Vorwort aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 31

Hier das inspirierende Vorwort aus dem aktuellen Yoga Vidya Journal – verfasst von Yoga Vidya-Gründer und -Leiter Sukadev Bretz:

Liebe Yoga Freundin, lieber Yoga Freund, 

Einheit in Verschiedenheit, so war eines der Leitmotive von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda. Nicht umsonst steht der Ausdruck „Unity in Diversity“ in den Logos der von diesen beiden Meistern gegründeten Vereine. Swami Vishnu-devananda hat gerne hinzugefügt: „In Einheit leben wir, in der Trennung gehen wir unter“. Wir leben in einem Global Village, in einem globalen Dorf. Es gilt, sich das immer wieder bewusst zu machen. Kulturen befruchten sich gegenseitig durch Reisen, durch das Internet, durch den Austausch der Kulturen, durch den Handel, durch Urlaubsreisen, auch durch Migration und Flüchtlinge. 

Laut der Evolutionsbiologen stammen alle Menschen aus dem südlichen Ostafrika. Wir alle tragen Erbgut von Menschen der verschiedensten Kontinente – wir sind also alle Nachkommen von Emigranten bzw. Immigranten. Es ist immer wieder wichtig, sich das vor Augen zu führen – und so auf alle Menschen zuzugehen.

Klassisches Yoga geht von Reinkarnation aus. Wir alle haben uns schon unzählige Male in den verschiedensten Weltregionen inkarniert. Es heißt, dass wir jede wichtige menschliche Erfahrung im Lauf der vielen Menschen mindestens einmal machen müssen. So waren wir alle schon mal Flüchtlinge, Kriegsopfer, Wirtschaftsflüchtlinge, Täter und Opfer. Vielleicht war jeder Mensch, den wir sehen, schon mal in einem Leben unsere Mutter, unser Vater, unsere Schwester, Bruder, Kind, Nachbar.

Egal ob du von Evolutionsbiologie oder Reinkarnationslehre ausgehst oder ob du denkst, dass wir als Kinder Gottes alle Brüder und Schwestern sind – letztlich sind wir eine große Familie von Erdenbürgern. Yoga als Wort heißt unter anderem Einheit, Verbundenheit, Verbindung. Die Yoga Übungen helfen, das Herz zu öffnen, sein Energiefeld auszudehnen, sein Bewusstsein auszudehnen. Teile was du hast mit anderen, um aus Angst, Ichorientierung und Trennung zu Freiheit, Einheit und Kosmischer Liebe heraus zu wachsen. Spüre in der Meditation, dass du in der Tiefe der Seele alles Glück hast, den göttlichen Funken in dir hast. Dehne deine Bewusstheit aus und erfahre, dass wir alle geborgen sind in einem großen Ganzen. Dann weißt du: Wir brauchen wenig, um auf diesem Planeten gut leben zu können. Wir brauchen wenig, um glücklich zu sein – und wir können unser Glück, unsere Freude und auch das, was uns die Natur anvertraut hat, mit anderen teilen.

Mögen wir alle durch die Kraft von Yoga und Meditation den Mut haben, auf andere zuzugehen, uns für andere Menschen einzusetzen, friedvolle Energie auszustrahlen.

Om Shanti, herzlichst

Sukadev Bretz

Das Yoga Vidya Journal ist selbstverständlich kostenlos und liegt ab sofort in allen Yoga Vidya Häusern und Zentren aus.

Online bekommst du es sofort und ohne Umwege, digital als PDF:

 

P.S.: Ein gedrucktes Exemplar kannst du bestellen unter: adressen@yoga-vidya.de

0 Kommentare zu “Vorwort aus dem Yoga Vidya Journal Nr. 31

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.