Hinschmeißen war gestern: Diese 14 Yoga Tipps geben dir mehr Durchhaltevermögen

Terrier: Das Krafttier für mehr Durchhaltevermögen

Hast du den nötigen Biss? Wieder ist ein Jahr rum und wenn wir Bilanz ziehen, kann unweigerlich etwas Unmut aufkommen – wie viel ist liegengeblieben, wurde stiefmütterlich ignoriert, oder gar nicht erst angefangen? Auch Durchhaltevermögen will gelernt sein – Yoga hilft!

Werde zum Terrier

Was nutzt einem alles Talent, wenn man nicht das Stehvermögen hat, Dinge durchzuziehen? Experten sind sich inzwischen sicher: Um seine Ziele zu erreichen, zählt Durchhaltevermögen mehr, als noch so großes Talent.

Nichtsdestotrotz ist nicht gerade jedem eine solche “Terriermentalität” angeboren: festbeißen und nicht mehr loslassen. Gerade den Zaghaften und Grüblern unter uns, fällt es schwer, sich auf etwas festzulegen und am Ball zu bleiben.

Dabei ist Durchhaltevermögen doch so wichtig! Wie wollen wir uns sonst selbstständig machen, um unsere Vision von Arbeit zu leben? Oder Sport machen, tanzen lernen, studieren oder eine Ausbildung abschließen? Wie wollen wir unsere regelmäßige Yoga Praxis durchziehen?

Du siehst: Ein klein wenig Biss schadet nicht. Ein Glück, dass du, wie jeder Mensch auf diesem Planenten, jeden Tag die Gelegenheit hast, deinen inneren Terrier zu erwecken und langsam aber sicher unaufhaltbar zu werden.

Und keine Sorge, es geht mir nicht darum, dich auf Leistung zu trimmen. Es geht darum, tief in dein Herz zu schauen, deine innersten Wünsche zu erkennen und engagiert und gezielt daran zu arbeiten, sie zu verwirklichen.

Raja Yoga – Durchhaltevermögen ist auch Kopfsache

Bevor alle Handlung losgeht, tut es sicherlich gut sich auf all seine Vorhaben zu besinnen und sie einem kleinem Check-up zu unterziehen, denn Durchhaltevermögen ist letztlich vor allen Dingen Kopfsache. Raja Yoga – der Königsyoga – ist die Disziplin, seiner Gedanken Herr zu werden.

1. Finde einen Sinn in deinen Zielen

Bevor es losgeht, solltest du dir wirklich bewusst werden, was du dir von deinem Ziel versprichst. Einfach draufloszulegen kann auf halben Wege zu Orientierungslosigkeit führen und zu einem unweigerlichem Widerwillen. Frage dich und halte einmal für dich fest: Welchen Werten in meinem Leben ist mein Ziel dienlich? Was sind ganz konkrete Vorteile für mich, wenn ich mein Vorhaben umsetze?

2. Habe deine Ziele auf Abruf

Am besten hast du dein Ziel stets klar vor Augen. Klarheit ist vor allem wichtig, für die ganzen schwachen Stunden, den Null Bock Momenten. Da hast du dann deine Ziele parat, kannst sie mental abrufen, oder trägst sie vielleicht als Reminder in deiner Tasche mit dir rum (unbedingt aufschreiben, ob nun klassisch oder digital!).

3. Positives Visualisieren

Früher riet man vor angehenden schwierigen Aufgaben sich als Motivation einfach vorzustellen, wie das Ergebnis bereits eingetreten ist (und man fitter, schlauer, geübter ist etc.) Diese kleine Fantasie kann dir kurzzeitig einige Glücksmomente verschaffen, sodass du beschwingt dein Vorhaben angehen kannst.

4. Bleibe realistisch

Inzwischen gibt es aber auch den Ansatz von Gabriele Oettingen, die davon ausgeht, dass positives Denken alleine nicht reicht (und wohl sogar zu Fehleinschätzungen führen kann). Sie rät dazu, sich nach der positiven Visualisierung alle Hindernisse vorzustellen, die dir bei deinem Vorhaben in den Weg kommen können, wie schlechtes Wetter oder fehlende Zeit. Diese Prise Realität hilft dir, mit nüchternem Blick klare Ziele zu formulieren.

5. Mache dir einen Plan B

Hast du deine Ziele in der Tasche, bleibt nur noch eines zu tun: Überlege dir, was du tust, wenn die genannten Hindernisse eintreten. Für diese Fälle kannst du dann mal für dich festhalten, welches Alternativverhalten du für dich festlegen möchtest (statt Joggen lieber Yoga oder auf den Hometrainer).

Weniger ist da manchmal mehr. Bleib bei der Ausgestaltung deiner Ziele also realistisch und scheue dich nicht, Minimalziele zu setzen: Falls du nicht Energie für die halbe Stunde Sport hast, dann mache wenigstens 15 min!

6. Gemeinsam Durchhaltevermögen wecken

Nichts bestärkt einen so sehr bei der Umsetzung eines Vorhabens im selben Boot zu sitzen. Suche Gleichgesinnte, mit denen du zusammen musizierst, trainierst, gemeinsam gesund kochst oder regelmäßig meditierst. Da hilft nicht nur die Freude, sondern auch die gute alte Scham: Vor unseren Freunden fällt es viel schwerer uns die Blöße zu geben, als vor uns selbst.

