Ein Hingegebener

Für mich gibt es das Konzept der Ansteckung von Krankheiten nicht mehr! Zumindest habe ich den Eindruck, nicht mehr krank werden zu können, ohne dass es mein Karma ist, welches sich ausagiert. Das heißt, ich brauche seitdem keine Sorge oder Angst mehr vor Ansteckung zu haben!

Das ist die radikale, sehr machtvolle und viel verändernde Erfahrung die ich in Kalkutta in den Häusern der Mutter Theresa bei den „Missionaries of Charity“ gemacht habe.

Wer im christlichen Kontext in Indien Seva (Karma Yoga) machen möchte ist dort herzlich willkommen. Zum Beispiel im Sterbehaus am Kali-Tempel, um Wäsche zu waschen oder für Patienten da zu sein, indem man sie einfach massiert oder ihnen Krätze-Behandlungen gibt. Dieses gibt es fast unendlich zu tun, da dort ca. 110 Menschen liegen und auf ihre Genesung oder ihr Dahinscheiden warten.

Die Todkranken haben alle Arten von Krankheiten wie Cholera, Typhus, Hepatitis A, B und C, Ruhr-Durchfall, alle möglichen Parasiten und Wunden die bluten, eitern und nässen.

Liebe, Barmherzigkeit und Vertrauen

Da die „Mutter“ keine teuren Waschmaschinen kaufen wollte, weil sie die empfangenen Spenden eher dem Vatikan überlassen wollte, wurde hier mit Hand gewaschen.

Irgendwann fing ich an, Blasen an den Händen zu bekommen und fragte mich, was passiert wenn sich diese öffnen und wie ich meinen Dienst weiter durchführen kann. Alle möglichen Gedanken und Sorgen zwecks Ansteckung wurden in mir laut.

Ich wusste, dass Mutter Theresa nie Handschuhe getragen hatte oder von den Patienten Abstand hielt. Sie war voller Liebe, Barmherzigkeit und Vertrauen.

So wurde ich mir bewusst, dass es Menschen gibt, die sich an Krankheiten anstecken und dass es zu mindestens einen Menschen gab, der frei davon war.

Ein Hingegebener

Mein Leben 2001 mit 32 Jahren war an einem Punkt angelangt, der es mir nicht mehr ermöglichte, weiter mit Ängsten und Sorgen leben zu können. Deswegen übergab ich mein Leben Gott – alle Lebensumstände und alles, was daraus entsteht gab ich Ihm in seine Hände.

Die Blasen gingen auf, ich wusch weiter die Wäsche, rieb die Leidenden mit Krätze-Mittel ein und kam darüber zu einer Erfahrung von tiefem Vertrauen in die höchste kosmische Kraft und in die Gesetze des Universums.

Ich wurde nicht krank sondern ein Hingegebener.

Hierzu passt eine Aussage von Shri Ramana Marharshi vom Arunachala in Thiruvannamalai:

Was nicht geschehen soll, wird nicht geschehen, so sehr du dich auch bemühst. Was immer geschehen soll, wird geschehen, egal was du tust, um es zu verhindern. Das ist gewiss. Das Beste ist daher, in Stille zu verweilen.

…und natürlich nicht dumm oder nachlässig zu sein. Der Körper ist der Tempel der Seele und es ist meine Pflicht, für Ihn so gut wie möglich zu sorgen und ihn zu schützen!

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