Yoga Wiki über die Geschichte vom Brunnenfrosch

Die Rückkehr der Ozeanfröschin

Es war einmal eine Froschkolonie, die tief unten in einem Brunnen lebte. Sie dachten alle, dass der Brunnen die ganze Welt sei, denn sie hatten nur den Brunnen gesehen.

Eines Tages kam ein Fröschin, die einige Zeit verschwunden, war wieder zurück. Die Frösche fragten sie: „Wo warst du?“. Da antwortete sie: „Ich habe den Brunnen verlassen und den Ozean gesehen.“ Die Frösche waren verwirrt und fragten: „Was ist der Ozean?“ und die Fröschin antwortete: „Der Ozean ist ein riesengroßes Gewässer. Dort ist es ganz wundervoll und farbenprächtig.  Es lohnt sich dort hinzugehen.“

Die Spaltung in 3 Gruppen

Als die Brunnenfrösche das hörten, teilte sich ihre Meinung in drei. Die ersten dachten so eine Angeberin, sie ist vermutlich auf halber Höhe bei irgendeinem verdreckten Wasserloch hängen geblieben und spielt jetzt hier die große Fröschin.

Die zweite Gruppe war die der wohlmeinenden Skeptiker. Sie vermuteten, dass die Luft nach oben hin immer dünner wird und die Fröschin wohl dadurch Halluzinationen von einem unendlichen Ozean bekommen hat.

Die dritte Gruppe bestand genau aus einer Person, die zur Ozeanfröschin sagte: „Es muss doch irgendwie mehr geben in dieser Welt als nur diesen Brunnen. Bitte führe mich dorthin.“

Die Reise

So gingen die beiden los und die Ozeanfröschin führte den Weg und warnte den Brunnenfrosch vor eventuellen Gefahren. Nach einer Weile fragte der Brunnenfrosch: „Woher weißt du so genau wo wir hingehen müssen?“ Und die Ozeanfröschin antwortete: “Viele vor mir haben es schon geschafft und so ist ihr Wissen überliefert worden.“

Als sie oben ankamen sah der Brunnenfrosch zum ersten Mal, das Tageslicht und voller Aufregung fragte er: „Ist das der Ozean?“ Und die Ozeanfröschin sagte: „Nein, das sind nur Farben, Formen und Licht, der Ozean ist viel grandioser“.

Sie kamen an eine Düne und der Brunnenfrosch konnte das Rauschen des Meeres. Sie kletterten weiter hinauf und als er oben angekommen war erblickte er den unendlichen Ozean.

Was lernen wir aus dieser Geschichte?

Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass jeder Einzelne das Unendliche erfahren kann. Der Brunnen in der Geschichte repräsentiert unsere eingeschränkte Vorstellung, dass wir dieser Körper sind und dass das Ziel dieses Lebens durch unseren eigenen „Brunnen“ beschränkt ist.

Wenn uns dann jemand erzählt, dass unendliche Bewusstsein sind und das erfahrbar ist, teilen sich die Meinungen in drei. Die einen meinen, dass diese Person nur angeben möchte. Die zweite Gruppe der wohlmeinenden Skeptiker möchte die positive Wirkung der Techniken weiter studieren. Die dritte Gruppe möchte es selbst erfahren  und so orientieren sie sich an den Techniken der Meister wie Asanas, Pranayama, Meditation und einen sattvigen Lebensstil.  Wenn wir diesen Lehren folgen können wir irgendwann Großartiges erleben.  Wenn wir dann noch weiter gehen sind wir hoffentlich bereit für das Unendliche.  Von dieser Ebene kommen wir dann in gleicher Gestalt mit den gleichen Aufgaben zurück, aber es hat sich alles verändert. Wir wissen wer wir wirklich sind. Wir erkennen unsere wahre Natur Sat-Chid- Ananda; Sein, Wissen und Glückseligkeit. (jdh)

Hari om tat sat!

 

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