Bäume – liebevolle Wesen

„I see you“ von Leona Lewis, die für ihr Engagement von der Tierschutzvereinigung PETA als „Person des Jahres 2008“ ausgezeichnet wurde, ist der Soundtrack des erfolgreichen Filmes Avatar; ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs James Cameron. In dem Film geht es um einen Konflikt zwischen einem Konzern und dem naturverbundenen Volk der Na’vi.

Ein ganz besonderer und heiliger Ort der Na’vi ist der Baum der Seelen Vitraya Ramunong. Über diesen Baum können die Na’vi unter anderem Zugang zu den Erinnerungen ihren Ahnen erhalten.

Bäume versorgen unseren Planeten Erde und die Lebewesen mit Sauerstoff und reinigen die Luft. Sie sind Individuen, die wie wir miteinander kommunizieren können, haben soziale Verbindungen und unterstützen sich gegenseitig. Sie sind lebendige Wesen. Sie besitzen viele verschiedene heilende Wirkungen für Seele, Geist und Körper. Sie sind Sinnbild der Natur und bieten uns Schutz und Nahrung.

Es hat seine Haut, das ist die Rinde; sein Haupt und Haar sind die Wurzeln; es hat seine Figur und seine Zeichen, seine Sinne und die Empfindlichkeit im Stamme. Sein Tod und sein Sterben sind die Zeit des Jahres! (– Paracelsus)

In allen Kulturen

Schon lange und in den meisten, wenn nicht allen, Kulturen spielte und spielt der Baum eine wichtige Rolle. Sie wurden bzw. werden als Manifestationen von Gottheiten und als heilige Wesen gesehen.

Unter Linden versammelte sich die Dorfgemeinschaft. Unter Bäumen wurden Ehen geschlossen, Feste gefeiert und Gericht gehalten. Zudem fungierten die lebendigen Wesen als Altare.

Unter einem Bodhi-Baum hat Buddha Erleuchtung erlangt. So lehrt der Buddhismus u.a., dass sich ein Baum sehr gut für Meditationen eignet, indem man sich beispielsweise an seinen Stamm lehnt.

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. (– Khalil Gibran)

Bei den Druiden der Kelten waren die Bäume ziemlich wichtig, heilig und Bestandteil ihrer Spiritualität. Naturgeister wie Elfen, Feen und Kobolde wohnten demnach in Bäumen. So wie im französischen Comic Asterix und Obelix wurden den Bäumen Magie und Heilkräfte zugesprochen. Der Comic-Druide Miraculix hat, ähnlich wie die „echten“ Druiden, Misteln mit einer goldenen Sichel abgetrennt und für die Zubereitung von Zauber- und Heiltränken benutzt.

Bei den Indianern Nordamerikas gelten Bäume als weise. Sie halten vielen Stürmen und Unwettern stand und lassen sich nur schwer aus dem Gleichgewicht bringen.

Wie Bäume heilen können

Bäume…

  • wirken positiv auf Körper, Geist und Seele
  • unterstützen Glück und Gesundheit
  • wirken wohltuend und entspannend
  • reduzieren das Stresshormon Cortisol
  • wirken gegen Stress, Angst, Bluthochdruck, Depressionen
  • reduzieren Müdigkeit und aktivieren Selbstheilungskräfte
  • können bei Krebserkrankungen hilfreich unterstützen

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die in der Nähe von Bäumen wohnen oder regelmäßig im Wald spazieren gehen, seltener krank werden. In der Nähe von Bäumen zu sein, wirkt sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit aus. Wenn wir im Wald sind, atmen wir zahlreiche gesunde ätherische Öle ein und können unter anderem die oben beschriebenen Wirkungen haben.

„Mit dem Wald eins werden und seine Atmosphäre aufsaugen“ ist das Ziel des japanischen Shinrin-Yuku, das wörtlich auch mit Waldbaden übersetzt wird. Das französische Sylvothérapie und tree hugging im Englischen meint das selbe.

Apfelbaum und Kastanie

Je nach Baumart, hat ein Baum verschiedene Heilwirkungen. Apfelbaum und Kastanie zum Beispiel sind typische Herbst-Bäume:

Apfelbaum

Apfelbäume haben eine uralte mythologische und magische Geschichte. Der Apfelbaum symbolisiert u.a. das Leben, die Liebe, Fruchtbarkeit, das Weibliche, Erde und Vollkommenheit. In vielen Mythen, Legenden und Märchen, z.B. Adam und Eva oder Frau Holle, spielt der Apfel eine wichtige Rolle. Der Apfel (Malus), eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse aus der Familie der Rosengewächse, hat je nach Art der Zubereitung vielerlei Heilwirkungen. Das Verdauungssystem und der Stoffwechsel freuen sich über regelmäßiges Verzehren von Äpfeln.

Kastanie

Ruhe, Frieden und Geborgenheit kann uns die Kastanie schenken. Zudem soll sie Geduld und Einfühlungsvermögen vermitteln. Die Kastanie kann helfen, wenn man zu unruhigen Gedanken oder Angstgefühlen tendiert. Zudem kann sie sehr wohltuend bei Bronchial- und Atemwegsbeschwerden wirken.

So gesund wie die Frucht für den Körper ist, so gesund kann die Energie des Baumes für die Seele sein. Bäume sind liebevolle und vergebungsbereite Wesen. Sie wollen, dass sich Menschen, Steine, Tiere und andere Pflanzen gut fühlen.

Die Bäume und Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen kann. (– Bernhard von Clairvaux)

Yoga: Vrikshasana

Mit der Asana Vrikshasana, dem Baum, kannst du dich in deinem inneren Gleichgewicht und in dem Gefühl von Frieden und Einheit üben. Durch Vrikshasana lernst du, Selbstbestimmtheit und Zielorientiertheit zu entwickeln und inmitten der Stürme des Lebens stabil zu sein.

Du bist eins mit der Natur.

Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selber still. Du verbindest dich auf einer sehr tiefen Ebene mit ihm. Du fühlst dich eins mit dem, was du in der Stille und durch die Stille wahrnimmst. Dieses Gefühl des Einsseins mit allen Dingen ist wahre Liebe. (– Eckhart Tolle)

Inmitten des hektischen Alltags und dem fordernden und unruhigen Stadtlebens, das viele Menschen heutzutage sehr gut kennen, bietet uns der Wald als Ökosystem einen unschätzbar wertvollen Schutzraum für Regeneration, Ruhe und Frieden. Naturschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit alten, natürlichen Landschaften und Wäldern sollte uns ein besonderes Anliegen sein, um den Lebensraum Wald auch für zukünftige Generationen zugänglich zu machen.

In unseren Seminaren kannst du dich mit Bäumen verbinden, sie umarmen, wenn du magst, und lernen mit ihnen zu kommunizieren.

Wald-Seminare bei Yoga Vidya

Weitere Seminare zum Thema findest du hier →

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