimmten Identifikation. Wenn man aus dieser herauskommen möchte, kann ein neuer Name hilfreich sein. Ein spiritueller Name kann auch ausdrücken, dass ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat und hilft dabei vielleicht, ein neues Ideal ins Leben zu bringen: Denn ein spiritueller Name ist zugleich Vorsatz und Hilfsmittel, die innewohnende Spiritualität mehr und mehr hervorzubringen. Spirituelle Namen haben außerdem eine jeweils spezielle Bedeutung, die eine Kraftquelle auf dem eigenen Lebensweg sein kann und dabei hilft, die wahre Natur zu entfalten.

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, findest du im Yoga Wiki eine Liste aller spirituellen Namen, wie sie bei Yoga Vidya vergeben werden, sowie Einträge zu jedem spirituellen Namen mit umfassenden Informationen zu Aussprache, Übersetzung sowie spiritueller Bedeutung. Om Shanti! (az)

2 Kommentare zu “Yoga Wiki über Spirituelle Namen

  1. Danke für diese tolle Seite, die ich heute Abend entdecken durfte, ich schaue gerne wieder vorbei.

  2. Claudia Clark

    Vielen Dank für die Erläuterung. Sehr interessant und informativ.

    Om Shanti

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