Hatha Yoga – Mehr Energie für ein größeres Durchhaltevermögen

Eines ist klar: Für alle hehren Ziele brauchen wir Energie. Sie ist für Motivierte, Träumer und Macher wie die Luft zum Atmen. Um dein Durchhaltevermögen also insgesamt zu stärken, rate ich dazu, am Lebensstil anzusetzen und die wunderbaren Healthy Habits des Hatha Yoga nicht nur leben, sondern lieben zu lernen.

7. Asanas – Bewegung tut gut

Dass Sport gesund ist, hat sich ja bereits herumgesprochen. Je nach Yogastil fördern Asanas nicht nur die Flexibilität und Koordination, sondern regen sanft bis fordernd den Kreislauf an. Die Bewegung, der ruhige Atem und die verstärkte Körperachtsamkeit senken deutlich den Stresspegel und damit Müdigkeit und Lustlosigkeit.

8. Pranayama – Einen langen Atem beweisen

Neben beruhigenden Atemtechniken, wie die Bauchatmung oder der Ujjayi Atem, kannst du Pranayama auch außerhalb deiner Asana Praxis üben. Alle Stehenden Pranayamas sowie Kapalabhati und Bhastrika trainieren dein Atemsystem, schenken richtig Power.

9. Geistige Klarheit durch Meditation

Was sind meine Werte? Wer bin ich? Was möchte ich im Leben erreichen? Fällt dir die Antwort auf solche Fragen schwer, dann tust du gut daran, dir mit Meditation mehr Klarheit zu verschaffen. Der ruhige Geist und die Innenschau klären die Sicht und sind eine gute vorbereitende Übung, um sich mal Stift und Papier zur Hand zu nehmen und seine Ziele festzuhalten.

10. Die Reserven wieder aufladen

Zu viel Energie kann bisweilen auch mehr stressen, als dass sie hilft. Wenn du von Natur aus ein eher dynamischer Typ bist, der zuweilen schwer zur Ruhe kommt, dann übe in der Mittagspause gerne 10 min Tiefenentspannung – Das lädt die Batterien richtig auf!

11. Sattwige Ernährung für mehr Durchhaltevermögen

Du bist, was du isst. Unsere Nahrung beeinflusst nicht wenig, wie wir uns fühlen: mal träge und schwer, dann wieder unruhig und überreizt, selten aber mal einfach nur leicht und locker. Sattwige Ernährung gibt dir die Energie, die du brauchst.

Durchhaltevermögen kommt von Herzen

Auch von den Bhaktas können wir viel lernen. Sie üben den Yoga der Hingabe an das Göttliche – ein sehr hochtrabender Gedanke für viele Leute. Auch wer an nichts glaubt, oder an etwas anderes, kann sich davon was abgucken. Letztlich bedeutet es sich mit vollem Herzen ganz dem Leben anzuvertrauen – und das finde ich eine sehr erhebendes Mindset.

12. Stolpere immer wieder über deine Ziele

Der Bhakta übt regelmäßig Smarana, sprich richtet sich ganz überlegt Orte ein, die ihn an das Höchste erinnern. Diese Stolpersteine kannst auch du für dich nutzen, dir ein inspirierenden Desktophintergrund machen, einen Podcast oder Social Media Kanal folgen, der dein Vorhaben unterstützt, ein motivierendes Zitat aufhängen, vielleicht sogar deinen ganz persönlichen Altar einrichten?

13. Aktiviere dein Durchhaltevermögen mit Inspiration

So wie der Bhakta regelmäßig durch Geschichten über das Heilige inspiriert wird, kannst auch du dich regelmäßig selbst inspirieren. Finde Gleichgesinnte im Internet, oder Freunde mit denselben Ziel. Nutze Videos, Podcasts, File oder auch Bücher, über Menschen, die dein Ziel bereits erreicht haben, oder daran arbeiten.

14. Mache ein Date mit dir selbst

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die kleinen Rituale des Alltags. Sie können wie eine Verabredung mit uns selbst sein, uns ganz auf etwas auszurichten. Ähnlich kannst auch du einen festen Termin am Tag, oder ein paar mal in der Woche blocken, der nur für dich und dein Vorhaben da ist. Schreibe dir diese Termine in deinen Kalender, so hat es Hand und Fuß, und du lässt dich nicht aus Versehen verplanen!

Mit den Gedanken fängt es an

Die Welt, in der wir leben, ist zu großen Teilen Kopfsache. Wenn dich also oft bedrückende oder aufreibende Gedanken über die Vergangenheit und Zukunft grübeln lassen, deine Konzentration schnell zerstreut oder immer wieder dieselben Gedankenschleifen plagen: Immer mit der Ruhe, ist alles Training.

Schon die alten Yogis haben sich Gedanken darüber gemacht, wie wir unser Denken willentlich gestalten können und haben diese Disziplin “Raja Yoga” genannt, den königlichen Weg des Yoga. Lerne in Yoga Seminaren und Ausbildungen über die fluide Natur des Geistes, praktische alltagstaugliche Yogaphilosophie und kraftvolle Techniken aus Meditation, Selbstreflexion, Visualisierung und Selbstregulation.

Yoga, Meditation, Mantra-Singen und Atemübungen sind dabei immer Teil der Yoga Vidya Seminare und laufen ergänzend nebenbei. In der Atmosphäre unserer lauschigen Ashrams kannst du dich so ganz ins Vertrauen begeben und dich voll auf deine Entwicklung konzentrieren.

1 Kommentar zu “Hinschmeißen war gestern: Diese 14 Yoga Tipps geben dir mehr Durchhaltevermögen

  1. Hallo. Die Inspiration Durchhaltevermögen “funktioniert” nicht ( spielt nicht ab) habt ihr das schon bemerkt? Gruß, Tanja

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