Yoga im Februar: Eine innere Forschungsreise

Der erste Monat des neuen Jahres ist nur noch wenige Stunden alt und der Februar steht unmittelbar vor der Tür. Als kürzester Monat des Jahres bezeichnet er eine Zeit des Übergangs, denn er bringt zwar noch Kälte und Schnee, doch der Umschwung wird allmählig spürbar. Der Winter begibt sich langsam auf den Rückzug, die Zeit der größten Dunkelheit hat ein Ende: Die Tage sind Ende Februar schon 2,5 Stunden länger als zu Beginn des Jahres, die ersten Vögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück, in der Pflanzenwelt kündigen Schneeglöckchen den Frühling an und auch uns Menschen treibt neuer Tatendrang ins Freie.

Im römischen Kalender war der Februar ursprünglich der letzte Monat des Jahres, in dessen zweiter Monatshälfte die Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde. Auf diese Weise erklärt sich die Wortbedeutung von Februar, denn die Bezeichnung ist auf das lateinische „februare“ zurückzuführen, was übersetzt „reinigen“ bedeutet. Die Natur befreit sich in dieser Zeit mit Hilfe heftiger Stürme von allem Überflüssigen, so dass das neu erwachende, lebendige Sein auf stabilem Grund gedeihen kann.

In gleichem Maße können auch wir die energetische Qualität des Februars nutzen, um alles fortzufegen, was den neu erwachenden Lebenskräften nicht standhält. Reinigen können wir uns nicht nur auf der physischen Ebene, sondern vor allem auch im Geiste. Es ist die beste Zeit, um sich auf das zu beschränken, was wirklich Bedeutung für uns hat, von altem Ballast wie vertrauten Erinnerungen, liebgewordenen Gewohnheiten oder geschätzten Gegenständen loszulassen. Frisch und frei können wir so im gleichen Atemzug neue Inspirationen suchen; Ideen, Visionen entwickeln. Was wünschen wir uns? Was erfüllt uns mit Glückseeligkeit? Welche Arbeit bereitet uns Freude? Der Februar bietet die optimale Gelegenheit, um unsere eigenen Ziele im Inneren zu überprüfen. Vielleicht ist es Zeit für einen Wandel, vielleicht auch nicht. Wenn wir nur aus unserem Instinkt heraus fühlen, spüren wir, was unser Herz schneller schlagen lässt. Am Ende der Suche sind wir in der Lage die getankte Kraft und Energie zu bündeln und auf unsere Ideen auszurichten.

Diese innere Forschungsreise können wir natürlich mit einer gezielten Asana-Praxis begleiten. Obwohl Hatha Yoga im Allgemeinen die Lymphbahnen zum Abtransport von Giften und Schlacken anregt, gibt es zudem spezielle Gruppen von Reinigungsübungen, die neben ihren physischen Effekten primär auf den Astralkörper wirken, indem sie die Chakren stärken, die Energiebahnen von Blockaden befreien und die Qualität des Prana verbessern. Gemeint sind Übungen wie Tratak, Augenreinigung durch Starren auf eine Kerze; Nauli, Darmreinigung mittels rotierender Bauchmuskelstränge oder Kapalabhati, eine die Lunge reinigende Feueratmung.

Nehmen wir uns die Natur zum Vorbild und nutzen die energetische Qualität des Februars für einen Umschwung, um mit geistiger Klarheit und Reinheit neue Lebenskräfte zu erwecken und Platz für Neues schaffen!


Eindrücke von Reinigung in der Natur

Anne R.

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