Der Königsweg zur Gelassenheit – 176 Tratak Visualisierung

Gelassenheit Entwickeln - Podcast für mehr Gelassenheit im Alltag

Tratak heißt Anschauen, Betrachten. Tratak ist das bewusste Anschauen von etwas, das den Geist erhebt. Indem du etwas anschaust, was dich geistig erhebt, füllst du deinen Geist mit Positivität. Grundsätzlich eignet sich vieles für Tratak: Du kannst Tratak üben auf eine Pflanze, auf eine Blume, einen Baum. Du kannst Tratak üben mit einem Bild, einem Symbol. Besonders machtvoll ist Tratak auf eine Kerze: Das füllt den Geist mit Licht und Positivität. Du kannst Tratak üben als deine tägliche Meditation oder zur Einleitung deiner Meditation. Oder du kannst Tratak üben am Tag, wann immer du deinen Geist zu einem Zustand von Positivität und Gelassenheit führen willst.

Du kannst das gleich ausprobieren: Sitze oder stehe entspannt bei geradem Rücken. Stelle eine Kerze etwa 2-5 Meter weit weg von dir. Die Kerzenflamme idealerweise etwas tiefer als deine momentane Augenhöhe. Alternativ: Schaue eine Blume, Zimmerpflanze, ein Bild – oder auch einen Fleck an der Wand an. Zunächst schließe die Augen und sammle dich: Atme ein paar Mal tief ein und aus. Fühle dich genährt von der Kraft der Erde, inspiriert von der Kraft des Himmels, geschützt von hinten. Dann öffne die Augen und schaue in die Flamme der Kerze. Schaue beständig, ohne mit den Augen zu zwinkern. Wenn dabei die Augen anfangen zu tränen, um so besser: Das reinigt die Augen, aktiviert die Tränenpoduktion und wirkt zu trockenen Augen entgegen. Halte die Augen so lange offen, wie es angenehm ist. Dann schließe die Augen und werde dir bewusst, was du bei geschlossenen und entspannten Augen im Stirnbereich wahrnehmen kannst. Vielleicht siehst du ein Nachbild der Flamme. Vielleicht siehst du verschiedene Farben. Vielleicht spürst du ein sanftes Pulsieren im Stirnbereich. Halte die Augen geschlossen, solange dein Geist entspannt und konzentriert bleibt. Beginnt dein Geist, neue Gedanken zu produzieren, dann öffne die Augen und schaue wieder in die Flamme – solange wie es angenehm bleibt. Dann schließe die Augen. Dieses Mal versuche die Kerze vor deinem geistigen Auge zu sehen. Halte die Augen solange geschlossen, wie du die Kerze sehen kannst. Wenn es dir schwer fällt, dann öffne und schließe die Augen in kürzeren Abständen. Wenn es dir nicht mehr gelingt, das Bild der Kerze vor deinem geistigen Auge aufrecht zu erhalten, dann öffne wieder die Augen. Mache das etwa 3-8 Mal so im Wechsel. Du kannst das auch mit einer Zimmerpflanze, einer Blume, einem Bild, oder auch einem Fleck an der Wand üben. Das geht auch am Bahnsteig – und auch im Büro, auch mit einem Baum der weiter weg ist. Tratak füllt den Geist mit Positivität, und hilft dir sofort zu Ruhe und Gelassenheit. Tratak entwickelt auch das Visualisierungsvermögen: Du lernst, entspannende Geistesinhalte zu erzeugen, wie Kerze, Blume, Baum etc. So kannst du, wann immer du willst, stressige Gedanken durch angenehme Bilder ersetzen.

176. Ausgabe des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast von und mit Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

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Heute eine praktische Übung, Tratak mit einer Kerze. Tratak heißt anschauen, betrachten. Tratak ist das bewusste Anschauen von etwas, das den Geist erhebt. Indem du etwas anschaust, das dich geistig erhebt, füllst du deinen Geist mit Positivität, du kannst zu einem Zustand von Gelassenheit kommen. Grundsätzlich eignet sich vieles für Tratak. Du kannst Tratak üben auf eine Pflanze, auf eine Blume, einen Baum. Du kannst Tratak üben mit einem Bild, einem Symbol. Besonders machtvoll ist Tratak auf eine Kerze. Das füllt den Geist mit Licht und Positivität und erweckt auch die Intuition, das dritte Auge. Du kannst Tratak üben als deine tägliche Meditation oder zur Einleitung deiner Meditation. Oder du kannst Tratak auch unregelmäßig üben am Tag, wann immer du deinen Geist zu einem Zustand von Positivität und Gelassenheit führen willst.

