Imbolc Fest – den Frühling willkommen heißen

Imbolc feiert den Sieg der Sonne über die Dunkelheit. Es ist das Lichterfest, das bei den Kelten zum 2. Vollmond nach der Wintersonnenwende oder zum zweiten zunehmenden Mond gefeiert wurde. Heute wird das Fest vom vom 1. bis 2. Februar begangen.

Neben Samhain, Beltane und Lughnasad ist Imbolc eines der Mondfeste im keltischen Jahreskreis. Dieses Jahreskreisfest ist eine Zeit des Übergangs zwischen dem neugeborenen Licht zu Wintersonnenwende am 21. Dezember und der stärker erwachenden Erde, die nun erneut ihre kraftvolle Energie der Fruchtbarkeit zeigt.

Vorbereitung auf das kommende Jahr

Es ist die Zeit der Vorbereitung auf das kommende Jahr, der Reinigung und eine Zeit um Pläne zu schmieden. So wird Imbolc oft auch mit Initiationen in Zusammenhang gebracht.

Ihr habt es sicherlich auch schon wahrgenommen, die Tage sind nun schon deutlich länger. Die Sonne geht jeden Tag früher auf und später unter, die Vögel singen und die Bäume sprießen. Das Lichterfest soll uns an die Kraft des Lichts erinnern, welches alles durchdringt und alles wieder neu erwachen lässt.

Die dunkle Jahreszeit endet nun und es beginnt die helle Jahreshälfte.

Imbolc – Fest der Lichtgöttin Brigid

Das Lichterfest stand mit der Lichtgöttin Brigid in enger Verbindung und wird deshalb auch Brigids Tag genannt. Brigid war die Jüngste der keltischen Dreifachen Göttin. Sie war von jugendlicher Gestalt, wunderschön und voller Leben.

Als Göttin des Frühlings und des Feuers, wurde sie auf einer Türschwelle zwischen Flammen und Lichtsäulen geboren. Ein riesiger Flammenturm stieg aus ihrer Stirn auf, der bis in den Himmel reichte. Seit diesem Tage war Brigid untrennbar mit dem Element des Feuers vereint. Als kleines Mädchen schlief sie in einem Meer aus Flammen. Ihre eigene Lebenskraft hält die Flammen auf ewig am Lodern.

Die drei Göttinnnen Cailleach, Modron und Brigid herrschten über die Jahreszeiten. Bei den Kelten herrschte im Winter die Göttin Cailleach, sie ist die Göttin der Dunkelheit und des Todes. Zu Imbolc übernahm dann die junge Brigid den Kraftstab aus Holunderholz von der weisen Alten, der Göttin Cailleach (Frau Holle, der Göttin Percht). Dieser Kraftstab verlieh Brigid die Macht über das Wetter und die Elemente.

Zur Sommersonnenwende legte Brigid dann den Kraftstab wieder unter einen Holunder. Die Göttin Modron ergriff nun diesen Stab und alles im Lande begann zu reifen. Zu Samhain legte sie dann den Stab abermals unter einen Hollerbusch. Modron ging in einem Becken zu Bade und verwandelte sich in Cailleach.

Die Göttin Cailleach weckte die schlafende Schlange, die für Zerfall und Erneuerung steht. Diese Schlange beendete dann auch den Winter. Zu Imbolc legte Cailleach den Stab wieder unter einen Holunder und verwandelte sich in einen Stein.

Herkunft von Imbolc

Über die Herkunft der Bezeichnung Imbolc gibt es viele Vermutungen, jedoch ist die Interpretation „rituelle Reinigung“ am wahrscheinlichsten, denn an Brigids Tag haben die Menschen ihren Kopf, ihre  Hände und Füße besonders sorgfältig gereinigt. Auch ihre Häuser erhielten einen gründlichen Rundum-Putz.

Im Anschluss wurden große Feuer entzündet, die das Licht der Sonne erwecken sollten. Das Leben erneuerte sich, löste sich aus seiner inneren Ruhe und strebte hinaus in die weite Welt.

Brigid versetzte alle Gewässer in Bewegung, brachte das Eis zum Schmelzen, regte die Säfte in den Bäumen an und brachte die Pflanzen wieder zum Sprießen.

Sie bewachte Frauen an den entscheidenden und wichtigen Stationen ihres Lebens. Besonders bei der Geburt beschützte sie durch ihre Anwesenheit. Sie bewachte die Neugeborenen und Säuglinge in ihren Wiegen. So wurde sie als Schutzheilige der Gebärenden und der Hebammen verehrt.

Sie war die Göttin der Poeten, Musiker und Künstler und wachte über die Kräfte der Heilkünste. Bei den Druiden war sie auch die Göttin der Wahrheit. Es war üblich, unter Berufung auf Brigid, zu schwören die Wahrheit zu sagen. Auch Probe-Ehen für ein Jahr wurden am Tag des Lichterfest geschlossen.

Eng verbunden mit der Göttin ist die Birke mit ihren Frühjahrskräften. Wie kein anderer Baum steht die Birke für Reinigung und Neubeginn. Sowohl Brigid als auch Birke gehen beide auf den Wortstamm glänzend oder hell zurück. Das bezieht sich bei Brigid auf ihre frühlingshafte Erscheinung und bei der Birke auf ihren hell glänzenden Stamm.

Zu Ehren Brigids wurden viele Flüsse und Städte nach ihr benannt: Bregenz am Bodensee, Brigantia, Braganca in Italien, Brig in Wallis, die Ebene Brega in Irland sowie Braint, Barrow und Brent in Britannien und Irland.

Die Saga vom Götterbär

Zu Imbolc erwacht der Götterbär das erste Mal aus seinem tiefen Winterschlaf und verlässt seine Höhle. Unter seinem Pelz verborgen schützt er den jungen Sonnengott Lugh.

Du kennst vielleicht das Märchen von „Schneeweißchen und Rosenrot“. Es greift die Sage vom Götterbär auf. Unter dem Pelz des Bären verborgen, leuchtet es golden und der junge Prinz, der Sonnengott, ist in ihm verborgen. Brigid ist sowohl in Schneeweißchen als auch in Rosenrot verkörpert. Cailleach ist in der Figur der alten Mutter zu erkennen, die dem Bären im Winter Zuflucht gewährt.

Welche alten Imbolc Bräuche gab es?

Im keltischen J