29 Strebe nach dem Höchsten – nur das stellt dich zufrieden

Gelassenheit Entwickeln - Podcast für mehr Gelassenheit im Alltag

Viele menschlichen Bestrebungen sind Umwege zur Erfahrung des höchsten Selbst. Du bist Sat Chid Ananda – unendliches Sein, Wissen und Glückseligkeit. Bewusst oder unbewusst strebst du danach, unendliches Sein zu erfahren. Alle beschränkten menschlichen Bestrebungen sind Ausdruck des Strebens nach Ausdehnung, nach Freiheit: Streben nach mehr Geld, Besitz, Fähigkeiten zeugen von der Unzufriedenheit mit der Begrenztheit. Streben nach äußerer Freiheit ist Ausdruck des Strebens nach der wahren Natur – die ewig frei ist. Streben nach Überleben nach dem Tod – über Kinder, Firma, Vermächtnis, Kunst etc. sind Ausdruck des Verlangens nach Ewigkeit. Suche nach menschlicher Liebe, nach Gemeinschaftserfahrungen wie Fußballspielen und Public Viewing zeugen vom Streben nach Einheit. Letztlich finden menschliche Bestrebungen ihre Erfüllung nur in der Verwirklichung des Höchsten. Wenn du das erkennst, kannst du gelassener damit umgehen, dass die menschlichen Anstrengungen auf der materiellen Ebene nie die Erfüllung bringen, die du dir ersehnst.

29. Ausgabe des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast.

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Deine wahre Natur ist Satchidananda. Erfahre diese, erst dann wirst du glücklich sein.
Die Frage, „wer bin ich“, erkenne dein Selbst und sei frei, ist die Grundlage des Jnana Yoga, des Yogas des Wissens, auf dessen Grundlage dieser Teil des Textes zum Thema Gelassenheit beruht. In späteren Teilen werden wir zum Raja Yoga übergehen, einiges über Bhakti, Karma Yoga, Kundalini, Hatha Yoga hören. Das kommt später und dabei werde ich auch erläutern, was das alles ist. Jetzt also die Frage, frage, „wer bin ich“, erkenne dein Selbst und sei frei.

Beim letzten Mal hatten wir diese Frage analysiert. Große Jnana Yoga Meister haben gesagt, was für uns nachvollziehbar ist: Deine wahre Natur ist Satchidananda. Du bist unendliches Sein, unendliche Bewusstheit, unendliche Freude. Wer bin ich? Du bist Sat, unendliches Sein, unendliches Wissen, unendliche Wonne. Nichts wird dich zufriedenstellen außer Satchidananda. Alle Bestrebungen sind letztlich erklärbar aus dem Streben, Satchidananda zu erfahren. Deshalb ist es auf einer relativen Ebene auch schwierig, wirkliche Gelassenheit zu haben, denn das gesamte menschliche Leben ist darauf ausgerichtet, Unendlichkeit zu erfahren, Sat, Intensität der Erfahrung zu bekommen, Chid, und unendliche Freude und Liebe zu erfahren, Ananda. Wenn du das erst mal verstanden hast, dann hilft das auch, gelassener zu sein. Wenn du von vorneherein weißt, dass alle begrenzten menschlichen Bestrebungen niemals befriedigend sein können, dann magst du diesen Bestrebungen weiter nachgehen, aber du wirst nicht erwarten, dass sie dich dauerhaft befriedigen. Du weißt, dass tief im Inneren jede menschliche Bestrebung auf Transzendenz ausgerichtet ist, also jenseits dessen zu gehen, was du kennst, ausgerichtet ist auf etwas, was nicht mehr menschlich ist, also nicht mehr begrenzt menschlich ist, und dabei auch im Begrenzten niemals Befriedigung finden kann. Wenn du das verstehst, kannst du gelassener mit all deinen Bestrebungen umgehen.

Sat heißt Sein, das ist deine wahre Natur. Du strebst nach unendlichem Sein. Du strebst danach, alle Grenzen zu transzendieren. Daraus, aus diesem Streben, deine wahre Natur zu erfahren, geht das Streben nach Ausdehnung. Ausdehnung kann beim Menschen verschiedene Manifestationen haben. Du kannst dich ausdehnen wollen durch