Gunas und Doshas – der Schlüssel zum Glück?

Gunas und Doshas der Schlüssel zum Glück?

Heute werden wir uns dem Thema widmen, wie die drei Gunas unsere Doshas beeinflussen. Dabei wird uns schnell klar werden, wie wichtig das für unser ganzes Leben ist.

Denn die Gunas und Doshas bestimmen, wie wir uns in der Welt ausdrücken und ob wir unglücklich oder glücklich sind, ungesund oder gesund. Du wirst erstaunt sein, wie unglaublich stark der Einfluss der Gunas auf die Doshas ist.

Was sind die drei Gunas?

Die drei Gunas, Sattva, Rajas und Tamas sind die Grunderscheinungsweisen der Natur, die sich vor allem geistig und dadurch auch in unserem Handeln zeigen.

Yoga Vidya, Bad Meinberg: Janavallabha Das, der großartige Ayurveda-Fachmann, spricht über die drei Gunas (Sattva, Rajas und Tamas) im Ayurveda.

Sattva ist das, was von der höchsten Wahrheit (Sat) kommt und zur höchsten Wahrheit führt. Dementsprechend zeichnet es sich durch folgende Charakteristika aus:

  • Reinheit
  • Leichtigkeit
  • Helligkeit
  • Freude

Rajas ist das, was in die Unruhe führt. Folgende Merkmale sind ihm zu eigen:

  • Unruhe
  • Getriebenheit
  • Erregung

Tamas ist das, was in die Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit führt. Dahingehend lässt es sich am besten durch diese Merkmale beschreiben:

  • Dunkelheit
  • Trägheit
  • das Unethische

Verbindest du dich mit einem Guna, handelst du nach seiner Qualität

Je nachdem, wie ausgeprägt die Gunas in unseren Geisteszuständen sind, hat das auch erhebliche Auswirkungen auf unsere Handlungen. Wenn wir hauptsächlich mit Tamas verbunden sind, treffen wir generell die falschen Entscheidungen, ein solcher Mensch sollte lieber nicht auf sein Gefühl hören. Sind wir hingegen vor allem mit Rajas verbunden, müssen wir alles Mögliche tun, sind getrieben, unruhig und erregt. So können wir nicht das genießen, was wir haben, da wir immer Neues brauchen.

Einfluss von Sattva auf unser Leben

Wenn wir tief im Sattva verankert sind tun wir generell das Richtige ohne uns anzustrengen. Reinheit und Freude sind ganz natürlich präsent, wir können nichts dagegen tun. So wie das Tamas uns dazu bringt unrein zu handeln, oder das Rajas uns dazu treibt immer mehr und mehr erleben zu wollen, so bringt uns das Sattva dazu, reine Taten zu vollbringen und glücklich zu sein.

Was sind die drei Doshas?

Nach dem Ayurveda besteht die Welt um uns herum und in uns aus fünf Elementen: Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Alle fünf stehen für bestimmte Qualitäten, beispielsweise ist Luft wie der Wind: ständig in Bewegung, etwas kalt, trocken und leicht. Feuer dagegen ist heiß, dampfend und intensiv. Zudem ist Wasser nass, etwas kühlend und schwer. Die Ayurvedische Lehre geht davon aus, dass diese fünf Elemente in unserem Körper vereint sind. Je nach Zusammensetzung der Elemente, äußern sie sich in Form von drei Haupt-Energiemustern, den sogenannten Doshas.

Prakriti: Die Urnatur

Obwohl wir mit allen drei Doshas geboren werden, stehen sie bei jedem von uns in einem anderen Mischungsverhältnis. Diese einzigartige Kombination macht uns zu dem, was wir sind. Jeder Mensch hat unterschiedlich viel von jeder Dosha, sodass bei den meisten eine oder zwei Doshas dominant sind. Letztendlich macht ihre Kombination die individuelle ayurvedische Konstitution, die Prakriti, aus.

