Deinen Alltag spiritualisieren

Sukadev zeigt an zwei Beispielen, wie du auch im Alltag spirituell leben kannst: Durch kleine Rituale, die du für dich ausführen kannst und durch die Einstellung, dass alles im Leben von Gott kommt, damit du daran wachsen kannst.

Kleine Rituale im Alltag

Ein wunderbar kleines Ritual, was du für dich selbst machen kannst, ist ein Arati (eine Lichtzeremonie). Du kannst dafür einfach eine Kerze oder wenn vorhanden ein Arati-Lämpchen nehmen und dieses vor deinem Altar schwenken. Bevor du dich zur Meditation hinsetzt, probiere mal aus, dich zu verneigen oder zünde eine Kerze an und schwenke sie 3x im Uhrzeigersinn. Vor dem Essen könntest du ein Gebet sprechen und Dankbarkeit äußern. Die Wiederholung des Om Tryambakam Mantras vor dem Autofahren stärkt und schützt dich (Vorsicht im Straßenverkehr ist natürlich trotzdem geboten). Du kannst auch ein Gebet sprechen, dich an Gott wenden, wenn du deine Wohnung verlässt oder auch abends wieder heimkehrst.

Kleine Rituale und Gebete sind schöne Weisen, dich an Gott zu erinnern. Überlege, was du heute besonders tun kannst, vielleicht jetzt gleich. Ein kleines Ritual, ein kleines Gebet, etwas, was dir hilft, Hingabe an Gott zu üben, Gottes Gegenwart zu erfahren.

ayur18Deinen Alltag spiritualisieren

Es gibt verschiedene Weisen, wie du den Alltag spiritualisieren kannst. Da helfen dir die sechs Yogawege des Ganzheitlichen Yoga nach Swami Sivananda. Jeder Weg drückt sich in einer bestimmten Einstellung zum Alltag aus. Eine Weise ist die Karma Raja Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, hilft dir spirituell zu wachsen. Eine andere hilf reiche Weise ist die Bhakti Yoga Einstellung: Was auch immer kommt, es ist von Gott gesandt. Beides kannst du auch verbinden, in dem du sagst: Was auch immer kommt, es ist von Gott geschickt, damit du spirituell wachsen kannst. Gott gibt dir deine Aufgaben. Wenn dir irgendjemand komisch kommt, dann liegt das nicht daran, dass dieser Mensch schlechte Laune hat oder weil in seiner Kindheit etwas schief gelaufen ist und er dir deshalb böse ist. Es ist schon gut, sich in den Anderen so hineinzufühlen. Aber es geschieht dir deshalb, damit du daran spirituell wachsen kannst.

Jeder Mensch ist auf diese Weise ein Gesandter Gottes

Jeder ist mit all seinen Besonderheiten, mit denen er dir gegenüber tritt, ein Instrument Gottes, ob er es weiß oder nicht. Selbst wer keine Ahnung von Gott hat oder nichts mit Gott zu tun haben möchte, ist doch von Gott geschickt. Und wenn du im Ashram bist, hörst du das immer wieder und du wirst immer wieder daran erinnert. Yoga ist eben nicht nur die Luft anhalten, die Kundalini spüren und das dritte Auge leuchten spüren. Meditation ist auch nicht nur dasitzen und hoffen, dass irgendetwas geschieht. Es wird nicht bei jedem sofort die Kundalini erweckt und die Chakras leuchten. Sondern du beobachtest deinen Geist und ordnest ihn. Yoga ist nicht nur auf dem Kopf stehen und dabei sein Ajna Chakra spüren. Yoga heißt nicht nur sich sattwig zu ernähren, obgleich es auch dazu gehört.

Yoga ist vor allem auch Spiritualisierung des Alltags

Du solltest dich immer wieder am Schopf fassen und versuchen, dich aus deinem Sumpf herauszuholen. Hast du auch immer wieder die Neigung zu sagen: Ich wäre ja spirituell und ich könnte ja Gott erfahren, wenn nur die Umstände nicht so wären? Wenn mein Partner anders wäre, wenn meine Arbeit leichter wäre, wenn die Menschen in meiner Umgebung etwas freundlicher zu mir wären, wenn der Computer funktionieren würde, wenn die Heizung nicht schon wieder ausgefallen wäre, wenn ich das Essen besser vertragen würde, wenn ich nicht krank wäre und so weiter. So hast du viele Gründe nicht mit Yoga zu beginnen oder es ausfallen zu lassen.

AratiDie Bhakti – und Karma Raja Yoga Einstellung besagen: Was auch immer geschieht, es ist dir geschickt, damit du spirituell wachsen kannst.

Der Raja Yogi versucht sein Karma zu verstehen: Warum passiert mir das, was ist genau meine Aufgabe? Und wie kann ich daran arbeiten?

Der Bhakti Yogi ist einfacher „gestrickt“. Er denkt sich: Du musst nicht alles verstehen, warum es so geschehen ist. Du nimmst es einfach als Aufgabe von Gott an. Irgendwie wirst du daran wachsen können. Du tust es für Gott, so gut du kannst. – Beide Wege sind gut und ergänzen sich. Und wenn du etwas falsch machst? Was du tust ist ja auch für andere Menschen eine „Lektion“. Da kannst du dann ganz beruhigt sein. Auch deine Fehler kannst du Gott darbringen. Von Gottes Standpunkt aus ist es vielleicht gar kein Fehler gewesen. Wenn also gilt: Alles was dir passiert, ist eine Lektion, an der du wachsen kannst, dann gilt auch umgekehrt: Was du sagst und tust ist eine Lektion für andere, selbst wenn du einen Fehler machst. All das wird beim Mantra-Singen mit der Anrufung von Rama verbunden. Geht etwas schief, rufe die Gottheit Rama an. Stehst du vor einer Herausforderung, bete Ram, Ram. Du kannst auch OM, OM wiederholen. Oder ein deutsches Gebet sprechen. Was auch immer du möchtest. Aber du kannst dich immer wieder daran erinnern: Was auch immer geschieht, Gott tritt dir gegenüber. Du kannst es fühlen und daraus handeln. Ram – Ram.

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