Erklärung zur Handhaltung bei der Wechselatmung

Habt ihr euch schon einmal gefragt, aus welchem Grund die Nase bei der Wechselatmung mit Daumen und Rinfinger verschlossen wird? Die Frage wurde uns kürzlich von einem Blogleser gestellt.

Die Antwort von uns, dem Yoga Vidya Team: es hat energetische Gründe. Die geamte Antwort könnt ihr hier lesen und zusätzlich noch einige Informationen zur dieser harmonisierenden Pranayama Übung.

Bei Yoga Vidya Bad Meinberg hast du übrigens die Möglichkeit, Samstags und Donnerstags jeweils von 12.15 – 12.45 Uhr im Raum Saraswati in der „Yogasprechstunde“ Fragen zu deiner Yogapraxis direkt an erfahrene Yogalehrer zu richten. (Aushänge beachten).

Über das „Kommentare“-feld kannst du Fragen oder Anmerkungen zu einzelnen Blogartikeln an uns richten, wir beantworten diese gerne.

Pranayama_ArunaFrage eines Bloglesers:

Ich habe eine Frage zur Wechselatmung zu der Fingerstellung bei der die Nasenlöcher mit Daumen, Ringfinger und kleinem Finger zugehalten werden.Warum nicht einfach mit Zeigefinger und Daumen? Finde kein plausible Erklärung.

Antwort von Yoga Vidya:

Das hat energetische Gründe. Jeder Finger hat laut der Yoga- und Ayurvedaschriften eine andere Energieausstrahlung. Z.B.:
Daumen – steht für die Einheit, das Göttliche
Zeigefinger – für das Ego
Mittelfinger – für Tamas, Dunkle, Schwere, Langsame, Ausdauernde, Ruhe
Ringfinger – für das Reine, Erhebende
Kleinerfinger – für Aktivität, Unruhe, Bewegung.

Der Daumen entspricht bei der Wechselatmungs-Übung der Sonnenenergie wie auch die rechten Nasenseite mit der Atmung, und der Ringfinger enspricht der Mondenergie, wie auch die linke Nasenseite.

Bei der Wechselatmung nimmt man für das Üben nur den Daumen und Ringfinger und der kleine Finger steht ab. Man verschießt die Nase an den Mulden oberhalb der Nasenflügel, nicht die Nasenflügel selbst, sonst würde das anschließende Einatmen erschwert werden.

Die Wechselatmung wird auch  Anuloma Viloma, oder  Nadi Shodana genannt und ist eine Form des Pranayama. Diese Pranayamaübung wirkt harmonisierend und ausgleichend auf die körperliche, geistige und energetische Ebene unseres Organismus:

Pranayama2_Aruna

Körperliche Wirkungen der Wechselatmung: sie bewirkt eine Erhöhung der Lungenkapazität und führt uns zur Kontrolle des Atems. Die Perioden des Atem-Anhaltens können mit fortlaufender Praxis verlängert werden und trainieren Herz und Kreislauf. Die Wechselatmung hilft, die Nasendurchgänge zu öffnen und wirkt vorbeugend gegen Allergien, Heuschnupfen und Asthma und Erkältungskrankheiten. Die Wechselatmung harmonisierend auf das gesamte Körper-Geist-System.

Energetische Wirkungen:  Nadi Shodana bedeutet: „Reinigung der Nadis„. Alle Nadis werden durch regelmäßige Praxis der Wechselatmung geöffnet, so dassdas  Prana besser fliessen kann. Durch das Öffnen der Hauptnadis Ida, Pingala und Sushumna werden die Sonnen- und Mondenergie in Ida und Pingala harmonisiert und das Prana kann durch die Sushumna in die höheren Chakras fließen. Durch Konzentration lernt man, das Prana bewusst zu lenken.

Geistige Wirkungen: Die Wechselatmung fördert die Konzentrationsfähigkeit und ist eine ideale Vorbereitung für die Meditation, das sie dabei hilft, zur Ruhe zu kommen, Emotionen auszugleichen und ein Gefühl von Stärke und Kraft zu kultivieren.

 

 

2 Kommentare zu “Erklärung zur Handhaltung bei der Wechselatmung

  1. Richard Friedel

    Bei allem Respekt denke ich, dass die Akupressurwirkung bzw. Reflexwirkung über den Trigemiusnerven dominiert. Man braucht sich nur irgendwo an der eigenen Nase zu fassen, um die Atmung zu vertiefen.
    Eine Befreiung der Atmung bei Asthma erreicht man übrigens durch laute Einatmung durch die Nase. (Atemgymnastik nach Frau Strelnikova)
    Namaste. R.F.

  2. Anonymaus

    Danke für die ausführliche Info.
    Habe das mit den energetischen Aspekten der Finger auch mal so kennengelernt:
    Daumen – NA – Erde
    Zeigefinger – MA – Feuer
    Mittelfinger – SHI – Himmel/Äther
    Ringfinger – VA – Wasser
    Kleiner Finger – YA – Luft

    Darüber hinaus gibt es im Jin Shin Jyutsu (Japanisches Heilströmen) auch die ganz einfache Methode jeden einzelnen Finger mit den Fingern der anderen Hand zu umfassen, bis dieser dann sanft pulsiert. Das soll energetisch ausgleichend wirken. Die energetische Zuordnung der einzelnen Finger ist dort ein bisschen anders, aber ähnlich.

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