5 yogische Vorsätze für das Neue Jahr – Bist du es dir wert?

Yogische Vorsätze für das Neujahr

Es ist eine weit verbreitete Tradition, dass Menschen gute Vorsätze für das neue Jahr fassen, wenn das alte Jahr zu Ende geht. Fast genauso weit verbreitet ist die Tradition, diese Vorsätze am 1. Januar des neuen Jahres wieder zu vergessen… Spätestens nach einer Woche ist es bei Vielen mit den guten Vorsätzen vorbei und es geht in genau dem gleichen Trott weiter, wie schon letztes, vorletztes und dem Jahr davor. Warum ist das so? Zeit für ein paar yogische Vorsätze!

Wir haben Probleme damit unsere Vorsätze auch umzusetzen, weil wir es uns schlicht und ergreifend einfach nicht wert sind. Wenn wir Vorsätze fassen, weil Silvester ist und das halt zum guten Ton gehört, kommt die Motivation nicht wirklich aus uns selbst heraus. Selbst wenn wir sagen: „Es wäre besser für mich, wenn ich mich gesünder ernähre, oder mehr Sport mache…“, usw. bleibt die Frage, was wir damit meinen, wenn wir sagen: “Es wäre besser”.

Wäre es besser, weil es gesellschaftlich höher angesehen ist, oder weil die deutsche Gesellschaft für Ernährung das empfiehlt? Wäre es besser, weil der Arzt, oder dein Partner das gesagt hat? Oder erkennst du darin tatsächlich einen Vorteil für dich?

Yogische Vorsätze – Weil du es dir wert bist

Viele Yogis und Yoginis fassen das ganze Jahr über immer wieder gute Vorsätze. Nicht weil ein neues Jahr, ein neuer Monat oder eine neue Woche beginnt, sondern weil sie erkannt haben, dass dieses oder jenes gut für sie ist und sie es sich wert sind.

Und weil sie den Sinn dahinter sehen, warten sie auch nicht bis zum Jahreswechsel, um es umzusetzen, sondern beginnen JETZT. Und wenn JETZT ein Mittwochnachmittag im September ist, ist das genauso gut, wie der Silvesterabend.

Yogische Vorsätze zur Selbstfindung
Was bin ich bereit mir selbst zu schenken?

 

Es geht darum, zu erkennen, was für dich gut ist und was du wirklich tun willst. Wenn du einen Vorsatz fasst, dann fasse ihn nicht, weil Silvester ist oder weil es besser wäre, sondern fasse deinen Vorsatz, weil du es dir wert bist, genau das für dich (und für niemand anderen) zu tun.

Bist du es dir wert, dich gesund zu ernähren? Ist es dir dein Körper wert, ihn mit Hatha Yoga gesund zu erhalten? Ist dir dein Glück es wert, regelmäßig zu meditieren? Was auch immer dein Vorsatz ist: Bist du es dir wert, ihn umzusetzen? In einer Meditation kannst du deine guten Vorsätze genau unter die Lupe nehmen:

  • Warum nehme ich mir etwas vor?
  • Kommt die Motivation dafür von außen oder aus mir selbst heraus?
  • Und bin ich es mir wert, diesen Vorsatz umzusetzen?

Wenn die Antwort “Nein” ist, kannst du tiefer schauen:

  • Warum bin ich es mir nicht wert?
  • Was bin ich mir dann wert?
  • Passt der Vorsatz zu mir?
  • Oder wäre es gut, meinen Selbstwert genauer zu betrachten?

So kommst du deinen wahren Bedürfnissen nach und nach auf die Spur.

Yogische Vorsätze für dich!

Grundsätzlich sind alle Vorsätze gut, die einen sattwigen Lebenstil unterstützen. Also alles, was Gesundheit, Heilung, Harmonie, einen klaren Geist und Frieden auf allen Ebenen unterstützt und gewaltlos ist. Wenn Dir nichts einfällt, kann Patanjali Dir ein paar Inspirationen geben:

1. Gewaltlosigkeit

Ich nehme mir vor, in meinen Gedanken, Worten und Taten gewaltlos zu sein. Positiv ausgedrückt bedeutet das, dass ich Maitri, liebende Güte, Mitgefühl, Liebe und Wohlwollen in meinen Gedanken, Worten und Taten ausdrücke. Das gilt für den Umgang mit mir selbst und mit Anderen.

Ich gehe in Gedanken, Worten und Taten sanft mit mir und Anderen um. Ich urteile nicht, klatsche und tratsche nicht, mache mich und niemand anderen runter, schaue nach positiven Dingen bei mir und Anderen und gebe mir und Anderen das Gefühl verstanden zu werden und in Sicherheit zu sein.

Yogische Vorsätze zur Entwicklung von Gewaltlosigkeit
Liebende Güte gegenüber allen Lebewesen

 

2. Wahrhaftigkeit

Ich bin ehrlich. Ich denke und spreche die Wahrheit und handle dementsprechend. Ich verschweige auch nichts, um Dinge anders erscheinen zu lassen, als sie sind.

Wahrhaftig zu sein erfordert manchmal Mut. Vielleicht habe ich Angst, dass jemand mich nicht mehr mag, wenn ich z.B. einen Fehler zugebe. Aber ich bin fest entschlossen, mich den Menschen so zu zeigen, wie ich bin. Ich stehe zu mir, sage was ich fühle, was ich möchte, was ich nicht möchte, was meine Bedürfnisse sind und gebe meine Fehler offen und direkt zu. Dabei halte mich dabei an den ersten Vorsatz: Mitgefühl in Gedanken, Worten und Taten.

Das bedeutet, dass ich mich sanft und liebevoll ausdrücke und mich und andere nicht für Fehler verurteile. Auf diese Weise brauche ich keine Scham empfinden, oder mich oder andere ablehnen. Liebevoll und sanft spreche ich die Wahrheit.

3. Niemanden ausnutzen

Es kann sehr erstaunlich (und erschreckend) sein, herauszufinden, wie oft wir andere Menschen für egoistische Zwecke ausnutzen. Meistens geschieht es unbewusst. Aber da es im Yoga darum geht bewusst zu werden, ist genau das eine grandiose Übung.

Hinter jeder Interaktion mit anderen Menschen, überprüfe ich meine Motivation. Wenn ich jemandem etwas erzähle, s