Fasten – eine besondere Zeit

Eine Renaissance dem Fasten. Viele Motive führen Menschen zum Fasten als Instrument zur Reinigung. Einige verlieren ihre überschüssigen Pfunde als Nebeneffekt, der begrüßt wird. Der Verzicht auf Nahrung zählt zu Tapas, der Askese – als Niyama– dem Verhalten sich selbst gegenüber.

Das Fasten fördert die Ausleitung von Giftstoffen und nimmt den Gedanken die Kraft. Der Geist wird ruhiger, klarer und zunehmend besonnener. Der Alltag, geprägt von Erziehungs- und Verhaltensmodelle beschäftigt in der Regel den Verstand.

Der „Arbeitsprozessor“ liefert Anweisungen, Planungen und Analysen und wir verlieren unser Leben im weltlichen Alltag. Der Verzicht auf Früchte der Erde, die mit unserer schöpferischen Arbeit veredelt werden, ermöglicht den Zugang zur Seele. Ergänzt mit Spaziergänge, Massagen, Leberwickel wie es Hildegard von Bingen beschreibt, nähern wir uns unserer Natur, der Seele. Das Meditieren fällt leichter und führt uns zur Stille. Erhöre das Flüstern der Seele in Gottes Hand.

Während der Fastenperiode, die in der Regel von einem Tag bis 3 Wochen reicht, nehmen wir nur Wasser und Gemüsebrühe/suppe auf. Eine Entlastung für den ganzen Körper und auch für den Geist. Das Fasten ist eine kleine Wissenschaft. Religionen beschränken den Genuss mit Fasten auf ausgewählte Tage und ritualisieren diese Form der Askese.

Im Christentum hat die Fastenzeit gerade begonnen. Sivananda empfielt den wöchentlichen Fastentag neben den heiligen Festtagstagen. Ekadasi, der Geburtstag der Bhagavad Gita wird an zwei Tagen im Monat als Fastzeit zelebriert.

Ein Anfang von Verzicht – eine Erholung für den Körper, Geist und Seele, auch wenn die Umstellung Schmerzen bereitet. Tugenden werden entwickelt wie Geduld, Bescheidenheit und Loslassen – eine gottgewollte Zeit.

Beate Wolfsteller

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