Bhakti Yoga – Leben im Ashram

Wo entwickelt man sich besser? In einem Ashram oder im normalen Berufs- und Familienleben? Und: Was ist Bhakti? Wie entwickelt man Bhakti? Was ist Gott? Bhakti wird übersetzt als Hingabe zu Gott. Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya spricht sehr lebendig über die beiden Themen Leben im Ashram und Bhakti Yoga.

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Mitschnitt eines Vortrags nach der Meditation im Rahmen eines Satsangs bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

4 Kommentare zu “Bhakti Yoga – Leben im Ashram

  1. Om Om Om
    Liebe Rafaela,

    danke für die Klärung des Namens „Ashram“ und deine weiteren Ausführungen. Auch im Ashram gibt es Reibung und Ablenkung mit Dingen des alltäglichen Lebens. – Das geschütze Umfeld mit anderen spirituellen Menschen mag Grund sein und einen wichtigen Grund bieten, sich für ein Leben im Ashram zu entscheiden, um von äußeren Dingen nicht allzu abgelenkt zu sein, sich auf das spirituelle Leben und Streben besser konzentrieren zu können und im direkten Kontakt zu einem / einer Meisters/in zu stehen. Ich lebe nicht in einem Ashram – da ich selber spüre, dass ich den Weg des Alleinverwirklichers gehen muss – im Moment zumindest – aber die Zeiten ändern sich und die Aufgaben, in die man hineingewachsen ist, ebenso – wenn sich dies – die Berufung, wo man als „Licht für die anderen tätig sein soll“, ändert, ist vielleicht auch ein Leben im Ashram für mich sinnvoll.

    Om Shanti Om
    Omkara

  2. Hallo… 🙂

    Sukadev hat die Frage im Vortrag genau beantwortet. Jetzt kommt es auf den eigenen Geist an, wie man es für sich versteht.

    Für mich kann das alltägliche Leben genauso spirituell sein wie das Leben in einem Ashram.
    Aber in einem Ashram ist es leichter, das sagt auch schon der Name (Ashram heißt übersetzt: anstrengungslos), man ist in einem geschützen Umfeld mit anderen spirituellen Menschen zusammen. Man wird von äußeren Dingen nicht abgelenkt, und kann sich auf sein spirituelles Streben konzentriert, dazu hat man noch direkte Führung durch einen Meisters/in. Das Essen und das Leben in einem Ashram ist sehr rein und gesund.

    Es kommt auch immer darauf an, was für Erfahrungen für einen im Moment aktuell sind. Das spürt man selbst von innen heraus. Da kann ein alltägliches Leben auch ein großer Segen sein, oder eine Herausforderung um zu spüren was in einem steckt.

    Ich meine, es gibt unter uns im alltäglichen Leben ganz viele hochentwickelte Persönlichkeiten, die einfach durch ihre Liebe, Ausstrahlung und durch ihr Dasein die Welt positiv verändern. Und diese Menschen haben ihre Aufgaben im alltäglichen Leben, in der Familie, im Beruf und im Dienst der Nächstenliebe.

    Vielleicht ist es gerade jetzt im täglichen Leben deine Aufgabe, Mitgefühl dir selber gegenüber zu üben, und das ist für dich vermutlich jetzt sehr sehr wichtig.

    Es gibt Möglichkeiten ein Leben im Ashram kennenzulernen und vertraut zu werden, z.B. als Mithilfe oder für ein Praktikum.

    Jeder ist herzlich willkommen wenn jemand ehrliches, offenes Interesse und Herz zeigt.
    🙂

  3. Ich glaube, letztlich kann jede und jeder wohl immer nur individuell eine eigene Antwort darauf finden, indem sie oder er in sich hineinhorcht und hört, „was das eigene Herz dazu sagt“.

  4. Nachtschatten

    Habe ich das richtig verstanden: wenn ich die genannten Eigenschaften besitze – wäre es besser für mich im Ashram zu leben anstatt die spirituelle Entwicklung im „normalen“ Leben voran zu treiben?
    Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt und spiele immer noch.. Vor einiger Zeit habe ich gedanklich das spirituelle vom alltäglichen Leben abgetrennt und damit das alltägliche Leben abgewertet. Ich wollte schnell nach Hause, damit ich schnell wieder üben und meditieren und Tagebuch führen kann usw. Ich wollte am liebsten weg von denen, die den Anhaftungen erliegen und sich selbst das Leben so schwer machen. Irgendwann wurde mir klar, dass das auch spirituelles Leben ist. Dass ich hier ein weites, ein tägliches Übungsfeld habe. Und so übe ich und übe ich (und ärgere mich, wenn ich nicht so denke, handle, wie ich eigentlich möchte und übe mich in Mitgefühl mir selber gegenüber).
    Manchmal denke ich, im Ashram ginge alles schneller, ich könnte schneller vorankommen usw. Aber irgendwie ist das dann auch wieder so ein Leistungsdenken, ein Erwartungsstreben und es wird sicher nicht so kommen. Und die Erfahrungen, die ich im alltäglichen Leben mache, sind für mich vermutlich sehr sehr wichtig.
    Zum Glück habe ich aber auch Menschen, die mich begleiten und verstehen… Den Vorteil hat man natürlcih im Ashram, leider nicht unbedingt immer im Alltag…

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