Ashramband Akashari: Interview mit Harry Friedrich

Viele Gäste von Yoga Vidya Bad Meinberg kennen die Band Akashari. Jeden Freitag um 18.45 Uhr geben die Musiker dieser Band rund um Harry Friedrich im Shiva Raum ein Mantra Konzert zum Mitsingen. Wir bitten zum Interview.

Seit kurzem gibt es auch eine CD der Ashramband: „Om Namah Shivayah“ mit 8 selbst vertonten Mantras.

Der Gründer der Band, Harry Friedrich, lebt in Bad Meinberg und macht schon seit vielen Jahren Musik: Im Interview spricht Harry über seine neue CD, über die Kraft der Mantras und seinen Weg zur spirituellen Musik.

Neben den Konzerten am Freitag ist er auch oft am Samstag Abend beim Satsang mit selbst vertonten Kirtans zu hören. Mitwirkende bei Akashari sind auch Heidi, die kraftvoll ihre Stimme einsetzt und rhytmisch mit dem Tambourine rasselt und Katja, die gefühlvoll mit einem indischen Harmonium begleitet.

Lieber Harry, was ist auf der CD „Om Namah Shivayah“ von Akashari zu hören?

Auf der CDs sind 8 Mantras, angefangen mit „Om Namah Shivayah“, das bedeutet, „ich grüße das Göttliche in Dir“, Rama Bolo, das „Om Tryambakam“, ein Heil- und Segensmantra und das letzte ist das „Lokah Samastah, Sukhino Bavantu“, das ich für mich als Heilmantra für alle Wesen, eingeschlossen unsere Mutter Erde, sehe.

Sehr am Herzen liegt mir die Heilung von Mutter Erde und der Weltfrieden. Da gehört die Erde auch dazu, ich sehe sie als lebendigen Organismus, als Teil der großen Familie.

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Wie hast du zur spirituellen Musik gefunden, seit wann singst du Mantras?

Musik mache ich schon seit vielen Jahren: Gitarre, Mundharmonika, Gesang. Früher habe ich viele englische Texte gemacht, und auch deutsche, ich habe zum Beispiel mal ein Märchen geschrieben mit einer Freundin zusammen, mit Musik Text, das haben wir in Kirchen, Kulturzentren und Altenheimen angeboten.

Irgendwann kam ich in Kontakt mit Mantras und habe begonnen, die ersten Mantras zu vertonen. Mit Birgit, meiner Gesangspartnerin aus Paderborn habe ich begonnen, die ersten Kirtans gemeinsam zu singen, oft auch im Satsang am Samstag Abend bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Einige Sevaka von Yoga Vidya haben sich angeschlossen, z.B. Katja und Heidi.

Ich habe vorher schon spirituelle und poetische Lieder gesungen. Es war schon damals mit 16 mein Anliegen, ich wollte den Leuten immer etwas mitteilen, die Gitarre war dazu für mich ein Medium, die Stimme zu begleiten, um den Menschen eine Botschaft zu übermitteln.

Seit wann hast du den Weg zur Spiritualität gefunden? Drückt sich das in deinen Liedern aus?

Ich habe damals schon immer nach Texten gesucht, habe dazu viele Bücher gelesen wie Kalil Gbran, Hermann Hesse etc. Ich wollte immer die Essenz finden, die Wahrheit, konnte auch nie verstehen, wie es z.B. Religionskriege geben kann, da mir immer klar war, dass Gott Liebe ist. Ich war dann immer auf der Suche nach der Gemeinsamkeit, der Essenz aller Religionen oder der universellen Wahrheit und das wollte ich mit meinen Liedern auch immer transportieren.

Mit 29 reiste ich das erste Mal nach Indien, ich war auf der Suche und wollte das Leben dort einfach spüren. Ich habe dort einen Meister gefunden und habe mit ihm 3 Monate lang jeden Tag mehrere Stunden meditiert. Von ihm habe ich auch ein Mantra bekommen, mit dem ich bis heute meditiere und das ich bis heute niemandem weiter erzählt habe. Das war für mich die erste Begegnung mit einem Mantra. Immer noch ist das für mich eine ganz heilige Angelegenheit, ein Schutzmantra das mich in brenzligen Situationen immer beruhigt und geschützt hat, z.B. in einer Situation, in der ich einmal mit dem Flugzeug fast abgestürzt wäre. Den Schutz dieses Mantras habe ich in solchen Situationen immer absolut gespürt.

