Meditation – Zitat des Tages

Wissen oder Weisheit wird von selbst heraufdämmern, wenn man Bhakti Yoga praktiziert.
– Swami Sivananda –

2 Kommentare zu “Meditation – Zitat des Tages

  1. Premajyoti

    OMMMMMMMMMMM
    😀

  2. Bhakti-yoga: Weg und Ziel in einem…

    Bhakti-yoga ist ein revolutionärer Vorgang…

    …er schließt alle Ergebnisse aller anderen Yoga-Vorgänge automatisch mit ein

    …er ist – im Unterschied zu den anderen, indirekten Vorgängen des Yoga – Weg und Ziel in einem

    …und er ist einfach auszuführen

    Mancher mag nun vielleich denken… “Das ist zu schön, um wahr zu sein.”

    Aber es ist eigentlich ganz einfach zu verstehen, warum Bhakti-yoga den vollkommenen Yoga-Vorgang darstellt. Im Gegensatz zu den anderen Yoga-Arten hält er sich nämlich von allem Anfang an die Wirklichkeit…

    * Gott ist eine Person…
    * Wir sind ebenfalls Personen, winzige Teilchen der ursprünglichen Person…
    * Personen haben Beziehungen zueinander…

    Bhakti-yoga wird als der direkte Vorgang bezeichnet, weil er alle diese Aspekte der Wirklichkeit von Beginn an in vollem Umfang berücksichtigt. Alle übrigen Yoga-Arten sind indirekt, weil sie den Yogi erst nach und nach dazu bringen, diese Wirklichkeit überhaupt erst einmal anzunehmen…

    Die Höchste Person ist sat-cit-ananda, ewig, voller Wissen und Glückseligkeit. Der einzige Grund Seiner Existenz besteht darin, diese Glückseligkeit in ständig zunehmenden Maße zu genießen.

    Die Höchste Person erweitert sich in unbegrenzt viele winzige Lebewesen, ohne dadurch Ihre ursprüngliche Identität zu verlieren. Es ist der einzige Wunsch Gottes, Sein Wissen und Seine Glückseligkeit ewig mit diesen abhängigen Lebewesen – mit uns – zu teilen. Die grenzenlose Liebe, die er für sie empfindet, wird von den Lebewesen reflektiert und zu ihrem Ursprung zurückgesandt. So entsteht eine wunderbare Symphonie von Lieben und Geliebtwerden, die das Wesen der spirituellen Wirklichkeit ausmacht…

    Da Gott völlige Unabhängigkeit besitzt, sind die Lebewesen als Seine Teilchen ebenfalls frei und unabhängig. Ihre Freiheit ist jedoch von untergeordneter Natur, da sie von der Bindung an den höchsten Freien abhängig ist.

    Manchmal kommt es jedoch vor, daß ein Lebewesen grundlos diese Beziehung aufgibt, um ebenso absolut, d.h. unabhängig frei zu werden, wie Gott es ist. Aber anstatt diese Freiheit zu erlangen, ist die Folge, daß es von der Illusion falscher Freiheit überwältigt wird…

    Was bedeutet das?

    Sobald das abhängige Lebewesen seine Freiheit unter dem Schutz Gottes aufgibt, muß es anderswo Zuflucht suchen. Es kann nicht gesondert existieren. Das ist das Wesen seiner ewigen Natur. Wo sucht es also nun Zuflucht?

    Es sucht wieder bei Gott Zuflucht, da es nichts außer Gott gibt, diesmal aber nicht direkt, sondern über die Agentur der materiellen Energie. Diese materielle Energie, maya genannt, erfüllt eine besondere Aufgabe.

    Sie bedeckt das wirkliche Wissen des rebellischen Lebewesen mit der Illusion, es wäre jetzt frei wie Gott geworden. Diese illusorische Vorstellung ist nur durch die Gnade der materiellen Energie der Höchsten Persönlichkeit Gottes möglich. Das Lebewesen ist also nach wie vor abhängig, aber nun leugnet es diese Abhängigkeit, indem es bei der von der materiellen Natur angebotenen Täuschung und Unwissenheit Zuflucht sucht.

    Auf diese Weise gerät es unter die strengen Gesetze der materiellen Energie, die als Karma das Lebewesen in die Auswirkungen seiner “unabhängigen” Handlungen verstricken. Gute materielle Handlungen führen zu relativ größerer Freiheit, schlechte Handlungen zu Beschränkung und Unwissenheit.

    Was hat das mit Bhakti-yoga zu tun…

    Dieser kurze Ausflug war notwendig, um zu verdeutlichen, warum Bhakti-yoga oder hingebungsvoller Dienst die Vollkommenheit des Yoga darstellt. Als wir uns nämlich von Gott abgewandt haben, haben wir unrecht gehandelt. Gottes Liebe für uns ist frei von aller Arroganz oder Berechnung; sie ist absolut bedingungslos. Es gibt keinen wie auch immer gearteten Grund, diese Liebe zurückzuweisen.

    Diese göttliche Liebe kennt nur eine angemessene Verhaltensweise:

    Geliebt zu werden und…

    …zu lieben!

    Bhakti-yoga ist die
    vollkommene Lösung für alle Probleme

    Wer das versteht und versucht, die Liebe Gottes – gemäß seinen Fähgikeiten – wieder zu erwidern, hat begonnen, Bhakti-yoga auszuführen.

    Gott ist das vollkommen soziale Wesen. Wenn wir uns von Ihm absondern, werden wir nicht nur zu Seinen Konkurrenten, sondern auch zu Konkurrenten aller anderen Lebewesen. Das ist die Wurzel aller materiellen Probleme…

    Bhakti-yoga ist in der Lage, unsere verlorene Liebesbeziehung zur Höchsten Persönlichkeit Gottes wieder herzustellen. Liebe kann nicht durch mechanische Yoga-Vorgänge erweckt werden. Die Yoga-Praktiken, wie Karma, Jnana und Raja, sind alle von Bhakti-yoga abhängig, wohingegen Bhakti-yoga aufgrund seines rein spirituellen Wesens von allen anderen Vorgängen völlig unabhängig ist. Es ist Anfang und Ende, Weg und Ziel in einem.

    Deshalb sagt Krishna am Schluß der Bhagavad-gita:

    bhaktya mam abhijanati
    yavan yas casmi tattvatah
    tato mam tattvato jnatva
    visate tad-anantaram

    “Nur durch hingebungsvollen Dienst kann man Mich so, wie Ich bin, als die Höchste Persönlichkeit Gottes, erkennen. Und wenn man sich durch solche Hingabe völlig über Mich bewußt ist, kann man in das Königreich Gottes eingehen.”

    Am Ende der Bhagavad-gita sagt Arjuna zu Krishna: “Mein lieber Krishna, meine Illusion ist jetzt vergangen…” In gleicher Weise ist die Bhagavad-gita in der Lage, uns von allen Fehlvorstellungen zu befreien und uns das ewig glückselige Wesen der Wirklichkeit zu offenbaren…

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