Die yogische Chakrenlehre – Weg zur ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit Teil 2

Die persönliche Entwicklung ist also abgeschlossen, nachdem wir alle Chakras genährt haben. Sich nur auf höhere Chakras zu konzentrieren wird langfristig wenig bringen, da auch immer die Basis stimmen muss.

 

Der optimale persönliche Reifeprozess sieht also so aus: Sieh zu, dass Deine Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Selbsterhaltung, Fortpflanzung) erfüllt werden und es Deinen Körper gut geht. Erkenne Deine individuellen Bedürfnisse und Wünsche und komme mit ihnen ins Reine und setze diese in die Tat um (Beruf, Partnerschaft, Freunde, Hobbies, Ziele im Leben). Wenn Du Dich dann mehr und mehr selbst liebst und selbst akzeptierst, kannst Du Liebe selbst-los-geben.

Dann kannst Du immer bewusster kommunizieren und Dich für Deine innere Welt mehr öffnen. Der Weg nach Innen zum kosmischen Bewusstsein wird umso offener und leichter, je tiefer Du Dich um deinen Außenkosmos gekümmert hast. Der Yogameister Swami Sivananda (1887 – 1963) sagt: „Kopf und Herz müssen sich treffen, bevor die absolute Wahrheit verwirklicht werden kann“.

Im Hinduismus existiert das Konzept der vier Lebensstufen (Ashramas), welche die Entwicklung bestimmter Chakras einem bestimmten Lebenszyklus zuordnen. Danach solle man bis Mitte 20 vorallem viel lernen, sich ab dem 50. Lebensjahr langsam aus dem Familienleben und Pflichten zurückziehen und sich dann ab Anfang 70 schließlich bereitmachen, für eine vollständige Weltentsagung, um das Höchste zu verwirklichen.

Die Wissenschaft der Chakras eng mit Kundalini Yoga zusammen. Kundalini heißt wörtlich „die Aufgerollte“ und wird oft als aufgerollte schlafende Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule dargestellt. Im Kundalini Yoga geht es um Energieerweckung und -lenkung. Das Ziel ist diese „Schlange“, dieses Energiepotential schrittweise Chakra für Chakra nach oben zu bringen, damit sich diese Energie, die auch Shakti genannt wird, im obersten Chakra mit Shiva, dem Bewusstsein, (wieder) verbinden kann. Das Ziel ist ein gedankenfreier Bewusstseinszustand, in dem reines Sein, Wissen und Freude (Sat-Chid-Ananda) herrscht und ein Gefühl der Einheit mit allem erfahren wird. Ein Yogi erhellt sein Sein und erhält mehr und mehr den Durchblick, weil er Unwissenheit (Avidya) überwindet. Er reinigt seine Wahrnehmung und lässt so das unsterbliche, kosmische Selbst mehr und mehr hervor scheinen. Die Öffnung der Chakras ist also im Prinzip integriert in das große yogische Ziel der Selbstverwirklichung.

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