Die Kraft unserer Atmung: Das Thermostat unseres Nervensystems

Die Kraft der Atmung

Im Yoga dreht sich zu Recht alles um unsere Atmung. Wer tief und vollständig atmet, schöpft das Potenzial an Lebensenergie, welches jedem auf Erden zur Verfügung steht, vollständig aus. Wären wir in einem Computerspiel, würde die Anzeige der Lebensenergie bei dem Menschen, der tief und vollständig atmet, einen vollen grünen Balken anzeigen.

Doch in unserem Leben haben wir diese Anzeige nicht plastisch vor uns. Gerade deswegen ist eine regelmäßige Atemübung (Pranayama) so wichtig! Wie die Forschung zeigt, ist der Atem unser wichtigster Schlüssel zur Regulation unseres Nervensystems. Bewusst eingesetzte Atemtechniken bringen uns in die höchsten Höhen unseres Energiepotenzials und haben gleichzeitig die Macht, uns ebenso ruhig und entspannt wie den Buddha werden zu lassen.

Durch die Atmung das Nervensystem im Alltag regulieren

Um in das Bewusstsein über die Bedeutung und Chance unserer Atmung zu kommen, benötigen viele von uns immer wieder die Erinnerung daran. Selbst sehr erfahrene Yogis brauchen die beständige Übung. Am besten eignen sich tägliche Pranayama-Techniken um ein konstantes Energielevel im Leben zu integrieren. Wer morgens Pranayama praktiziert, geht wacher und lebendiger durch den Tag. Das merkt der Praktizierende bereits am ersten Übungstag. Die Auswirkungen sind unmittelbar spürbar.

Doch nicht nur die morgendliche, strukturierte Praxis hilft uns. Auch im alltäglichen Leben ist unsere Atmung eines der kraft- und machtvollsten Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen. Wenn wir in Stressmomenten aus einer tiefen Atmung herausfallen, bewirkt es Wunder, wenn wir uns mit zwei bis drei vollständigen und bewussten Atemzügen regulieren. Unser gesamtes System verändert sich und damit kann sich auch die Situation im Außen verwandeln.

Wissenschaftlich betrachtet ist alles, was unter Stress fällt, der Auslöser oder die Ursache für viele Volkskrankheiten. Gelingt es uns aus dem Stress zu kommen, können Körper und Geist heilen. Dabei ist die Atmung ein entscheidender Schlüssel. Wir nutzen dabei eine vollkommen simple physiologische Wahrheit: Bei gleichmäßiger und vollständiger Atmung kann der Körper nicht im Stress sein.

Fake it, until you make it

Die Wechselatmung: Beruhigend und ausgleichend

Wir gaukeln dem Körper mit einer ruhigen Atmung quasi einen Entspannungszustand vor – und er hält es für wahr. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen dies. Unsere Atmung wird von unserem autonomen Nervensystem gesteuert, genauso wie Herzschlag oder Verdauung.

Je nach Energiebedarf passt unser Nervensystem die Atmung an. Bei körperlicher Anstrengung oder bei Angst wird die Atmung schneller. Sie wird langsamer, wenn wir uns entspannen oder schlafen. Häufig werden unser Stresspegel und damit die schnellere Atmung in Situationen getriggert, in denen es überflüssig ist. In diesen Situationen kommen bewusste Atemtechniken ins Spiel. Denn was den Atem von allen anderen vegetativen Funktionen unterscheidet, ist, dass wir ihn ganz bewusst beeinflussen und steuern können.

Für einen klaren Kopf und volle Lebenskraft

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, die wir uns für eine bewusste Atmung zunutze machen  können. In der Pranayama-Praxis gibt es u.a. Techniken wie:

Aber auch zwischendurch können wir auf einfache Möglichkeiten zurückgreifen, wie beispielsweise vier Sekunden lang einzuatmen und sieben Sekunden lang wieder auszuatmen. Die Technik ist simpel, die Integration häufig herausfordernd, weil wir schlicht nicht daran denken es zu tun.

Glücklicherweise leben wir im Jahr 2021. Heute gibt es wundervolle Erfindungen, die uns an die Atmung erinnern können. Zum Beispiel kannst du dich mit deiner Smartwatch, z.B. der Apple Watch, bis zu 10x am Tag an Atmen erinnern lassen und die entsprechende App zum Atmen nutzen. Oder du nutzt die Funktion nur zur Erinnerung und übst dann deine Atemübung. Allerdings erinnert diese App nicht immer zu dem gleichen Zeiten, sondern wie von Zauberhand poppt die App ganz unverhofft auf und du merkst: ja, ich sollte mal wieder atmen.

Wir brauchen die Erinnerung im Alltag oder die regelmäßige tiefgehende Pranayama-Praxis. So wird die Atmung als Instrument für geistige Klarheit und volle Lebensenergie fest im System verankert.

Atmung, Pranayama, Energieboost: Seminare und Links zum Thema Atem

Wie gehst du selbst mit deiner Atmung durchs Leben? Fühlst du dich stabil in einer vollständigen und gleichmäßigen Atmung? Wenn du Unterstützung im Lernen und Üben wünschst, gibt es die Möglichkeit jeden Morgen kostenlos oder für eine Spende auf unserem Youtube Channel live beim Pranayama teilzunehmen:

Eine tiefergehende Möglichkeit ist beispielsweise die Atemkursleiter Ausbildung. Das ist eine Chance und Möglichkeit dein komplettes Potenzial für Klarheit und Lebenskraft kennenzulernen und anschließend sogar mit anderen zu teilen:

1 Kommentar zu “Die Kraft unserer Atmung: Das Thermostat unseres Nervensystems

  1. Elisabeth

    Großartig, diese Idee der Yoga-Akademie!

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