Mentales Faszienyoga – Veränderung beginnt im Kopf

Mentales Faszienyoga

Erzählungen und Geschichten über Faszien drehen sich oft ausschließlich um Schmerzen. Außer Acht gelassen wird dabei meist die geistige Komponente die Faszien-Training in sich birgt. Mentales Faszienyoga rückt den Fokus ganz nahe zu unserem verletzlichen Kern, unseren inneren Überzeugungen und Glaubenssätzen.

Eine mentale Annährung an die Faszien

Faszien – oder auch Bindegewebe genannt – ist ein Gewebe im Körper, das um jedes Organ, um jeden Muskel, um jeden Knochen und Nerv als auch um jedes Gefäß schützend herum gewickelt ist. Es durchzieht so den gesamten menschlichen Körper und hat die Funktion, alles an seinem Platz zu halten. Außerdem fungiert es als Schutzwand und Wasserhalter. 

Mentales Faszienyoga ist geistige Faszienarbeit

Neben diesen und weiteren physischen Funktionen hat es aber auch eine geistige Relevanz. Das Body Mind Centering ist eine von Bonnie Bainbridge Cohen entwickelte Körpertherapie. Dabei werden unterschiedliche Körpersysteme den entsprechenden Aspekte unserer Persönlichkeit zugeordnet.

Diesbezüglich stehen Faszien für den Speicher von Lebensüberzeugungen. Demnach können feste und verhärtete Faszien auch ein Hinweis dafür sein, Glaubenssätze in sich zu halten, die dem Leben nicht mehr dienlich sind. Faszienarbeit kann dann dabei helfen, diese starren und hinderlichen Konzepte mehr und mehr loszulassen.

Überzeugungen die uns schwächen

Überzeugungen, die uns hart machen und das Leben als schwer erleben lassen, können z.B. sein: „Man muss im Leben kämpfen, um es zu etwas zu bringen“, oder „Alles lastet auf meinen Schultern!“. Meist sind diese Überzeugungen unbewusst und reflektieren nicht immer unser Ideal oder unseren Glauben, wie wir Dinge sehen.

Solche Leitsätze sind oftmals Ausdruck von dem, was wir im Leben erfahren haben, oder was wir von anderen Menschen evtl. unbewusst übernommen haben. Manche der Überzeugungen mögen auch nützlich sein, andere aber sind reif, um endlich losgelassen zu werden.

Mentales Faszienyoga

Sowohl für das Aufspüren als auch für das Loslassen alter Überzeugungen kann Yoga eine sehr große Hilfe sein. So können die Asanas aus dem Yoga dabei helfen, verkörperte Überzeugungen, die schon in Form von chronischer Anspannung ins Bindegewebe eingezogen sind, auf körperlicher Ebene zu lockern und lösen.

In Asanas richtig loslassen

Körper und Geist bilden ein wechselseitiges und zusammenhängendes System. Wenn sich im Körper etwas lockert, entspannt oder löst, dann hat dies auch Auswirkung auf unsere Emotionen und auf unseren Geist. Probleme können sich so lösen.

Um wirklich die Faszien durch Yoga zu erreichen, ist langes Halten von Asanas das primäre Mittel der Wahl. Wenn man achtsam eine Asana für mindestens 3 Minuten hält, können die Faszien anfangen sich zu lockern und wieder geschmeidig zu werden. Dieser Effekt findet allerdings weniger statt, wenn man ins mentale (Denken) oder geistige (Mantra rezitieren) abrutscht.

Spüren statt Ablenkung

Daher ist es am besten, mit dem Bewusstsein und der Achtsamkeit im Spüren zu bleiben, wie z.B. die Dehnung zu spüren, den Atem wahrzunehmen und innerlich den Prozess des Loslassens zu beobachten. Du kannst auch deinen inneren Entdecker mit hinzunehmen und zu der gedehnten bzw. verspannten Stelle hinspüren. Frage dich dabei: „Was wird dort gehalten?“.