Du kannst das gleich ausprobieren. Sitze oder stehe entspannt bei geradem Rücken. Stelle eine Kerze etwa zwei bis fünf Meter weit weg von dir. Die Kerzenflamme ist idealerweise etwas tiefer als deine momentane Augenhöhe. Alternativ schaue eine Blume, eine Zimmerpflanze, ein Bild an oder auch einen Fleck an der Wand. Nachdem du dich jetzt entschieden hast, was du anschauen willst, dann achte nochmals darauf, dass du bequem sitzt oder auch stehst. Dann schließe die Augen und sammle dich. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Fühle dich genährt von der Kraft der Erde, inspiriert von der Kraft des Himmels, gestützt von hinten. Bauch geht hinaus beim Einatmen, Bauch geht hinein beim Ausatmen. Einatmen, Bauch hinaus, ausatmen, Bauch hinein. Genährt von der Kraft der Erde, inspiriert von der Kraft des Himmels, gestützt von hinten. Jetzt öffne die Augen und schaue in die Flamme der Kerze. Schaue beständig, ohne mit den Augen zu zwinkern. Schaue in die Kerze oder die Blume oder was auch immer du anschaust. Schaue beständig und entspannt. Wenn dabei die Augen nach einer Weile anfangen zu tränen, umso besser. Das reinigt die Augen, aktiviert die Tränenproduktion und wirkt so trockenen Augen entgegen. Halte also jetzt die Augen offen, schaue in die Flamme oder das, was du anschaust, ganz entspannt. Wenn möglich, halte weiter die Augen offen. Und wenn die Augen anfangen zu tränen, freue dich. Wenn es aber nicht mehr angenehm ist, dann zwinkere ein paar Mal mit den Augen und schaue dann weiter. Jetzt schließe die Augen und werde dir bewusst, was du bei geschlossenen und entspannten Augen im Stirnbereich wahrnehmen kannst. Du hast die Augen geschlossen, Augen sind ganz entspannt. Die Augen schauen weit ins Unendliche bei geschlossenen Augen und du richtest deine Achtsamkeit auf die Stirngegend. Vielleicht siehst du dort eine Nachbild der Flamme oder ein Nachbild dessen, was du angeschaut hast, vielleicht siehst du auch verschiedene Farben und Formen, vielleicht spürst du ein sanftes Pulsieren im Stirnbereich. Halte die Augen geschlossen, solange dein Geist entspannt und konzentriert bleibt. Beginnt dein Geist, neue Gedanken zu produzieren, dann kannst du die Augen öffnen und wieder in die Flamme schauen, solange wie es angenehm bleibt.

Jetzt halte noch ein paar Momente lang die Augen geschlossen, schaue das Nachbild an oder spüre dieses sanfte Pulsieren. Jetzt öffne wieder die Augen und schaue wieder in die Kerzenflamme oder das Bild, das du anschaust. Schaue ganz entspannt, aber diesmal mit der Vorstellung, dass du anschließend diese Flamme oder dieses Bild vor deinem geistigen Auge erzeugen willst. Auch jetzt, schaue soweit es möglich ist, ohne mit den Augen zu zwinkern. Und freue dich, wenn die Augen feucht werden. Nur wenn die Augen anfangen, sich nicht mehr angenehm anzufühlen, dann zwinkere ein paar Mal mit den Augen. Schaue in die Flamme oder das Bild. Jetzt schließe die Augen und versucht, die Kerze vor deinem geistigen Auge zu sehen. Halte die Augen geschlossen und stelle dir vor, du siehst die Kerze oder dieses Bild vor deinem geistigen Auge. Wenn es dir schwerfällt, dieses Bild innerlich hervorzurufen, dann öffne ganz kurz die Augen, schaue nochmal in die Kerze, und schließe wieder die Augen und schaue dir die Kerze oder das Bild an. Du kannst das ein paar Mal hintereinander machen oder halte die Augen gleichmäßig geschlossen und halte das Bild der Kerze, oder was auch immer du als Bild hast, aufrecht. Jetzt öffne nochmals die Augen, schaue nochmals auf die Kerze oder das Bild oder die Pflanze. Schaue entspannt dorthin und spüre die Kerze oder das Bild oder die Blume auch mit deinem Herzen. Du schaust die Kerze oder das Bild an, aber du spürst es auch vom Herzen her. Und spüre mit deinem ganzen Wesen. Sehe vor allem, aber spüre auch. Dann schließe deine Augen, erzeuge wieder das Bild dieser Kerze oder dieser Blume oder was auch immer es war. Erzeuge dieses geistige Bild und sei dir auch bewusst, dass du dabei vom Herzen her Ruhe, Frieden und Freude spürst. Wenn es schwerfällt, dir dieses Bild weiter geistig vorzustellen, dann öffne immer wieder kurz die Augen, schaue es kurz an, dann schließe wieder die Augen und spüre und sehe dieses Bild. Und genieße diesen Zustand von Ruhe und Freude während der nächsten Atemzüge lang. Jetzt vertiefe wieder deinen Atem, bleibe noch einen Moment lang ruhig sitzen und sage innerlich: „Ich bin voller Kraft und Energie. Mir geht es gut. Ich freue mich auf den weiteren Tag.“ Du kannst so mit einer Zimmerpflanze, einer Blume, einem Bild oder auch mit einem Fleck an der Wand üben. Das geht auch am Bahnsteig, im Büro, auch mit einem Baum, der weiter weg ist. Und du kannst Tratak als deine tägliche Meditation üben. Tratak füllt den Geist mit Positivität und hilft dir sofort zu Ruhe und Gelassenheit. Tratak entwickelt auch das Visualisierungsvermögen. Du lernst, entspannende Geistesinhalte zu erzeugen, wie Kerze, Blume, Baum usw. So kannst du, wann immer du willst, stressige Gedanken durch angenehme Bilder ersetzen. Und weil Tratak die Visualisierungsfähigkeit verbessert, kannst du auch, nachdem du eine Weile Tratak geübt hast, besser mit verschiedenen Visualisierungstechniken arbeiten. Darüber hinaus, wenn du Tratak mit einer Kerze übst, also mit dieser Flamme, dann entwickelt das auch die innere Intuition. Und innere Intuition hilft dir, vieles besser zu erfassen, intuitiv bessere Entscheidungen zu fällen und mit anderen Menschen besser auszukommen.

1 Kommentar zu “Der Königsweg zur Gelassenheit – 176 Tratak Visualisierung

  1. Tobias Günther

    Ein wirklich sehr inspirierender Artikel. Negative Gedanken nicht einfach runterschlucken, sondern sie mit positiven Bilder zu ersetzen, ist ein sehr hilfreicher Weg, damit man auf eine andere Spur kommt. Wie es immer so schön heißt: „Energie folgt Aufmerksamkeit.“

    Danke schön.

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