Erfahrungsbericht Spirituelle Lebensberatung Ausbildung

In der Spirituellen Lebensberater*in Ausbildung lernt man, wie man Menschen aus einem spirituellen Standpunkt heraus betrachtet. Yogalehrerin Manisha hat an der 7-tägigen Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg teilgenommen und berichtet hier, wie man damit Rat-Suchende bei der Entscheidungshilfe unterstützen kann.

Spirituelle Lebensberatung bedeutet den Fragen des Lebens eine spirituelle Perspektive – aus den Konzepten des Yoga – zu geben.

Dabei gehen wir davon aus, dass jedes Thema spirituelle Aspekte beinhaltet. Als Spiritueller Lebensberater*in hilft man den Rat-Suchenden bei der Entscheidungsfindung.

Was ist das Richtige? Was soll ich tun?

Wir können jede Frage dazu nutzen, dieser eine spirituelle Dimension zu geben. Das kann in Form von Beratungen geschehen, aber auch in Alltagsgesprächen oder in Yogakursen.

7 Worte spiritueller Philosophie

Im Vergleich zu Psychologischen Beratungen, ist die Spirituelle Lebensberatung eine Beratung, die von bestimmten Werten und einer bestimmten Weltanschauung ausgeht.

So spielen die 7 Worte der Spiritualität bei jeder Spirituellen Lebensberatung eine zentrale Rolle:

  1. Brahman (es gibt eine höhere Wirklichkeit)
  2. Maya (Illusion)
  3. Dukha (Leiden)
  4. Kaivalya (Gottverwirklichung)
  5. Abhyasa (eigene Praxis)
  6. Karma (Schicksal und Dharma)
  7. Kripa (Gnade)

Zu Abhyasa, der eigenen Praxis, zählt auch das „Modell der 4 S“: Sadhana, Seva, Satsang und Sattva. Und so ist es eines der Hauptanliegen einer spirituellen Beratung, Menschen zu inspirieren mehr zu praktizieren und die Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen.

Bhagavad Gita als archetypisches Beratungsgespräch

Im Rahmen der Spirituellen Lebensberater Ausbildung bekommt man drei verschiedene Beratungsformen vorgestellt und lernt die Bhagavad Gita als archetypisches Beratungsgespräch kennen.

Denn in dieser traditionellen Yoga Schrift geht es um die zentralen Fragen: Was sind meine Pflichten und wie kann ich diese mit meiner Ethik vereinbaren?

Als Grundlage der verschiedenen Beratungsformen lernt man in der Ausbildung verschiedene Modelle kennen. Im Fokus stehen dabei vor allem:

  • Das Kreis Modell der Spirituellen Praxis
  • Das 5 Kosha Modell in der Yoga Therapie
  • Das Modell der großen Spirituellen Lebensberater Ausbildung

Die Anwendung der Modelle übt man in verschiedenen Beratungssituationen (20 Minuten und 45 Minuten) an fünf Nachmittagen in intensiver Gruppenarbeit. So dass man am Ende der Ausbildung sicher im Umgang mit den Modellen, als auch im Aufbau und Ablauf verschiedener Beratungsgespräche ist.

Zudem wurden in den zwei Mal täglich stattfindenden Vorträgen von den erfahrenen Ausbildungsleitern Sukadev Bretz und Nirmala Erös die wichtigsten Beratungsthemen, wie: Tod, Trennung, Trauma, Reinigungserfahrungen, psychische Störungen, Burnout, Hochsensibilität sowie der Umgang mit Emotionen und spirituellen Erfahrungen ausführlich mit vielen praktischen Tipps erläutert.

Fazit:

In der Ausbildung lernt man die Spirituelle Lebensberatung, als ein Werkzeug zu nutzen, um die Probleme der Rat-Suchenden beleuchten zu können. Ziel ist es nicht eine Lösung zu finden, sondern die größeren Zusammenhänge in einem spirituellen Kontext zu sehen und den Rat-Suchenden dabei zu unterstützen seine verschiedenen Möglichkeiten zu erkennen. Die verschiedenen Beratungsmodelle, die man in der Woche intensiv erprobt, eignen sich für vielfältige Arten von Beratungsformen und sind für jede*n Yogaleher*in eine Bereicherung.


Mehr über die Spirituelle Lebensberatung Ausbildung

 

 

 

 

0 Kommentare zu “Erfahrungsbericht Spirituelle Lebensberatung Ausbildung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.