Fliegen wie ein Stern

„Du siehst lauter lachende Gesichter“, versprach Acro-Yogatrainer Yohann Guichard den Abend, bevor es losging. Und er behielt Recht! Fröhlichkeit zeigte sich in unserer Fundamental-Acro-Yogaklasse immer dann, wenn etwa die Berghaltung auf den Knien des Partners oder der Kopfstand auf seinen Füßen klappte. Im Wesentlichen folgt der akrobatische Yogazugang der Idee, Asanas nicht allein, sondern zu zweit, nicht auf dem Boden, sondern auf Schultern, Knien, Bauch oder Händen des Partners auszuführen. Entsprechend braucht es immer zwei zum Praktizieren: Die “Basis“ und den „Flieger“. Im Anfängerkurs arbeiten jedoch noch ein bis zwei weitere Menschen an einer Figur. Bei Bedarf bekommt der Flieger Hilfestellung, seine Balance zu halten und seine Beine aufzuschwingen.

„Du wächst über Deine Grenzen hinaus. Denn es geht immer viel mehr als man denkt!“, schwärmt Leiterin und Hamburger Acro-Yogalehrerin Satya. Keine 55 Kilo wiegend, wuchtet sie mühelos 90-Kilo-Männer in luftige Höhen. Und schon manch’ selbsternanntes Schwergewicht war überrascht, wie leicht es sich abheben lässt. Wer also meint, er müsse besonders schlank oder sportlich für diese noch junge Disziplin am Yogakosmos sein, der irrt! Was wirklich zählt, ist der Wille, von der eigenen Matte runterzukommen und Spaß am Kontakt zu haben. Stimmt das Gefühl für sich und den anderen, ist Nehmen wie Geben in Fluss, klappt’s auch mit der Balance.

DoppelthronKeine drei Stunden dauerte es, bis ausnahmslos jeder Teilnehmer den „Stern“ auf den Füßen seines Partners „flog“. Übersetzt in Asanas handelt es sich um die Grätsche. Statt jedoch am Boden, wird sie in Umkehrhaltung in der Luft praktiziert.
Nachgefragt bei Kursleiterin Satya, gab sie mir Recht, dass wir eigentlich mehr Akrobatik als Yoga praktizierten. Dann erklärte sie, dass sich die noch junge Disziplin am Yogakosmos als Dreiklang aus Akrobatik, Yoga und Thaimassage versteht. Je nach Workshop variiert der Fokus. Doch allen gemein ist, dass Yoga dem Vertrauensaufbau zu sich, seinem Körper und dem seines Partners dient.

Da die Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Acro-Yogafestivals stattfand, hatten die rund 300 internationalen Teilnehmer die Wahl. Über drei Tage verteilt, wurden Seminare unterschiedlichster Leistungsniveaus und Schwerpunkte wie therapeutischem Acro-Yoga oder Thai-Massageworkshops angeboten.

Rückblickend sind die Organisatorinnen Almuth und Lucie hochzufrieden, nicht nur mit dem Lächeln auf den Gesichtern ihrer Teilnehmer sondern auch mit dem gewählten Veranstaltungsort: „ Die Logistik ist perfekt! Wir hatten genügend Seminarräume und bei Sonne grüne Wiesen, um draußen zu praktizieren. Auch für die Verpflegung war gesorgt, und die Küche bietet für so ziemlich jede Unverträglichkeit etwas an!“

Möchtest du dich auch einmal an das Experiment Acro Yoga heranwagen? Hier findest du Acro-Yoga Seminare bei Yoga Vidya

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Alle Fotos wurden uns von Lucie Beyer freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Stern_Acroyoga

 

1 Kommentar zu “Fliegen wie ein Stern

  1. Sehr beeindruckende Akrobatik. Mit Körperspannung, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit erreicht man mit anderen eine fantastische Darbietung. Die Aufnahmen sind sehr schön geworden. Besonders die Farbwirkungen gefallen mir, sie harmonieren so schön. 🙂

    Liebe Grüße

    Tobi

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