Die Rauhnächte – wie Du die dunkelste Zeit des Jahres für Dich nutzen kannst

Rauhnächte sind heilige Nächte. Es sind Nächte des Übergangs, und es heißt, dass in diesen Zeiten die Tore zu anderen Welten besonders weit geöffnet sind. Man kann die Rauhnächte (oder auch ‚Raunächte‘ geschrieben) als Zeit zwischen den Zeiten bezeichnen, so wie die Morgen- und Abenddämmerung, die weder dem Tag noch der Nacht eindeutig zugeordnet werden können.

Die 12 Rauhnächte zwischen dem 25. Dezember und dem 5. Januar sind die Differenz zwischen Mond- und Sonnenjahr. Ein Mondjahr besteht aus etwas mehr als 354 Tagen. Das Sonnenjahr hat 365 Tage. Es gibt also eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten. So kommt auch der Begriff „zwischen den Jahren“ zu Stande.

Es gibt zwei Varianten, die Rauhnächte zu beginnen. Eine Möglichkeit ist, mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember zu beginnen. Dann ist die letzte Rauhnacht am 1. Januar vorbei. Ein weiterer verbreiteter Brauch ist es, die Rauhnächte am 25. Dezember zu beginnen und mit ihnen bis zum 5. Januar ins neue Jahr zu gehen.

Eine Rauhnacht geht von 0 Uhr bis 24 Uhr. Die Rauhnacht vom 25. Dezember beginnt also um Mitternacht vom 24. auf den 25. und endet um Mitternacht vom 25. auf den 26.

Für beide Varianten gibt es gute Gründe. Am 21. Dezember ist der kürzeste Tag und die längste Nacht. Die Sonne erreicht ihren niedrigsten Stand und stagniert hier für insgesamt drei Tage. Erst am 24. Dezember bewegt sich die Sonne wieder und schenkt uns ab dem 24. Dezember wieder länger ihr Licht.

Ein anderes Phänomen ist, dass der Sonnenuntergang seinen frühesten Zeitpunkt bereits ab dem 8. Dezember erreicht. Dass uns die Nachmittage dann schon früher länger hell vorkommen, ist also keine Einbildung.

Die spätesten Sonnenaufgänge sind in der Zeit um unser Silvester herum. Ab dem 4. Januar geht die Sonne wieder früher auf. Also sind auch die dunkeln Morgenstunden nach Weihnachten nicht eingebildet.

Heilung, Innenschau, Einstimmung

Wann auch immer Du mit den Rauhnächten beginnst, es ist eine Zeit der heilsamen Dunkelheit, des sich nach Innen Wendens. Es ist die Zeit, in der wir das alte Jahr Revue passieren lassen, Altes abschließen und hinter uns lassen und uns auf das neue Jahr einstimmen können.

Dabei steht jede Rauhnacht für einen Monat des kommenden Jahres. Die erste Rauhnacht steht für den Januar, die zweite für Februar usw. Es heißt, dass jedes Zeichen, dass Dir an diesem Tag geschenkt wird, eine Vorhersage für den entsprechenden Monat des nächsten Jahres sein kann.

Solche Zeichen können Begegnungen mit Menschen oder Tieren sein, besondere Situationen, Geistesblitze, Visionen, Eingebungen während der Meditation. Aber auch so offensichtliche Dinge wie Wetter, Mondphase oder Tagesstimmung.

Ein gängiger Brauch ist es, ein Tagesorakel zu befragen, z.B. in Form von Tarotkarten. So bekommst  Du jeden Tag eine Vorhersagung für den entsprechenden Monat. Es macht Sinn, Dir alles, was Dir an diesem Tag bemerkenswert vorkommt, aufzuschreiben, damit Du am Ende des folgenden Jahres nachschauen kannst, ob die Prophezeiungen wahr geworden sind. Es kann erstaunlich sein, wie sich die Dinge auf völlig unerwartete Weise bewahrheiten.

Vor Beginn der Rauhnächte ist es gut, dich von allem Alten zu befreien. Das bedeutet: aufräumen, ausmisten, putzen, räuchern, unerledigte Sachen abschließen, Geliehenes zurückgeben, Schulden begleichen etc.

Du kannst das alte Jahr gedanklich noch einmal durchgehen und schauen, was Du im alten Jahr lassen und was Du mit ins Neue nehmen möchtest. Für was bist Du dankbar? Was hast Du geschafft? Welche Projekte nimmst Du mit? Was waren besondere Ereignisse und Lektionen?

Dann kannst Du Dir einen Plan für das neue Jahr machen, damit Du eine Übersicht hast, was vorläufig in den kommenden 12 Monaten ansteht. Welche Qualitäten wirst Du brauchen? Was wird Dir helfen? Was möchtest Du umsetzen? Schaue in alle Bereiche: Job, Familie, Beziehungen, Spiritualität…

Welche Gegenstände werden im Neuen Jahr für Dich wichtig sein? Mache sie sauber, bringe sie in einen guten Zustand und gib ihnen einen besonderen Platz.

