Yoga im Sommer: Chakra Erlebnisse

Die Chakras. Laut Wikipedia sind das „Zentren subtiler Lebensenergie, die den physischen mit den nicht materiellen Astralkörper verbinden – den Körper mit der Seele. Für jemanden, für den Yoga eher aus Asanas als aus Theorien besteht, mag das ein wenig abgehoben klingen: „Ein Energiepunkt in meinem Bauchnabel? Na das wüsste ich aber. Wenn überhaupt, dann spüre ich da schon mal gähnende Leere oder ein drückendes Völlegefühl. Aber sonst?“

Und doch sind sie da. Wenn man intensiv Hatha oder Kundalini Yoga praktiziert, kann man sie spüren. Und noch wichtiger: Chakra Arbeit kann Leben verändern. Die Krux ist nur: Man muss es wollen und selbst erfahren. Und darum schreibe ich hier mal wieder „nur“ aus eigener Erfahrung.

Als frisch gebackene Yoga Vidya Sevaka hatte ich mich, wie es eben so kam, in verschiedenen Meditationen geübt. Mit mehr oder weniger guten Ergebnissen. Es heißt ja immer, die Mantra Meditation sei das A und O der meisten Yoga Aspiranten. Also übte ich Mantra Wiederholungen. Alles war gut. Dann allerdings begegnete mir jene Meditation, die damit beginnt, sich per Lichtstrahl über das erste – ich nahm das für Frauen empfohlene zweite – Chakra tief mit der Erde zu verwurzeln. Was ich tat. Und hoppla, auf einmal fuhr mir ein Strom seltsamer Energie den Rücken hoch. Was war das?

Verblüfft folgte ich der ominösen Kraft und der Meditationsanleitung: Ich ließ das Herz weit werden und öffnete die Kehle. Tatsächlich, die war bis dahin ganz schön eingeklemmt gewesen, ohne dass ich es bemerkt hatte. Ich fühlte ein leichtes Pulsieren hinter der Stirn und konnte mir sogar einen Lichtstrom über dem Kopf visualisieren. Nur der Bauch wollte einfach nicht. Und auch im Wurzelchakra herrschte Funkstille. Nichts zu machen, auch die Feuersimulation scheitere kläglich. Der Bauch meldete schwaches Regenwetter.

Ich vergaß die ganze Geschichte und kehrte zu meinem Mantra zurück. Meditierte mal so, mal so und manchmal tat ich auch nur so als ob.Verbrachte Minuten mit Gedankenbergen und Luftschlössern, kehrte zurück und rügte mich ein bisschen. Bis zur jener Chakra Yoga Stunde, in der ich aus reiner Neugierde wieder einen Lichtstrahl vom zweiten Chakra in den Erdmittelpunkt schickte.

Das entsprach zwar gerade nicht den Anweisungen. Aber dieses Mal ließ ich die aufkommende Energie direkt in den Bauch wandern, wo sie sich prompt in Nichts auflöste. Nun ja, das war zu erwarten gewesen. Weil ich gerade Zeit hatte blieb ich eine Weile dabei und lenkte fleißig meinen Lichtstahl in Darm und Magen. Und irgendwann, ganz plötzlich, war meine Phantasie stark genug und das Licht blieb. Es wuchs. In der nächsten Chakra Meditation strömte es gar direkt aus dem Bauchnabel nach außen und dann gleich noch weiter in Herz und Kehle. Auf einmal wurde die Welt sehr weit, warm und freundlich. Und voller Energie.

Um nun auf den Anfang dieses Textes zurück zu kommen: Ich habe den Verdacht, dass die Entdeckung der Chakren – nicht die in den Büchern, sondern die in mir selbst – wahrhaftig dabei ist, mein Leben zu verändern. Denn auf einmal weiß ich, was ich vorher nur „wusste“: Ich bin mit der Erde verbunden. Und egal, wie viel Energie ich im Leben nach außen trage – von unten sprudelt es ohne Unterlass nach. Unter diesen Umständen kann ich das Leben natürlich gleich nochmal so gut genießen.

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