Ganzheitlicher Yoga und Natur

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Welch wunderbare, Symbiose – Yoga und Natur! Wer auf dem Yogaweg ist, der weiß, dass Yoga Einheit und Harmonie bedeutet und das unser innigstes Streben die Einheit mit dem Höchsten ist, die Selbstverwirklichung.

Diese Verbundenheit mit dem Göttlichen, die in allen Wesen angelegt ist, finden wir in allem, was uns umgibt. Sie durchströmt jede Zelle, jeden Organismus, alles Sein. Der Pfad des Yoga ist somit gleichzeitig der Pfad der Natur selbst, auf einer Reise zu unserem wahren Wesen.

Tiefe Verbundenheit – das Herz wird weit

Wenn wir lernen, unseren Geist in all unseren Gedanken, Worten und Handlungen vollkommen auf das Höchste auszurichten und Gedankenkontrolle zu erlangen, dann verliert die illusionäre Kraft „Maya“ ihren Einfluss auf uns. Ist es uns gelungen, uns immer mehr auf das Göttliche zu konzentrieren, es in allem, was uns umgibt, zu sehen, dann wird das Herz immer weiter. Dann ist eine Verbundenheit da, die uns durch alle Höhen und Tiefen trägt. Diese Verbundenheit kommt aus der tiefen Liebe, die aus unseren Herzen zu allem strömt – alles ist einbezogen, nichts ist dann mehr ausgeschlossen.

Diese Liebe Gottes ist in so vielen Facetten der Natur zu spüren. So sehen wir sie in einem Sonnenauf- oder -untergang, im Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf, oder auch im Anblick des Himmeldaches, mit den vielen Sternen und Galaxien über uns. Wir können Gott aber auch hören, beispielsweise im leisen Wind, dem Vogelgezwitscher, dem Gurgeln eines Baches und so vielem mehr. Jeder von uns hat das sicher schon einmal besonders intensiv wahrgenommen. Das Herz wird weit, Freude breitet sich aus, ein tiefer Friede ist wahrnehmbar – ein Innehalten.

Wie Yoga uns mit unserer wahren Natur verbindet

Warum? Nicht nur die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur ist es, die uns staunen lasst, sondern wir spüren unsere Sehnsucht nach dem, was wir wirklich sind. Wir sind diese Weite, die Unendlichkeit, die Schönheit, die Freude, Ur-Natur pur, Mikrokosmos im Makrokosmos, wir sind Liebe. Yoga lässt uns das erkennen und führt uns schrittweise zurück zu unserer wahren Natur.

Hier hilft uns die eigene spirituelle Praxis in ihren verschiedenen Facetten. Swami Sivananda hat uns mit Hatha-, Kundalini-, Jnana-, Raja-, Bhakti- und Karmayoga den wunderbaren ganzheitlichen Yoga gelehrt und uns eine Schatzkiste an Weisheiten hinterlassen. Allen Yogawegen ist eines gemeinsam: sie gründen in der uns wesenseigenen Natur.

Der ganzheitliche Yoga von Swami Sivananda

Mit Hatha Yoga (Yoga der Körperübungen) können wir uns immer wieder erden. Wir können uns so verwurzeln und mit Mutter Erde verbinden, die uns versorgt und geduldig trägt. Auf diese Weise können wir mit Hatha Yoga unser „Fahrzeug“, unsere physische Hülle, gesund und fit halten.

Kundalini Yoga (Yoga der Energie) hilft uns zudem, die uns innewohnende Shakti, unsere Urkraft zu erwecken. Zugleich versetzt sie uns in die Lage, dass wir uns mit der universellen Shakti verbinden können. Dann wäre da noch der Jnana Yoga, der Yoga des Wissens. Mithilfe des Jnana Yogas können wir lernen, die grundlegenden Zusammenhänge des Lebens zu verstehen und bekommen Antworten auf so viele Fragen.

Unseren Geist zu bezähmen, ist ein wichtiges Ziel des Raja Yoga, dem Yoga der Geisteskontrolle. Manchmal ist unser Geist wild und ungestüm wie der Ozean, manchmal auch ganz spontan. Dann wiederum ist er nachdenklich, liebevoll, rücksichtsvoll und tolerant, manchmal schmalspurig oder auch ganz weit und offen.

Raja Yoga hilft uns den sogenannten „Monkey-Mind“ zu bezähmen. Demnach springt unser Geist, ähnlich wie ein Affe, ständig und unentwegt von Ast zu Ast und treibt sein Spiel mit uns. Außerdem kann Raja Yoga bewirken  Angst abzulegen, Maya (Illusion) zu durchschauen, spirituell zu wachsen und in die Liebe zu kommen.

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Dieser Beitrag wurde von Krishnakami Patzig und Sybille Schütz geschrieben und erschien im Original im Yoga Vidya Journal – Ausgabe Nr. 36.

KrishnaKami Patzig ist Yogalehrerin (BYV), Lehrerin für Lachyoga und Yoga Nidra, spirituelle Lebensberaterin, Meditationskursleiterin, Lehrerin für Taijiquan & Qigong , Tibetisches Heil Yoga & Kumnye Energie Massagen, Dozentin der Erwachsenenbildung. Seit mehr als 20 Jahren befasst sie sich intensiv mit ganzheitlicher Spiritualität. Sie unterrichtet mit Leichtigkeit, Herz und Humor.

Sybille Schütz ist Yogalehrerin (BYV) mit Zusatzausbildung für Rückenyoga, Meditationskursleiterin und spirituelle Lebensberaterin, Realschullehrerin, Personalreferentin. Sie ist schon lange auf dem spirituellen Weg und gibt mit Freude und Hingabe ihre Erfahrungen weiter, u.a. auch auf dem Gebiet der Lichtnahrung und Pranaheilung nach Choa Kok Sui.

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