Yoga-Fragen an Sukadev – Yoga im Alltag

Play

Wie kann ich Dienen, ohne ausgenutzt zu werden? Wie kann ich Spiritualität im Alltag leben? Sukadev Bretz von Yoga Vidya Bad Meinberg geht in diesem Audio-Vortrag wieder auf Fragen der Yoga Aspiranten ein.

Fünfzehnter  Teil der Reihe „Spirituelles Retreat„. Mitschnitt eines Seminares bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

3 Kommentare zu “Yoga-Fragen an Sukadev – Yoga im Alltag

  1. Lieber Sukadev,

    danke für diesen Vortrag! Ich habe sehr oft das Gefühl mich mit meinem Körper zu identifizieren. In solchen Momenten ist es sehr schwierig als Kanal des ewigen Lichtes zu wirken und man versucht fast alles zu hinterfragen. Deine Worte werden mir helfen einiges anders zu machen.
    Om Shanti

  2. Om Liebe Prema,
    danke für deine wunderbaren Worte.
    Wenn jemand anderes deine Hilfe braucht, und du helfen kannst, dann ist es ganz natürlich zu helfen, deinen Körper Gott zur Verfügung zu stellen. Dann kann Gott durch dich wirken.
    Dann stellt sich die Frage gar nicht, ob man sich ausnutzen lassen hat. Gott hat ja durch einen gewirkt.

    Om Shanti
    Liebe Grüße
    Sukadev

  3. Lieber Sukadev
    Ich höre das oft „Lass Dich nicht ausnutzen“ und stelle fest, die Menschen sind an der Negativität orientiert. Es hat Wochen gedauert, bis ich meiner Schwester klar machen konnte, wer mich ausnützt (oder das denkt oder darüber nachdenkt, ich werde ausgenutzt) hat ein Problem, nicht ich. Menschen die mir rieten mich nicht ausnützen zu lassen, -dass ich zu gut wäre- weil sie nur solche Gedanken und Erwartungen haben, sind am Ende auf die Idee gekommen, dass ich sie ausnutze 🙁 Ich beschäftige mich nicht damit, wer mich ausnutzen will und könnte. ich empfinde es nicht als Sieg „Hurra, habe mich nicht ausnutzen lassen“. Meine Einstellung ist: Wer solche Nutzgedanken hat, der hat sie, ich nicht! Wenn ich darauf reagiere, dann reagiere ich nur und, bin nicht ich Selbst. Pflanzen reagieren auch auf Berührungen, das ist nicht gefestigt, das ist nicht Verwirklicht. Mir tut es weh, wenn Leute solche Fragen stellen:
    „Wie kann ich spirituell sein ohne mich ausnutzen zu lassen?“ Ich würde antworten: „Garnicht!“ denn man weiß nicht, dass man „ausgenutzt“ wird, wenn man selbstlos und heilig ist, denn, dann gibt es kein ich und du! Wo fängt denn „Ausnutzen“ an? Warum wird nie gefragt: „Wie kann ich aufhören andere auszunützen?“
    Welcher Heiliger hat solche Gedanken und ist ständig auf Lauer, dass er bloß nicht ausgenutzt wird? Dann ist er kein Heiliger. Mich soll ausnutzen, wer der Meinung ist, er hätte einen Gewinn davon, ich jedenfalls habe keinen Verlust deshalb. Mir scheint diese Denkweise sehr westlich, „eine gesunde Maß an Egoismus“ Egoismus hat keinen Maß, hat nichts Gesundes.
    Wenn ich da und dort „selbstlos“ helfe, weil ich das für mein Ego brauche und helfe, weil ICH es will und wenn ICH es will und gar nicht wenn die Hilfe gebraucht und verlangt wird, dann ist es kein Karma Yoga, dann ist es selbstliebe und dass ich mir toll vorkomme, da ich „geholfen“ habe. Ich gehe nicht zum Arzt, ins Krankenhaus, wenn der Arzt Zeit und Lust hat sondern wenn ich ihn brauche und er hat da zu sein! So habe ich für meine Mitmenschen da zu sein, ohne Berechnung und Hintergedanken. Schwer für mich zu erklären aber man sollte solche Gedanken wie „Ausnützen-ausgenutzt werden“ erst gar nicht haben, dann ist man Selbst-Verwirklicht finde ich! Om shanti
    Ganz liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.