Wenn die Doshas aus der Ballance geraten nennt man dies Vikriti

Neben unserer Prakriti gibt es auch die Vikriti: so wird unser Zustand genannt, wenn die Doshas aus unserer persönlichen Balance geraten sind. So können eine oder mehrere Doshas entweder zu aktiv, oder zu schwach werden. Die Folge davon ist dann Krankheit, oder auch Fehlverhalten.

Eigenschaften der Doshas

Die Doshas an sich bestehen jeweils aus zwei Elementen, aus denen ihre Eigenschaften entspringen. Diese Eigenschaften äußern sich in unserem Körper sowie in Verbindung mit den Gunas, auch in unserem Geist und Handeln.

Vata besteht aus Luft und Äther und besitzt die Qualitäten:

  • trocken
  • kühl
  • leicht
  • fein
  • beweglich
  • nicht-schleimig bzw. klar
  • rauh

Pitta setzt sich zu 80% aus Feuer und 20% aus Wasser zusammen. Es charakterisiert sich als:

  • ölig
  • heiß
  • penetrierend
  • flüssig
  • sauer
  • beweglich wie eine Flüssigkeit (fließend)
  • scharf

Kapha besteht aus Erde und Wasser. Es ist:

  • schwer
  • kühl
  • weich
  • ölig
  • süß
  • fest
  • viskös bzw. schleimig.

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Wie zeigen sich die Gunas in den den verschiedenen Doshas?

Sowohl der Einfluss der persönlichen Gunas als auch der Doshas, wirkt sich positiv wie negativ auf unseren Geist und unsere Handlungen aus. Interessant wird es, wenn wir die Doshas unter dem Einfluss der Gunas betrachten.

In den vedischen Schriften geht es nämlich auch darum, die Naturgesetze, oder auch göttlichen Gesetze zu verstehen, damit wir ihre Mechanismen verstehen und unsere Handlungen anpassen können. Um also nicht nur ein Spielball der Natur zu sein, können wir dann auch entscheiden, mit welcher Guna wir uns verbinden, oder welche Dosha zu stärken ist.

Generell verändert sich jede Dosha enorm, je nachdem welche Guna gerade Einfluss hat, daher können sich die Doshas sehr unterschiedlich ausdrücken.

Vata im Sattva

Diese Kombination aus Gunas und Doshas ist sehr energiereich, zudem anpassungsfähig, flexibel, hat eine rasche Auffassungsgabe, gute kommunikative Fähigkeiten und ein starkes Gefühl der menschlichen Einheit. Außerdem weisen solche Menschen starke Heilenergien, echte Begeisterung, positive Geisteshaltung, die Fähigkeit Dinge in Bewegung zu bringen und gute Vorraussetzungen für persönliche Veränderungen auf.

Vata geprägt von Rajas

Ist Vata hauptsächlich von Rajas beeinflusst, ist es unentschlossen, unzuverlässig, außerdem hyperaktiv, aufgeregt, rastlos, gestört, nervös, ängstlich, geschwätzig, oberflächlich, lärmend, zerrüttet und hat falsche Begeisterung.

Vata im Tamas

Ist furchtsam, unterwürfig, unehrlich, heimlichtuerisch, depressiv, zudem selbstzerstörerisch, drogenabhängig, anfällig für sexuelle Perversitäten, geistig gestört und selbstmordgefährdet.

Pitta im Sattva

Ist intelligent, klar, hat große Wahrnehmungsfähigkeiten, ist ,, erleuchtet“ , unterscheidungsfähig, gutwillig, unabhängig, warm und dementsprechend auch freundlich, mutig und ein guter Anführer.

Pitta im Rajas

Ist mutwillig, impulsiv, ehrgeizig, aggressiv, kontrollierend, kritisch, dominierend, manipulativ, ärgerlich, zornig, rücksichtslos, stolz, und eitel.

