Mit Yoga endlich raus aus der Komfortzone

Springen Sprung ins Unbekannte, Wasser - Komfortzone

Häufig hören wir von der sogenannten Komfortzone und wie wichtig es ist, diese öfter auch mal zu verlassen. Was ist denn die Komfortzone genau? Woran erkennst du, dass du dabei bist, aus dieser Zone auszutreten und wie kann Yoga dir dabei helfen?

Einfach ist nicht immer gut

Die Komfortzone ist ein Zustand oder Platz, in dem man sich physisch und emotional gut fühlt – eben komfortabel; ohne Schwierigkeiten, Widerstände oder Unsicherheiten. Tatsächlich ist die Komfortzone nicht unbedingt der beste Platz. Sehr oft ist das Verweilen in dieser Zone begleitet von:

Auf Dauer ist die Komfortzone also nicht der Weg zum Glück oder Erfolg, sondern vielmehr mit Stillstand, mit Stagnation verbunden. Ja, dir kann dort nicht viel passieren – aber eben auch nicht viel Gutes. Die Komfortzone könnte auch “die gewohnte oder geschützte Zone” heißen und ist vergleichbar mit einem Schneckenhaus: Es ist gut, dass es da ist.

Es ist hilfreich, sich jederzeit zurückziehen zu können und seinen sicheren Raum zu haben, den man gut kennt und in dem man nicht verletzt werden kann. Dabei laufen wir jedoch viel zu schnell Gefahr, es uns zu bequem in unserem Schneckenhaus zu machen, überhaupt nicht mehr heraus-, geschweige denn voranzukommen.

Schnecke Komfortzone

Warum es so schwierig ist, die Komfortzone zu verlassen

Wir bleiben nicht nur bei einer schlecht bezahlten Arbeit, einem ungesunden Lebensstil oder einer unglücklichen Beziehung, weil es sich bequem anfühlt. Wir bleiben dort, weil wir daran gewöhnt sind, weil die Situation für uns vertraut ist – das hält uns im wahrsten Sinne des Wortes fest.

Gewohnheiten und Routinen führen zu einem Gefühl von Sicherheit und Kontrolle: Wir möchten stets wissen, was als nächstes passiert, alles absehen und einschätzen können. Aus dem Bedürfnis nach Sicherheit, einem Instinkt zur Lebenserhaltung bleiben wir in der Komfortzone. Deshalb macht uns das Neue und Unbekannte so viel Angst.

Diese Sicherheit des Gewohnten nehmen wir wie ein Schutzschild oder einen Panzer wahr. Dabei nehmen wir auch in Kauf, von dem Panzer eingeengt zu werden oder uns von dem Schild die ganze Sicht auf die schöne Welt versperren zu lassen. Ohne unseren Schild, so denken wir, wären wir doch eventuellen Gefahren schutzlos ausgeliefert. So in der Angst vermuten wir schnell hinter jeder Ecke eine Gefahr.

Ganz schön unangenehm: Die Bedeutung von Diskomfort

Folgt man dieser Logik, ist es einfach zu erkennen, was Diskomfort bedeutet:

  • der Schritt ins Neue, Dunkle, Ungewisse, Unbekannte
  • der Sprung ins kalte Wasser
  • über den eigenen Schatten springen
  • den Schweinehund überwinden
  • das Risiko, etwas oder sogar alles zu verlieren

Das kalte Wasser, das Ungewisse; Schritt, Sprung, Überwindung, das Austreten – diese Worte zeigen, dass das Verlassen der Komfortzone etwas sehr Unangenehmes und Beängstigendes ist und man etwas Bekanntes, Sicheres aufgeben muss.

Außerdem wird deutlich, dass es damit verbunden ist, aktiv zu werden und zu handeln, sich fortzubewegen. Zuzulassen, dass man die Sicherheit und die Kontrolle verliert und aus dem Konzept gebracht werden könnte, ist die Herausforderung. Das geht nur mit einer guten Portion Optimismus und Vertrauen. Dann kommt der Mut von ganz allein.

Die Angst überwinden und aus der Komfortzone austreten

Denke also nicht Dinge wie “Ich bleibe bei meinem schlechten Job, bevor ich am Ende gar keinen habe” oder “Lieber bleibe ich in dieser halbherzigen Zweckbeziehung, als mich wirklich für die Liebe zu öffnen und dann verletzt zu werden oder womöglich ganz allein zu sein”.

Lass dein Leben nicht von der Angst leiten. Bleibe nicht in deinem Schneckenhaus, sondern geh raus in die Welt, mit offenem Herzen, verletzlich, denn gerade das macht es so schön. Wenn du verletzt wirst, kannst du jederzeit zurück in deine Komfortzone, dich dort erholen und deine Kräfte für den nächsten Versuch sammeln.

Warum Wachstum risikoreich und ein Verlust oft ein Gewinn ist

Libelle - Komfortzone

Die verletzbaren Teile einer Pflanze sind ihre neuesten Triebe. Schlangen sind direkt nach ihrer Häutung am verwundbarsten. Eine Libellenlarve begibt sich beim Schlüpfen für bis zu drei Stunden in absolute Lebensgefahr; sie kann in dieser Zeit weder zurück ins sichere Gewässer noch kann sie einfach wegfliegen.

Überall in der Natur sind die großen Wachstumsschritte und das Vergrößern der eigenen Grenzen mit Risiken und Gefahren verbunden – doch was wäre die Natur ohne Wachstum und Veränderung? Macht nicht gerade das sie aus? Die Natur hat gar keine Wahl, sie kennt keinen Stillstand.

Nimm die Geschenke des Lebens an

Du formst deine Welt mit deinen Gedanken, also sei optimistisch und denke dir zum Beispiel: “Egal, was passiert, wenn ich meinen Job kündige – es wird alles besser sein als der jetzige Zustand”. Vielleicht wartet hinter der nächsten Ecke schon dein Traumjob und du merkst, dass alle Sorgen unbegründet waren. Für Mut und Vertrauen wirst du, früher oder später, immer belohnt.

Wenn du dich vor der Welt versteckst, kannst du all ihre Geschenke an dich weder sehen noch annehmen. Wie die Schnecke kommst du nicht vom Fleck, wenn du nur in deinem Schneckenhaus bleibst. Wachstum bedeutet Bewegung, Vorankommen und Lernen; aber dafür eben auch manch