Einstimmen auf den Mahasamadhi Tag von Swami Sivananda

Jährlich am 14. Juli wird bei Yoga Vidya Swami Sivanandas Mahasamadhi mit einer großen Puja gefeiert. Morgen ist der 51. Mahasamadhi Tag von Swami Sivananda. Die Puja hilft dabei, sich wieder neu der geistigen Kraft Swami Sivanandas zu öffnen. Auch das Mantra Om Namo Bhagavate Sivanandaya wird immer wieder rezitiert, was die Verbindung zum Meister stärkt.

Bei Yoga Vidya Bad Meinberg wird Om Namo Bhagavate Sivanandaya 12 Stunden lang (von 8 bis 20 Uhr) gesungen. Danach folgt die Guru Puja. Neben der Puja finden in den Yoga Vidya Stadtzentren und Ashrams auch längere Mantra-Singen und besondere Meditationen statt. Der Tag von Swami Sivanandas Mahasamadhi ist Anlass zur Einkehr und eine wunderbare Gelegenheit, sein Innerstes der liebevollen, segnenden und führenden Energie des Meisters zu öffnen.

Swami Shivanandas Mahasamadhi

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Swami Sivanandas letzte Tage

Swami Sivananda wusste wohl bereits Anfang des Jahres 1963, dass er seinen Körper am 14. Juli verlassen würde, denn er markierte dieses Datum mit einem Kreuz in seinem Kalender. Ein Astrologe hatte im Ashram von einer ganz besonderen, glückverheißenden Planetenkonstellation an diesem Tag berichtet, die kurz vor Mitternacht eintreten sollte. Diesen Zeitpunkt wählte Swami Sivananda für das Verlassen seines Körpers und das Eingehen in Mahasamadhi.

Bereits Ende Juni, im Rahmen einer längeren Reihe von Tonbandaufnahmen, diktierte Swami Sivananda ruhig: „Glück kommt, wenn das Individuum in Gott aufgeht.“ Weiter diktierte er nichts. Dieser klare, inspirierende Satz war die letzte aufgezeichnete Botschaft Swami Sivanandas.

Trotz seiner körperlichen Leiden war er auch an seinen letzten Tagen voller Freude. Jeder, der in seine Nähe kam, spürte, wie seine Liebe ihn erfüllte und umfing. Am Abend des 14. Juli bekam Swami Sivananda Fieber. Obwohl er starke Probleme mit dem Schlucken hatte, wollte er Gangeswasser zu sich nehmen. Das Gangeswasser trank er mühelos und verließ direkt danach, um 23:15 Uhr, seinen Körper – zur Zeit der außergewöhnlichen Planetenkonstellation.

Der Körper Swami Sivanandas wurde in Lotusposition gebracht. Seine Schüler und Verehrer sangen weinend das Mahamantra vor seinem Kutir. Nach und nach kamen alle, um sich mit einer letzten Verbeugung zu seinen Füßen von ihrem Meister zu verabschieden. Am 16. Juli fand beim Klang der Muschelhörner und Glocken sowie vedischer Gesänge die rituelle Waschung mit Milch und Wasser am Gangesufer statt.

Danach wurde der Körper Swami Sivanandas auf einer mit Blumengirlanden geschmückten Sänfte zum Vishwanath Mandir des Ashrams getragen, wo das Arati vor ihm zelebriert wurde. Anschließend, während heilige Mantras rezitiert wurden, platzierte man den Körper Swami Sivanandas liebevoll im Samadhi-Schrein.

Swami Venkatesananda, ein Schüler Swami Sivanandas, sandte folgende Worte: „Das Ende schockiert uns vielleicht, aber es ist nicht das Ende, es ist ein Anfang. Der Baumeister arbeitete außerhalb des Gebäudes und war zu sehen. Er hat einen Innenraum geschaffen und ihn betreten. Nun arbeitet er innen, im Herzen all seiner Schüler. Der äußeren Sicht entzogen, aber dadurch nur noch spürbarer und zielbewusster.“

 

Om Namo Bhagavate Sivanandaya!

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Möge der Segen von Swami Sivananda und der Meister des Yoga mit uns allen sein und in uns die reine Liebe erwachen.

 

Swami Sivanandas Leben

Frühe Kindheit

Sri Swami Sivananda, der bekannte Meister des 20. Jahrhunderts, wurde am 8. September 1887 in Pattamadai im Bezirk Tirunelveli in Tamil Nadu, Südindien, geboren. Er trug den Namen Kuppuswami. Sein Vater Vengu Iyer war fromm, ein Anhänger Shivas und Nachkomme von Appayya Dikshitar, einem Heiligen und Gelehrten des 16. Jh. Seine Mutter war Parvatiammal.

Bereits in früher Kindheit zeigte sich seine Neigung zur Freigebigkeit, zum rückhaltlosen Teilen. Swami Shuddhananda Bharati, ein Jugendfreund, erinnerte sich, wie Kuppuswami als kleiner Junge eines Tages mit seinem Essensteller auf die Straße hinausrannte, als er draußen einen Bettler hörte.

Der intelligente Junge hatte schon damals die Gabe göttlicher Einsicht. Wenn sein Vater ihn zum Einkaufen von Früchten für den täglichen Gottesdienst schickte, verteilte er die Früchte oft unterwegs an Arme und Bedürftige und erklärte seinem Vater dann zu Hause, daß er Gott bereits in Gestalt der Armen verehrt habe. Was für eine großartige Vision!

Der Meister sagte, als Kind sei er sehr mutwillig gewesen. Aber es war nicht die Art von Mutwillen, die wir heutzutage bei Kindern beobachten können. Zum Beispiel sprang er einmal wagemutig in einen trockenen Brunnen, um seine Familie zu verblüffen und zu erschrecken.

Schul- und Studentenzeit
Während seiner Schulzeit zeichnete sich der Meister sowohl im Unterricht als auch im Sport aus. Er war im