Yoga im Frühling: Yogische Reinigungstechniken

Reinigung ist ein Lieblingsthema im Frühlingund im Yoga. Merkwürdigerweise eines, dass trotzdem manchmal recht stiefmütterlich behandelt wird. Dabei hat sich damit sogar Swami Sivananda in seinem Lebensmotto gewissermaßen verewigt:  „Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere.“ Das leuchtet ein. Schließlich sind Dienen, Lieben und Geben herzerwärmende Eigenschaften, die man sich von fortgeschrittenen Yogis,  von sich selbst und gewissen anderen Mitmenschen dringend wünscht. Aber reinigen? Wenn das nicht mal eher in die Kategorie „Haus und Auto“ gehört…

Irrtum. Yoga-Meister früherer Jahrhunderte pflegen ihre Schüler sogar vor den Asanas und vor den Atem-Übungen in Satkarma zu unterrichten – in körperlichen Reinigungstechniken. Sie wussten nämlich, was wir heute oft nur unfreiwillig erleben: unzähmbare Gedanken, Unruhe und aufgewühlte Gefühle  sind oft nur die Auswirkung unverdauter Fremdstoffen im Körper. Und die können unsere Yoga-Praxis unbemerkt (manchmal allerdings auch ganz offensichtlich) blockieren.

Die Reinigungstechiken der Yogis hatten darum vor allem ein Ziel: Dafür zu sorgen, dass die Yoga-Aspiranten von Anfang an über reichlich Willenskraft, Entscheidungsfähigkeit und Selbstbewusstsein verfügten und so ungestört in Konzentration fallen konnten. Ein ganz heißer Tipp für alle, die sich mit dem Meditieren schwer tun oder öfter an Völlegefühl leiden. Und natürlich für alle anderen, die gerne mit neuer Kraft und Lebenslust in den Frühling starten möchten: Tief durchatmen, Platz schaffen, Zeit frei schaufeln und – reinigen.

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