Wie Mantras dir helfen können, Achtsamkeit zu entwickeln

Wir kennen das, häufig muss alles schnell gehen und der Terminkalender quillt über. Familie, Freunde und Arbeit möchten unter einen Hut gebracht werden. Zeit nehmen für sich selbst um herunterzukommen, ist nicht immer einfach.

Manche könnten jetzt raten, dass man doch einfach weniger machen solle, um sich zu entspannen und wieder bei sich selbst anzukommen. Doch häufig ist genau das nicht so einfach oder nur eben unter herausfordernden Bedingungen möglich, besonders wenn wir eigene Kinder und ungleiche Einkommensverhältnisse in die Betrachtung miteinbeziehen.

Was können wir also tun? Und wie können uns Achtsamkeit und Mantras helfen, mehr Einheit, Verbundenheit und Freude in unserem Leben zu empfinden?

Den Alltag so achtsam wie möglich gestalten

Was wir immer versuchen können: Unseren Alltag so achtsam wie möglich zu gestalten. Denn sich mit dem eigenen Alltag, mit dem eigenen Leben verbunden und eins zu fühlen, kann besonders als eine Frage von Achtsamkeit wahrgenommen werden. Schließlich sind wir ja genau in dem Moment verbunden, wenn wir achtsam sind, egal wie die Umstände sein mögen. Und so können wir über die Achtsamkeit das Gefühl von Einheit und Freude am Leben in unser Leben holen.

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Unter Achtsamkeit verstehen wir im Allgemeinen das Sein im Hier und Jetzt. Wir achten genau darauf, WIE wir etwas tun und sind dabei voll konzentriert. All unsere Aufmerksamkeit lenken wir in den gegenwärtigen Moment – egal, WAS dieses Tun im gegenwärtigen Moment gerade beinhaltet. Das WAS ist also nicht so wichtig, sondern das WIE des Handelns. Das beinhaltet auch, dass wir versuchen, mit einer achtsamen Haltung die Gegenwart erst einmal offen und akzeptierend wahrzunehmen.

3 Merkmale von Achtsamkeit

1) Achtsamkeit ist ein Bewusstseinszustand: Durch dieses konzentrierte, achtsame Handeln erzeugen wir einen bestimmten Bewusstseinszustand, mit dem wir den gegenwärtigen Moment klarer erleben können. Wir können Gedanken, Emotionen, Körpergefühle und Seeleneindrücke eindeutiger wahrnehmen und werden somit im wahrsten Sinne des Wortes selbstbewusster. Es geht also um ein radikal ehrliches Wahrnehmen dessen, was gerade mit uns passiert.

2) Achtsamkeit beurteilt nicht: Entscheidend ist wohl, dass wir in dieser Wahrnehmungsqualität versuchen, nicht zu beurteilen. Oder man könnte auch sagen, dass wir – solange wir urteilen – noch nicht wirklich achtsam sind. Denn solange wir urteilen, identifizieren wir uns mit unserem urteilenden Geist und sind eben nicht im Moment vollkommen mit der Wahrnehmung der Handlung verbunden.

3) Achtsamkeit heilt: Wenn wir klarer wahrnehmen können, was wir gerade tun und welche Wirkungen unser achtsames Tun auf uns, können wir auch eindeutiger identifizieren, was uns nicht guttut und selbstverständlich auch, was genau uns wahrhaft guttut. Wenn wir dies klar erkannt haben, kann es uns leichter fallen, danach zu handeln und unser Verhalten zu ändern. Auch wenn das bedeutet, Gewohnheiten aufzugeben oder Verhaltensmuster aufzubrechen. Und diesen Prozess können wir auch als einen Prozess der Heilung bezeichnen.

Achtsamkeit ist aber auch eine Herausforderung

Das hört sich nun theoretisch alles sehr schön an, doch wieso sind wir denn dann nicht alle einfach stets achtsam und machen uns ein schönes Leben? Stimmt, es ist leider nicht so einfach. Der urteilende Geist und unsere Gedankenmuster holen uns immer wieder aus den Momenten der Achtsamkeit heraus. Daher kann es sehr ratsam sein, sich in Bezug auf den Geist Unterstützung zu holen. Mantras können so eine Unterstützung sein und das Wunder der Achtsamkeit wahrscheinlicher machen.

Wie Mantras bei Achtsamkeit unterstützen können

Mantras sind ein uraltes und seit Jahrtausenden erprobtes Mittel, um bewusst mit dem Geist umzugehen. Die Wiederholung eines Mantras gibt dem Geist sozusagen etwas zu tun. So hat der Geist es schwerer, in einen urteilenden Modus zu kommen oder seinen anderen Mustern zu folgen. Denn er hat ja die Aufgabe, das Mantra zu wiederholen.

Bestimmt ist auch die Mantrawiederholung ein Lernprozess und es mag zu Beginn nicht so leicht erscheinen, das Mantra immer zu wiederholen, doch wird es mit der Zeit leichter fallen.

Mantras können so eine Brücke sein, die uns in die Achtsamkeit hinein führen können. So wie uns Mantras eben auch in die Meditation führen können. Wenn wir bewusst bei der Wiederholung eines Mantras bleiben, haben wir die Chance, in einen meditativen und:oder achtsamen Zustand zu gleiten. Wenn wir in diesen meditativen und:oder achtsamen Zustand geglitten sind, können wir das Mantra loslassen. Beziehungsweise kann es von ganz alleine passieren, dass sich die bewusste Wiederholung des Mantras „zurückzieht“ oder uns sozusagen loslässt.

Was jedoch bleibt, ist die subtile Schwingung des Mantras, in der wir uns in diesem achtsamen oder meditativen Zustand befinden und die uns noch weiter tragen und unterstützen kann.

Mantras mit möglichst großer Achtsamkeit wiederholen

Entscheidend dabei ist bestimmt, dass wir die Mantras selbst mit der größtmöglichen Achtsamkeit wiederholen und so keinen Moment des Mantras zu verpassen. So kann das Mantra noch leichter zu einer Brücke werden, die zur Achtsamkeit trägt.

Wenn du Mantras und Achtsamkeit ganz praktisch erleben möchtest, dann komm vom 30.10. – 01.11.2020 nach Bad Meinberg zu dem Seminar „Mantra und Mindfulness“ mit Pranavi.

pranavi

Über Pranavi

Pranavi Deventer ist Yoga Lehrerin (BYV), Yin Yoga Lehrerin, Yogatherapeutin, spirituelle Lebensberaterin, Meditationskursleiterin und Mantra Yoga Lehrerin. Für sie ist Achtsamkeit in der Praxis sehr wichtig und die Verknüpfung mit den individuellen Lebensthemen, um die Yoga Praxis auch über die Matte hinaus lebendig sein zu lassen. Pranavi praktiziert Yoga und Meditation täglich seit 2012 und lebte im Jahr 2019 auch als Sevaka bei Yoga Vidya in Bad Meinberg. Seitdem lebt und arbeitet sie als Yogalehrerin mit einem Schwerpunkt auf Mantra Yoga und Meditation. Ihre Unterrichtsweise ist persönlich, ermutigend und immer auf Augenhöhe.

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