Yoga-Tipps für die Dunkle Jahreszeit

Ein etwas längerer Artikel mit einigen Tipps für mehr Freude, Gesundheit – und Besinnung. Es rentiert sich, den ganzen Artikel zu lesen 🙂
Adventszeit gehört zur dunkleren Jahreshälfte. Es ist die Zeit vor der Wintersonnenwende. Da gilt es, gute Gewohnheiten zu entwickeln, welche aufheitern – oder die manchmal entstehende gedrückte Stimmung in eine meditative Stimmung zu transformieren. Dafür gibt dir Yoga eine Menge guter  Tipps. Die Adventszeit ist für die meisten Menschen nicht wirklich die “gedrückte-Stimmung”-Zeit. Denn die vielen Adventslieder, das viele Licht in den Wohnhäusern, auf den Weihnachtsmärkten, in den Geschäftsstraßen, die Aufregung des Geschenkekaufs etc. aktivieren ganz von selbst. Wenn du dich dabei nicht zu sehr verausgabst, kannst du diese Zeit sicherlich besonders genießen. Auch der Schnee hat ja auch etwas Aufhellendes, Öffnendes, fast Magisches.

Meist sind Januar und Februar die Monate, wo es vielen nicht so gut geht. Der Mangel an Sonnenlicht sowie der in manchen Regionen Deutschlands Monate lang alles überdeckende Schnee führt einige in gerückte Gemütsverfassungen Da ist es wichtig, schon jetzt gute Stimmung aufzubauen. Das muss nicht sein – schließlich gibt es im Yoga viele Tipps. Vorbeugung ist besser als Heilung – und natürliche gute Gewohnheiten können in vielerlei Hinsicht helfen:

  • Iss gesund, z.B. Vollkorn statt Weißmehl, exotisches Obst statt nur Gebäck, vegetarisch statt zu viel Fleisch (siehe Blogbeitrag von gestern). Sattwige Yoga-Ernährung hebt die Stimmung.
  • Es gibt gute, stimmungshebende Getränke, wie Yogi-Tee, verschiedene Kräutertees, oder auch ein Getreidekaffee.
  • Gehe raus an die frische Luft, egal ob es neblig ist, schneit, kalt oder Tauwetter. Jeden Tag 20 Minuten im Tageslicht können Wunder bewirken. Sogar 5-10 Minuten ist erheblich besser als gar nicht raus gehen…
  • Wenn du in geschlossenen Räumen bist, sorge für viel Licht
  • Halte deinen Kreislauf in Schwung: Wandern, Nordic Walking, Schneeschippen, Schwimmen etc. Gerade im Winter ist es gut, auch flotte Sonnengebete zu üben und aktivierende, anstrengendere Asanas wie Heldenstellung (Vira Bhadrasana), Heuschrecke, Pfau, Navasana etc. besonders zu üben.
  • Und wenn du mal gar keine Lust hast, dich anzustrengen, lass einfach das Sonnengebet weg und übe gleich entspannende, meditativere Asanas. Wenn du z.B. mit dem gestützten Schulterstand beginnst (Kissen unter das Kreuzbein), geht alles weitere fast von selbst.
  • Eine Yogastunde in einer Gruppe erleichtert die Übung des Yoga. Gehe mindestens ein Mal pro Woche in eine Yogaschule. Ein Yoga Video kann dir auch helfen. Da findest du ja auf den Yoga Vidya Seiten viele kostenlose Internet Yogastunden Videos oder die neue Yoga Vidya DVD.
  • Übe Yoga Tiefenentspannungstechniken – z.B. Autogenes Training, MPR, Yoga Tiefenentspannung etc. – am Ende deiner Yoga-Sitzung oder auch separat, z.B. in der Mittagspause, Nachmittags oder auch zum Einschlafen
  • Mache Meditation zu einer täglichen Gewohnheit. Meditation bringt deinen Geist zur Ruhe und lässt dich die meditative Tiefe erfahren – und da ist die Quelle aller Kraft und Inspiration. Gerade die dunklere Jahreszeit kann dir helfen, große Fortschritte in der Meditation zu machen. Letztlich steht der Winter auch für Rückzug. So wie die Bäume ihr Laub abgeworfen haben und ihre Lebenssäfte nach innen gezogen haben, so ist es ganz natürlich, in der Meditation nach innen zu gehen. Eventuell ist die Winterdepression eine Folge des Versäumnis zu meditieren. Nutze diese Jahreszeit für mehr Zeit für die Meditation
  • Eine Ayurveda Massage oder auch Ayurveda  Selbstmassage kann gerade jetzt besonders gut sein. Nicht umsonst sind im Winter die Ayurveda Seminare und Ayurveda Kuren besonders beliebt
  • Am wirkungsvollsten ist ein Yogaseminar in einem der Yoga Vidya Seminarhäuser… da machst du alles, was gut für dich ist. Wenn du also merkst, dass es dir besser gehen sollte, komm doch einfach mal (wieder) 🙂

Eine Besonderheit ist, wenn du im letzten Jahr familiäre Konflikte oder gar Abschiede hattest. Da kann Advent besonders melancholisch sein – vielleicht dir aber auch helfen, wirklich innerlich Abschied zu nehmen. Wenn es am dunkelsten ist, kommt neues Licht. Dafür steht ja die Wintersonnenwende, ja das Weihnachtswunder: Wenn es am dunkelsten ist, wird Jesus geboren. Nicht umsonst wurden viele der Manifestationen Gottes und viele spirituelle Meister um Mitternacht geboren: Jesus, Buddha, Krishna- die Geschichten ihrer Geburt ähneln sich zum Teil auf frappierende Weise. Und Advent heißt ja unter anderem Hoffnung. “Adveniat” – es möge ankommen. Wenn du also in dieser Zeit zwischendurch melancholisch wirst – lasse los und sei dir bewusst: ”

Immer wenn Du meinst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her,
daß Du es noch einmal wieder zwingst
und von Sonnenschein und Freude singst,
leichter trägst des Alltags schwere Last
und wieder Kraft und Mut und Glauben hast.

Das Yoga Vidya Team wünscht dir eine

Besinnliche und Frohe Adventszeit!

5 Kommentare zu “Yoga-Tipps für die Dunkle Jahreszeit

  1. Ja, Tageslicht und Bewegung machen viel aus. Ich setze im Winterhalbjahr zusätzlich auf Sauna und Vitamin D, das man um diese Jahreszeit nicht selbst bilden kann.