Einblicke in das Leben von Sukadev

Das Leben von Sukadev 2022

Von einem belesenen Kind mit einer starken Verbindung zu Natur, zu einem jungen Mann mit starker spiritueller Neugierde und dann schließlich einem Vollblut Yogi: Das Leben von Sukadev, dem Gründer von Yoga Vidya, steckt voller magischer göttlicher Verbindung, tiefer Sehnsucht und engagiertem Wirken.

Das frühe Leben: Elternhaus und Jugendzeit von Sukadev

Sukadev Volker Bretz (* 3. Februar 1963 in Bad Kreuznach) ist der Gründer und Leiter von Yoga Vidya, Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher und Vorsitzender des Berufsverbands der Yoga Vidya Lehrer/innen e.V. (BYV).

Volker Bretz wuchs als zweitältester von drei Söhnen in einer Unternehmerfamilie auf. Seine Eltern sind Karl-Fritz Bretz und Erika Bretz, seine beiden Brüder Hartmut und Norbert Bretz. Schon als Kind hatte er erste spirituelle Erfahrungen.

Damals wuchs er in Gensingen auf, wo bereits sein Großvater die Firma „Bretz & Co.“ begründet hatte, und besuchte dort auch drei Jahre lang die Grundschule, in der er die dritte Klasse übersprang. 1972-1980 folgte der Besuch des Stefan-George-Gymnasiums in Bingen.

In Kontakt mit der feinstofflichen Welt

Schon als Kind hatte Sukadev Antennen für Übersinnliches: “Gerade wenn ich in der Natur war, dann sah ich überall Lichtwesen. Engelsgestalten, Naturwesen waren da und ich konnte sogar mit ihnen sprechen.

Natürlich dachte ich lange Zeit, jeder hätte diese Wahrnehmungen. Doch immer, wenn ich davon zu sprechen begann, stellte ich fest, dass es offenbar nur mir so ging. Eine ungewöhnliche Erfahrung für ein Kind ist das, zumal wir uns doch alle danach sehnen, „normal“ zu sein, – wir alle wollen doch besondere Erfahrungen mit unseren Mitmenschen teilen.

Ich merkte schnell, dass ich mit so einem Thema auch bei den Erwachsenen nicht gut ankam. So lernte ich früh, dass es besser ist, manche Dinge für sich zu behalten. Damals, und gerade auch in unserer Familie war es einfach nicht üblich, Kinder in solchen Sachen zu ermutigen. Im Gegenteil, man bügelte das eher ab.“

Jeden Tag ein Buch

Neben dem Lesen, besonders geschichtlicher Bücher, galt ab 1976 sein besonderes Interesse dem Reiten. Mit jungen Jahren las er bereits Werke der klassischen deutschen Literatur (Lessing, Goethe und Schiller) sowie viele Bücher von Hermann Hesse und C.G. Jung, die ihn faszinierten und sein Interesse an Mystik und Spiritualität entfachten.

Als Jugendlicher wuchs sein Interesse an Techniken zur Entfaltung des geistigen Potentials und er befasste sich mit psychologischer philosophischer, theologischer, esoterischer und spiritueller, auch historischer Literatur.

Er entwickelte die Fähigkeit des „Speed-Readings“ und nahm sich vor, täglich ein Buch zu lesen. Das Lesen der Bücher von Thorwald Dethlefsens „Das Leben nach dem Leben“ sowie „Das Erlebnis der Wiedergeburt“ erweckten besonders sein Interesse an Esoterik.

Ich selbst war ja behütet und in wohlhabendem Hause aufgewachsen. Aber ich las viel und informierte mich. Das Leid in Afrika und in Äthiopien, der Hunger in der Dritten Welt machte mich betroffen und ich war entsetzt darüber, was sich in Deutschland zu Zeiten des Holocaust ereignet hatte.

Eins werden mit der Natur

Gleichzeitig fühlte ich mich hilflos, ich konnte doch gegen so viel Unheil nichts ausrichten. Es ergab sich, dass ich mit dem Reiten begann. Aber auch hier war mein Zugang zu diesem Sport ein komplett anderer als üblich. Für mich ging es darum, eins zu werden mit einem anderen Lebewesen. Ich versuchte, telepathisch mit dem Pferd zu kommunizieren und irgendwann ist mir das auch gelungen.

Wenn das Pferd auf der Weide war, stand ich daneben und nahm mit dem Tier Kontakt auf. Ich spürte irgendwann genau, wo es als nächstes hingehen wollte und was es vorhatte. Dann fing ich damit an, ihm kleine Befehle zu geben und das Pferd folgte. Oft bin ich auch ohne Sattel und Trense geritten. Dann habe ich aufgehört zu denken und das Pferd laufen lassen.