Wenn du unvoreingenommen hineinspürst, kann sich manchmal etwas in Form von aufsteigenden Bildern, Worten oder Gefühlen offenbaren. Es kann dir dabei dienen, Zusammenhänge und die eigene Haltung im Leben besser zu verstehen. Wichtig ist allerdings auch hierbei, im Spüren zu bleiben und sich nicht den mentalen Formulierungen, Hypothesen, Spekulationen oder Erklärungen des Kopfes auszuliefern. Das verursacht oftmals Spannung im Körper und fördert den so wichtigen Prozess des Loslassens nicht.

Langsame und meditative Bewegungen

Mentales Faszienyoga

Eine andere Möglichkeit, Faszien zu lockern, ist achtsames und spürsames Bewegen. Wenn du magst kannst du dafür Bewegungen aus deinem Körper heraus kommen lassen, diesen folgen und ganz und gar genießen. Alternativ kannst du auch den im Yoga häufig praktizierten Sonnengruß üben. Allerdings auch hierbei ist der wesentliche Schlüssel zum Erfolg die Achtsamkeit.

So ist es ratsam, jede Bewegung bis ins Tiefste hinein zu spüren und den Körper in der Bewegung schmelzen zu lassen. Mechanisch oder zackig ausgeführte Sonnengrüße haben sicher auch positive Effekte, erreichen dann aber in der Regel nicht das Bindegewebe, auf das es uns in der Faszienarbeit ja ganz besonders ankommt.

Mentales Faszienyoga mit Meditation kombinieren

Als Ergänzung zum Erforschen der inneren Überzeugung(en) kann auch die Meditation besonders gut helfen. So ist es ratsam, sich in der Yogapraxis Freiräume zu nehmen, um inne zu halten, um die Gedanken wahrzunehmen, um zu beobachten und gegebenenfalls den Ursprung von Überzeugungen zu erkennen.

Viele Spannungen können gelöst werden, wenn man auf diese Weise forscht und mit innerer Gegenwärtigkeit den Prozessen im Inneren Beachtung schenkt – mit einer Achtsamkeit, die erlaubt, alles da sein zu lassen, was sich zeigen will. Viel Freude beim Entdecken!

Mentales Faszienyoga erleben


Faszienyoga Weiterbildung für Yogalehrer

Faszien, das muskuläre Bindegewebe, sind an jeder Bewegung beteiligt. Ein gut trainiertes Bindegewebe ist elastisch und zugleich reißfest und kräftig. Sind die Faszien nicht “verfilzt”, bleiben wir beweglich und geschmeidig. Daher lohnt es sich, den Schwerpunkt der Yogapraxis öfter auf die Faszien zu legen. Genau das lernst du in dieser Trainer-Ausbildung in Theorie und Praxis. Spannende wissenschaftliche Erkenntnisse fließen mit ein.

Hier lernst du, wie eine spezifische faszienorientierte Yoga Praxis aussehen kann – mit entsprechenden an die Yoga Vidya Reihe angepassten bzw. integrierten Übungsabfolgen und wertvollen Hinweisen für deine Teilnehmer für vitale Spannkraft und körperliche Leistungsfähigkeit. Faszientraining ist auch ideal als Prophylaxe für Sportverletzungen und einen starken, schmerzfreien Rücken.

Verspannungen mithilfe der Yogatherapie lösen

Eng, starr und verbohrt – starre Überzeugungen grenzen unsere geistige Offenheit ein, nicht selten erzählen sie negative Geschichten über uns selbst. Diese negativen Glaubenssätze können sich auch auf unser körperliches Wohlbefinden auswirken und für Steifheit und Verspannungen sorgen. Die Yogatherapie in Bad Meinberg kann dir dabei helfen, diese Glaubenssätze mithilfe von Yogatechniken aufzuspüren, zu lösen und zu befreien.

0 Kommentare zu “Mentales Faszienyoga – Veränderung beginnt im Kopf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.