Die 6 Geschmacksrichtungen im Ayurveda

Die 6 Geschmacksrichtungen und deren Auswirkungen auf den Körper und die Psyche:

Es gibt 6 Geschmacksrichtungen im Ayurveda: süß (Madhura), sauer (Amla), salzig (Lavana), scharf (Katu), bitter (Tikta) und zusammenziehend bzw. herb (Kashaya). Sie alle wirken verschieden auf den Körper und die Psyche eines Menschen. Das kann im positiven wie auch im negativen Sinne geschehen, je nachdem, wie viel man zu sich nimmt  bzw. ob die Menge der eigenen Konstitution entspricht. Jeder Geschmacksrichtung lassen sich Emotionen zuordnen, die bei typgerechtem Verzehr positiv/ aufbauend und bei nicht- typgerechtem Verzehr destruktiv/ abbauend wirken. So lohnt es sich den Geschmackssinn zu schulen und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken in einem für sich gesunden Maße zu essen und genießen.

Dieser Beitrag verrät dir, welche emotionalen und körperlichen Wirkungen die verschiedenen Geschmacksrichtungen hervorrufen und verstärken können.

 

 

Muffins1) Süß:

Süß hat die Eigenschaften der Freude und der Zufriedenheit. Bei übermäßigem Verzehr jedoch kann es sich in Wunschdenken und Anhaftung wandeln. Körperlich kräftigt es die Gewebe, ist generell für den aufbauenden Prozess verantwortlich und ernährt den Körper sehr stark. Süßes kann sich destruktiv auf das Gewicht auswirken (Übergewicht, Fettsucht), zu Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Tumoren und einer Vergrößerung der Schilddrüse führen.

Beispiele für süße Nahrungsmittel sind: süße Früchte, Honig, und Rohrohrzucker, aber auch Nudeln, Reis, und Brot.

 

Orange2) Sauer:

Die saure Geschmacksrichtung weckt den Geist und die Sinne, führt im Übermaß zu Neid, Leichtsinnigkeit und Ungeduld. Es verstärkt die Luftzirkulation im Körper und die Ausscheidung, es stärkt das Herz, fördert die Verdauung, vertreibt Gase im Körper und es sättigt. Schlaffheit, Kräfteverlust, Fieber, Durst, Blindheit, Juckreiz, Herpes und Blässe sind mögliche Auswirkungen von einem übermäßigen Verzehr dieser Lebensmittel.

Beispiele für saure Nahrungsmittel sind: Zitrone und Tomaten.

 

Salz Streuer3) Salzig:

Salziges beruhigt die Nerven und lindert Angstgefühle. Im Übermaß aber führt es zu Energielosigkeit, Wut, Ungeduld und Gier. Salziges verflüssigt und erweicht die Gewebe, wirkt abführend, beruhigend und verdauungs- fördernd, fördert die Schweißproduktion, erweicht verhärtete Tumore, verbessert den Geschmack; es führt im Übermaß zu einem hohen Blutdruck, zu Kahlheit und ergrauten Haaren, Hautkrankheiten, Falten, Durst, Herpes, Kräfteverlust und Eiteransammlungen/Abszessen.

 

Chili_Rajas4) Scharf:

Scharfes öffnet den Geist und die Sinne und führt im Übermaß zu Wut und Ungeduld. Scharfes wirkt auf körperlicher Ebene verdauungs- fördernd, geschmacks- verbessernd, es lindert Gewebswassersucht, fördert die Schweißproduktion, verbessert den Stoffwechsel und alle organischen Funktionen, es bricht Blutklümpchen und andere harte Massen, lindert Nervenschmerzen und Muskelspannungen. Andererseits wirkt es sich im Übermaß auf die Körperkraft aus, d. h. Körperkraft und Fortpflanzungssäfte werden abgebaut, Zittern, Hüft- und Rückenschmerzen und Ohnmachtsgefühle können die Folge sein.

Beispiele für scharfe Nahrungsmittel sind: schwarzer Pfeffer, Chili, Ingwer, Kreuzkümmel, Zimt und Nelken.

 

Fastenkurs015) Bitter:

Bitteres reinigt die Sinne und die Emotionen, kann aber auch zu Angst, Schlafstörungen und Kummer führen. Es hilft bei Appetitlosigkeit, Durst, Hautkrankheiten, Fieber, Übelkeit, Parasiten und Bakterien, es reinigt das Blut, entgiftet den Körper, reduziert Fett, wirkt antibakteriell und antiseptisch, verdauungs- fördernd, reinigt die Muttermilch, verdaut Zucker und Fett. Im Übermaß führt es zu Gewebsabbau und Vata- Krankheiten bzw. –Störungen.

Beispiele für bittere Nahrungsmittel sind: Kurkuma, Zimt, Kardamon, Kümmel und Rhabarber.

 

Gewürze6) Zusammenziehend (herb):

Zusammenziehendes kühlt einen hitzigen Geist und lindert Energielosigkeit, oder aber es führt zu Angst, Sorgen und Schlaflosigkeit. Es stoppt Blutungen im Körper und es reinigt das Blut, heilt Haut- und Schleimmembranen, wirkt schleimlösend, stärkt die Gewebe und wirkt austrocknend. Im Gegenzug kann es aber auch zu Durst, Abmagerung, Verstopfung, blockierten Kanälen und Herzschmerzen führen.

Beispiele für herbe Nahrungsmittel sind: unreife Bananen, Spinat, Erbsen, Linsen, Koriander, Sellerie, Brennnessel und Maismehl.

 

Jeder Konstitutionstyp genießt anders! Wie genießt du?

Um zu wissen, mit welchen Nahrungsmitteln und Geschmacksrichtungen du nachhaltig deinen Körper und deine Psyche in Balance bringen kannst,  ist es entscheidend, das du deinen Konstitutionstyp kennst.

Zum Beispiel bei einer Ayurvedische Konsultation in unserer Ayurveda Oase kannst du deinen individuellen Konstitutionstyp bestimmen lassen und erfahren, welche Ernährung zu deinem individuellen Typ am besten passt.

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1 Kommentar zu “Die 6 Geschmacksrichtungen im Ayurveda

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