2003 bin ich mit Yoga Vidya in Kontakt gekommen, habe dort andere Mantras kennen gelernt als die, die ich bisher kannte. Das war ein neues System als das was ich in Indien kennen gelernt habe. Später habe ich dann angefangen, diese bekannten Mantras zu vertonen. Bei Yoga Vidya habe ich mich seit dieser Zeit oft eingebracht, habe auch 2 Monate dort gelebt und bin dann in den Ort Bad Meinberg gezogen und lebe dort in Kontakt aber auch in für mich gesunder Distanz von Yoga Vidya.

Was hat Yoga für eine Bedeutung für dein Leben?

Für mich war die Essenz immer das Bhakti Yoga, die Musik und der Gesang. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, und im Bezug auf Yoga auch. Ich habe aber auch die Yogalehrer Ausbildung gemacht, habe schon viel Yoga unterrichtet, die ganzen Jahre seit ich hier bin, z.B. hatte ich auch einige Abendkurse.

Welche Vision hast du für die Zukunft der Welt? Wie kann man im Frieden und in Harmonie leben?

Für mich heißt es: inner peace is outer peace. Meditation ist ein super Weg dafür. Und auch der grandiose Satz von Swami Sivananda: Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize. Das ist ein wunderbarer Weg. Damit kann man seinen inneren Frieden erreichen und auch Frieden nach außen ausstrahlen. Das ist der Weg um in dieser Welt inneren Frieden zu finden und der Welt auch Frieden zu schenken. Also erstmal bei sich selber anfangen.

Welche Mantras sind auf der CD?

Die CD heißt „Om Namah Shivayah“, das heißt, ich grüße das Gute in dir. Ich sehe es so, dass jeder von uns einen guten und einen bissigen Wolf in uns hat. Wir sollten bemüht sein, den guten Wolf in uns zu füttern. Manchmal, wenn wir z.B. in disharmonischer Stimmung sind, nimmt der bissige Wolf überhand, das kann anstrengend werden.

Mein Weg war dann immer die Musik, in ganz schweren Zeiten, wenn der bissige Wolf zu stark war, konnte ich aber phasenweise die Gitarre nicht in die Hand nehmen. Was mir dann immer geholfen hat, war, in die Natur zu gehen. Das gibt mir immer sehr viel Kraft: mich in der Natur zu bewegen, Spaziergänge, Kontakt mit der Natur aufnehmen. Das war immer mein Rezept: Natur und Musik. Dadurch kann ich meinen inneren Frieden finden und habe dann wieder das Potential, den Frieden nach außen zu bringen.

Auf der CD sind 8 Mantras: Om Namah Shivaya, Rama Bolo, Sunaja Krishna, Tumhare Bhajana, Om Namo Narayanaya, Om Tryamabakam, Gayatri Mantra, Lokah Samastah Sukhino Bhavantu.

Tryambakam, ein Heilungsmantra, das beziehe ich für mich auf Mutter Erde, ein Heilungsmantra für die Erde, die ja im Moment Fieber hat und Heilung dringend nötig hat.

Meine Lieblingsmantras sind das erste und das letzte, Om Namah Shivayah und Loka Samasta Sukhino Bavanthu.

Werden in der Zukunft neue CDs von dir entstehen?

Ja, es sind in letzter Zeit wieder neue Stücke entstanden. Das ergibt sich manchmal ganz von alleine, ich plane das nicht immer. Ich habe manchmal das Gefühl, etwas ausdrücken zu wollen, und dann passiert es.

Lieber Harry, vielen Dank für das Gespräch!

 

Akashari3Konzerte mit Harry und seiner Band Akashari: jeden Freitag 18.45 – 19.45 Uhr im Shiva Raum bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

 

 

 

 

 

 

Yoga und Gesang – Bhaktiworkshop mit Harry

Seminarhaus Shanti vom 02. -04. Jan. 2015

An diesem Wochenende entdeckst du die entspannende Wirkung von Klängen in den Yogastunden. Du erlebst eine eher sanfte Mantrayogastunde mit speziell ausgewählten Mantras zu den Körperübungen und eine Yogastunde mit indischen Ragas.

Entdecke die Klangfarben deiner Stimme!

In diesem Workshop werden wir gemeinsam singen, tönen und chanten. Selbst mitgebrachte Instrumente sind willkommen!

Stimmbildung und Stimmtraining erfolgt durch achtsames Üben und Singen von Ragas auf der Basis der Töne der indischen Tonskala.
Wir werden mit dem indischen Notensystem experimentieren und beginnen einen Raga zu erarbeiten.

Am Samstagabend werden wir unser „Gelerntes“ im Satsang vor einem großen Publikum präsentieren!

Alle, die gerne singen oder es einmal ausprobieren möchten sind herzlich willkommen, unabhängig von Notenkenntnissen.

Harry

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