Pitta im Tamas

Ist voller Hass, niederträchtig, rachsüchtig, zerstörerisch, psychopathisch, kriminell und sehr verbunden mit dunklen Kräften.

Kapha in Sattva

Ist ruhig, friedfertig, zufrieden, beständig, konsequent, loyal, liebevoll, mitfühlend, vergebend, geduldig, hingebungsvoll, aufnahmefähig, fürsorglich, unterstützend und stark im Glauben verankert.

Kapha im Rajas

Ist kontrolliert, anhänglich, gierig, sammelt Dinge an, ist materialistisch, sentimental, sicherheitsbedürftig und auf der Suche nach Luxus und Komfort.

Kapha im Tamas

Ist stumpfsinnig, grob, lethargisch, apathisch, faul, ungehobelt, schwer von Begriff, unsensibel und stiehlt.

Das Mischungsverhältnis der Doshas und Gunas ist bei jedem Menschen ganz individuell und kann mit Hilfe der bekannten vedischen Wissenschaften wie z.B. Ayurveda und Yoga verändert werden. Wir müssen nur bereit dafür sein diesen Weg zu gehen.

Ist es einfach ins Sattva Guna zu kommen?

Die Fähigkeit ins Sattva zu kommen ist für jeden Menschen unterschiedlich schwer zu erreichen. Die ganze vedische Kultur mit Wissenschaften, wie Yoga und Ayurveda ist darauf ausgelegt ins Sattva zu kommen, ein sehr harmonischer Ansatz dafür ist zum Beispiel das Ayuryoga. Grundsätzlich können wir feststellen, dass es je nachdem, wieviele Leben ein Mensch schon gelebt hat, entweder eher leicht oder schwe fälltt, sich aus den niederen Erscheinungsformen zu erheben. Es besteht also die Chance, dass ein vollkommen im Tamas Versunkener innerhalb von ein paar Jahren schon sehr weit in Richtung Sattva kommt und somit sein Leben komplett neu erleben darf.

Hindernisse auf dem Weg

Auf den Weg ins sattvige Leben werden sich Emotionen und tiefe Verletzungen zeigen. Um wirklich ins Sattva zu kommen ist es daher notwendig, uns mit unseren Schatten auseinander zu setzen. Damit sind all unsere Verletzungen, Traumata und Erlebnisse gemeint, mit denen wir noch nicht im Reinen sind. Heilarbeit, innere Kind Arbeit und Ähnliches sind dazu die perfekte Ergänzungen zum Yoga. Alle Fortschritte die wir in diesem Leben erlangen, nehmen wir natürlich auch mit in unser nächstes Leben.

Wie komme ich ins Sattva?

Um uns mit Sattva zu verbinden können wir Dinge tun, die unseren Geist erheben. Der Leitspruch eines großen Weisen namens Swami Sivananda lautete dahingehend:

Diene, liebe,  gib, reinige dich, meditiere, verwirkliche

Swami Sivananda

Gibt es etwas Höheres als Sattva?

Wenn wir im Sattva angekommen sind dürfen wir noch den letzten Schritt gehen, der nur mit intensiver spiritueller Praxis zu meistern ist: der Weg in das śuddha-sattva. Es bezeichnet eine spirituelle, transzendentale Form von Sattva und das einzige, womit wir aus dem materiellen Dasein aussteigen und erfahren können und zu unserer wahren Natur zurück finden können. Das śuddha-sattva ist dementsprechend das endgültige Ziel aller spirituellen Systeme.

Schlusswort

Alles was unseren Geist erhebt und uns frei macht, hilft uns ins Sattva zu kommen. Alle tiefen, vor allem vedischen Wissenschaften wie Yoga, und Ayurveda können uns sehr gut helfen diesen Weg zu gehen und in den Genuss der Freiheit zu kommen. Richte also dein Leben darauf aus, höhere Wahrheiten zu erfahren, dich zu heilen, gut zu denken und zu handeln. So wirst du dein Ziel erreichen.

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