Wenn Du dazu einen Zugang hast, kannst Du in einem Ritual jeden einzelnen Monat segnen und für jeden Monat Lichtsamen säen. Wenn in einem Monat z.B. eine wichtige Prüfung ansteht, kannst Du das Universum um Unterstützung bitten und die Samen für Ruhe und Konzentrationsfähigkeit säen.

Neues Jahr, neues Glück

Besonders bemerkenswert ist, dass wir an Neujahr 2018 Vollmond haben und mit einem Höchstmaß an Energie ins neue Jahr gehen. Vollmond steht für Verwirklichung, Vergebung und für den Wechsel von einer materiellen in eine geistige Sichtweise.

Unser Planet steht an einem Wendepunkt. Die Herrschaft der Egos und des Geldes zerstört nicht nur unsere Erde, sondern auch unsere Herzen. Aber immer mehr Menschen wachen auf. Die Zahl derer, die nach einem Sinn und nach Frieden suchen, wird immer größer.

Das Jahr 2018 könnte ein bedeutendes Jahr für die Menschheit werden. Es steht im Planeten der Venus. Die Venus steht für Sieg. Weitere Kräfte, die damit verbunden sind, sind besonders hohe Schöpferkraft, Liebe und Gnade.

2018 könnte ein Jahr der Transformation sein, in dem wir uns von alten Gedankenmustern befreien können und wieder mehr in Einklang mit der Schöpfung kommen. Fortschritt bedeutet nicht länger Entfernung von der Natur, sondern Hinwendung zu ihr und der Bewusstheit, wer wir wirklich sind.

Wir werden Mut, Zuversicht und Durchhaltevermögen brauchen, Willenskraft und sicher auch ein gewisses Maß an Disziplin. Es wird wichtig sein, soziale Konflikte friedvoll aber mit Bestimmtheit zu lösen und Gerechtigkeit durchzusetzen.

Aber die göttlichen Kräfte stehen uns in jedem Moment bei. Wir dürfen selbstbewusst sein und vertrauen. Denn wir sind die Schöpfer. Und wenn wir unsere Herzen heilen und uns an unser wahres Selbst erinnern, können wir gar nicht anders, als aus Liebe handeln.

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit, inspirierende Rauhnächte und ein ganz wunderbares Jahr 2018!

Alles Liebe

Om Shanti

Silvester 2017 bei Yoga Vidya

In allen Yoga Vidya Ashrams wird Silvester mit Pujas, Homas, Meditation und tollen Seminaren gefeiert – eine tolle Gelegenheit das Vergangene los zu lassen und das neue Jahr willkommen zu heißen.

In Bad Meinberg haben wir am 31.12.17 noch ein ganz besonderes Schmankerl für Euch: Um 9.15 Uhr werden wir die Geister mit Yoga on Beats vertreiben und uns für die Silvesternacht frei tanzen. Abends gibt es dann, wie jedes Jahr, es ein wunderschönes Konzert mit Janin Devi. Komm vorbei!

Außerdem:

Friedens-Konzert mit Hagit Noam & Band:

  • Donnerstag, 29.12.2017 von 12.30 – 13.30 Uhr

Mantra-Konzerte mit Kai Treude

  • Dienstag, 2. Weihnachtstag 26.12.2017 von 21.15 – 22.15 Uhr
  • Montag, Neujahr – 01.01.2018 von 18.45 – 19.45 Uhr

Konzerte mit The Love Keys

  • Sonntag, – Silvester – 31.12.2017 von 22.30 – 24.00 Uhr

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Gauri Daniela Reich Yogalehrerin (BYV), Ayurveda Gesundheitsberaterin (BYVG), Vegane-Ernährungsberaterin, Yoga Personal Trainerin, Inner Flow Vinyasa Teacher, Lehrerin für Prävention und Gesundheitsförderung, Ausbildung in Thai Yoga Massage, Diplom Betriebswirtin.

Gauri praktiziert Yoga seit 2011. Nach ihrer zweijährigen Ausbildung im Yoga Vidya Center Darmstadt lebte sie knapp zwei Jahre im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg, wo sie ihre Yogapraxis und Unterrichtserfahrung vertiefte. Ihr Yogaunterricht reicht von therapeutischen Yoga Stunden über schweißtreibende Vinyasa Sequenzen, exakte Ausrichtungs-Prinzipien aus dem Iyengar Yoga Stil bis hin zu klassischen Sivananda oder Yoga Vidya Stunden aller Level, die auch zu Mantrayogastunden werden können.

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Quellen:

  • Das Rätsel der Rauhnächte, Reinhardt Stiehle
  • Mein Rauhnachtbegleiter, Jeanne Ruland
  • www.liebesrevolution.com/die-12-rauhnaechte-ein-ausfuehrlicher-wegweiser-durch-diese-wundervolle-zeit/
  • www.jahreskreis.info/files/rauhnaechte.html
  • de.wikipedia.org/wiki/Rauhnacht
  • www.lichtwesen.com/lexikon/elohim
  • engelundwir.de/erzengel/erzengel-haniel.html
  • www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=983
  • www.lichtkreis.at/lichtwesen/erzengel

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