DIY: Räucherstäbchen selber machen

Räucherstäbchen bieten eine tolle Möglichkeit, dein Heim mit wundervollen Düften zu erfüllen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deine eigenen Räucherstäbchen herstellen kannst, frei von synthetischen Duftstoffen und mit ausschließlich natürlichen Zutaten.

Woraus bestehen Räucherstäbchen

Es gibt nicht das Räucherstäbchen-Rezept, aber recht ähneln tun sie sich insofern, als dass sie zum größten Teil, in der Regel 50 bis 80 %, aus Duftstoffen bestehen. Der Rest setzt sich aus Bindemitteln und Zusätzen für ein optimales Abbrennergebnis zusammen.

Was benötigt wird

Hier unser Rezept der Einfachheit halber auf 100g (Trockenmasse) gerechnet, verwende aber zum Testen gerne deutlich weniger:

  • 60g Duftstoffe (z.B. Hölzer, Harze, Blüten, Kräuter, ätherische Öle (in geringer Dosis))
  • 30g Holzkohle
  • 10g Bindemittel (Makko-Pulver, Jeegat-Pulver oder Gummi-Arabicum-Pulver
  • Wasser nach Bedarf
  • evt. zusätzliche 5g Kaliumnitrat für eine bessere Brennbarkeit
  • dünne Holzstäbchen als Träger

Ansonsten braucht ihr Mörser oder eine Mühle sowie Schüssel, Löffel, Brett, Alufolie oder Backpapier und Einweg-Handschuhe.

Bei der Holzkohle kannst du selbstzündende, wobei dann vermutlich kein Zusatz von Kaliumnitrat mehr nötig sein wird) oder naturbelassene Räucherkohle verwenden. Keineswegs empfiehlt sich handelsüblichen Grillkohle (naturbelassene dürfte hingegen ok sein), da diese meist mit verschiedenen Chemikalien behandelt ist.

Wer sich fragt, welche Duftstoffe er verwenden soll, hier noch ein paar klassische Möglichkeiten:

  • Harze: z.B. Weihrauch, Myrrhe, Copal, Guggul
  • Hölzer: z.B. Sandel-, Zedern- oder Adlerholz, Neem- oder Zimtrinde
  • Blüten: z.B. Flieder, Jasmin, Rose, Lavendel, Ylang-Ylang
  • Kräuter: z.B. Melisse, Rosmarin, Thymian, Johanniskraut, Minze, Salbei
  • ätherische Öle: z.B. Orange, Zitrone, Kiefer, Cistrose, Jasmin, Nelke

Wir gehen ans Werk

Zunächst musst du alle Zutaten in einen pulverförmigen Zustand bringen: Sprich alle groben Duftstoffe und die Kohle mahlen oder sehr fein mörsern und anschließend gut mit dem Bindemittel vermengen. Bei Bedarf nun noch das Kaliumnitrat zufügen und dann schluck- bis tröpfchenweise das Wasser zugeben und die Masse vermengen und kneten, bis sie die Konsistenz eines (etwas zu klebrigen) Pizzateiges annimmt. Das Ganze wird nun abgedeckt und über Nacht stehengelassen.

Am nächsten Tag den „Teig“ noch einmal durchkneten, portionieren und zu länglichen Schlangen ausrollen. Diese werden dann etwas platt- und das Stäbchen in die Mitte gedrückt bevor der Teig darumgelegt und das fast fertige Räucherstäbchen noch etwas glatt gerollt wird.

Nun muss dein Werk nur noch ordentlich durchtrocknen. Für mehrere Tage auf der Heizung, in der Sonne, unterlegt mit einem Gitter, Alufolie, Backpapier, einer Silikonmatte oder was dir eben so einfällt. Auch ein Dörrautomat, wer ihn denn besitzt, leistet gute Dienste.

Auch Räucherkegel oder andere Varianten von Räucherware können damit hergestellt werden.

Berichte uns von deinem Ergebnissen!

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