April, April

Blauer Himmel & Hagel

„April, April, der weiß nicht, was er will“, heißt es in einem bekannten Gedicht von Heinrich Seidel (1842-1906). Die angedeutete „Unentschlossenheit“ des Monats April bezieht sich offensichtlich auf das Top-Thema Nr. 2: Das Wetter!

Das haben wir am gestrigen Gründonnerstag bei Yoga Vidya Bad Meinberg am eigenen Leib zu spüren bekommen – ein karmischer April-Scherz erster Güte? Denn Sonnenschein, Regen, Schnee und Hagel wechselten einander schneller ab, als dass man 108 Sonnengrüße hätte machen können. Strahlend blauer Himmel und dunkelgraue Wolkenfronten zeigten sich jeweils von ihrer eindruckvollsten Seite und demonstrierten anschaulich, dass die einzige Beständigkeit im Wandel liegt – so zumindest vermitteln es die gegensätzlichen Erscheinungen dieser Welt. Maya sei Dank! 😉

April! April!

Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch‘ Gesaus‘ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.

O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum:
Heut‘ Frost und gestern Hitze,
Heut‘ Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!

Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
Auch seinen Freund, den Nordwind, an
Und wehrt er sich, so gut er kann,
Es soll ihm nicht gelingen;
Denn alle Knospen springen,
Und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!

~ von Heinrich Seidel (1842-1906)

Zu guter Letzt: Wer sich zwischenzeitlich gefragt hat, wie das Top-Thema Nr. 1 lautet, der darf gerne raten oder ein geeignetes für sich selber wählen. Als kleine Entscheidungshilfe hierfür sei allerdings folgendes Zitat von Swami Vishnu-devananda ans Herz gelegt:

Gesundheit ist Reichtum. Innerer Friede ist Glück. Yoga zeigt einen Weg.

Intensiv praktiziertes Yoga in all seiner Vielfalt führt zu Ruhe und Gelassenheit, dies zeigt uns die Verwirklichung großartiger Meister wie beispielsweise Swami Sivananda. Wohl demjenigen, dem die göttliche Sonne beständig im Herzen lacht – er ist frei von Bindung an Tag und Nacht, heiß und kalt, Hagel, Regen oder Sonnenschein. Selbstverwirklichung liegt begründet in jedem Moment, im gegenwärtigen Augenblick, im Hier & Jetzt.

Om Shanti!

P.S.: Dein persönliches und inspierendes Top-Thema Nr. 1 kannst du uns gerne als anregenden Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen.

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