Das waren meditative Erfahrungen. Ich konnte die Welt mit den Augen des Pferdes sehen. Doch eben diese große Verbundenheit war es dann auch, die mir letztlich das Reiten wieder verleidete. Weil hier der Mensch der Chef ist, der die Befehle gibt. So erschien mir dadurch diese große Verbundenheit auf gleicher Ebene wieder gestört.

Ich fing an zu lesen. Vielleicht hat es auf andere geradezu besessen gewirkt, ich fand es aber klasse, mit einer speziellen Methode, dem speed reading, innerhalb kürzester Zeit Werke der klassischen deutschen Literatur, Lessing, Goethe, Schiller und Hermann Hesse zu verschlingen. Das Werk von C.G. Jung faszinierte mich und mein Interesse an Mystik und Spiritualität erwachte.“

Das spirituelle Leben von Sukadev – Erster Kontakt mit den Lehren

Sukadev zu seiner Zeit als Swami

1978 erlernte Volker Bretz anhand von Büchern erste Meditationstechniken. Durch die Werke von Swami Omkarananda, eines Schülers von Swami Sivananda, kam er in ersten Kontakt zu dessen Lehren. Fasziniert davon, begann er mit 17 regelmäßig Meditation und Yoga zu praktizieren. Beim Durcharbeiten von Übungen aus den Werken von Franz Bardon in der Zeit von 1979-1981 machte er mystische Erfahrungen und bekam Zugang zur Feinstoffwelt.

Nach dem Abschluss des Gymnasiums im Jahre 1980 (als Jahrgangsbester), studierte er nach einem mehrmonatigen Praktikum in der elterlichen Firma in München Betriebswirtschaft mit Nebenfach Psychologie und schloss 1983 im Alter von 20 Jahren sein Studium zum Diplom-Kaufmann ab. Das Thema der Diplomarbeit lautete: „Determinanten der Arbeitsmotivation. Eine Analyse vergleichbarer Ansätze aus westlicher und indischer Psychologie“.

Das Sivananda Yoga Zentrum in München

Während seines Studiums wurde er auf das Sivananda-Yoga-Zentrum in München aufmerksam, wo er im Herbst 1980 durch einen Vortrag erstmals von der Vedanta-Philosophie, dem Mantrasingen und der Spiritualität des Yoga tief berührt wurde.

Schon bald besuchte er regelmäßig zweimal wöchentlich den Satsang und nahm an einem Meditationskurs bei Swami Durgananda teil. Dieser Kurs wurde über mehrere Jahre fortgesetzt; Sukadev besuchte ihn bis 1984.

Seine erste Yogastunde hatte er im Januar 1981 bei der fast erblindeten, über 70-jährigen Swami Ramananda, einer Schülerin von Swami Vishnu-devananda. Im Mai 1981 begegnete er erstmals Swami Vishnu-devananda persönlich und erhielt eine Mantraweihe. Ab Oktober 1981 wohnte er in sehr einfachen Verhältnissen im Münchner Sivananda-Yoga-Zentrum und arbeitete dort als Sevaka.

Auch die Astrologenschule von Wolfgang Döbereiner besuchte er in seiner Münchener Zeit zwei- bis dreimal wöchentlich. Sukadev Volker Bretz beendete 1981 die Yogalehrer-Ausbildung in den Sivananda-Zentren und 1982 nahm er an der fortgeschrittenen Yogalehrerausbildung bei Swami Vishnu-devananda in Kanada teil.

Das Leben von Sukadev als Swami Sukadevananda

Anschließend erhielt er die Einweihung als Brahmacharya (Schüler). Ab diesem Zeitpunkt lernte und lehrte er zwölf Jahre als Schüler unter Swami Vishnu-devananda. Mitarbeiter in den Sivananda Yoga Vedanta Zentren Von Juli 1983 bis Dezember 1991 war er Vollzeitmitarbeiter in den Sivananda-Yoga-Zentren und war Leiter der Yogazentren in Wien, Genf, Paris, London, New York und Los Angeles.

1985 wurde Sukadev als „Swami Sukadevananda“ in die Mönchsgelübde (Sannyas) eingeweiht. Im Jahre 1988 war er als persönlicher Assistent von Swami Vishnu-devananda tätig und Leiter des Hauptsitzes der internationalen Sivananda-Yoga-Zentren in Val Morin, Kanada.

Swami Vishnu-devananda ernannte Suk