Shivaratri – 7 Yoga-Tipps für Shivas Nacht der Verwandlung

Altar an Shivaratri mit Blüten, Murtis und einem Bildnis von Shiva

Om Namah Shivaya! Zum Jahreswechsel entsteht immer dieser unwiderstehliche Drang sein Leben neu auszurichten. Von diesem Geist kannst du dich gerne bis Anfang März tragen lassen! Shivaratri ist das Fest des großen Hindu Gottes Shiva, der mal Zerstörer, aber eben auch auch Erneuerer genannt wird.

Ganz im Geiste Shivas geben wir dir hier 7 Tipps, wie du deine spirituelle Praxis an Shivaratri ausrichten kannst, um dich von Altlasten zu befreien und Neues entstehen zu lassen.

Warum ist Shivaratri so kraftvoll?

Shivaratri ist einer der kraftvollsten spirituellen Feiertage des Jahres. In dieser Nacht sind tiefe spirituelle Erfahrungen besonders leicht zugänglich. Dabei hast du die besondere Möglichkeit, dich durch die umfangreichen Feierlichkeiten und spirituelle Praktiken auf eine neue Bewusstseinsstufe zu erheben.

Shivaratri gehört daneben zu den wichtigsten hinduistischen Festen. Es steht symbolisch für die Hochzeit von Shiva und Parvati und somit für die Vereinigung der individuellen Seele mit dem kosmischen Bewusstsein.

Shiva – Zerstören, verändern und transformieren

Shiva steht für Transformation. Deshalb bietet Shivaratri die perfekte Gelegenheit, um dich von deinen Altlasten zu befreien. Die besondere Gabe Shivas besteht darin, jegliche Negativität zu zerstören und zu transformieren. Indem wir der Shiva-Energie erlauben, durch unser ganzes Wesen hindurchzufließen, können wir uns von der Vergangenheit lösen, Themen loslassen und somit Raum für Neues schaffen.

Shiva- Innere Einkehr und Einheit

Shiva steht aber nicht nur für Veränderung, sondern auch für Einheit. Veränderungsprozesse bringen oft Unsicherheiten und eine Zeit der inneren Einkehr mit sich. Machen wir uns deshalb bewusst, dass Shiva, genau wie Yoga, Einheit bedeutet. Dabei hilft es, das Mantra “Om Namah Shivaya” zur Meditation zu nutzen, um so noch leichter den eigenen inneren Raum zu erfahren, der genau diese Einheit für dich bereit hält.

Das Feuer der Veränderung – Wie du Shivaratri feiern kannst

Altar an Shivaratri mit Blüten, Murtis und einem Bildnis von Shiva
Der große Yogi Shiva kann uns zu intensiver spiritueller Praxis inspirieren

Es gilt als besonders glücksverheißend, die Feierlichkeiten an Shivaratri für ausgiebige spirituelle Praktiken zu nutzen, denn in dieser Nacht sind tiefe spirituelle Erfahrungen leicht zugänglich. Auf diese Weise kann das relative Bewusstsein besonders gut transformiert werden.

Dabei ist es von Vorteil, die persönliches Sadhana möglichst ambitioniert zu gestalten, um die energetische Kraft dieses besonderen Ereignisses zu verstärken.

1. Faste den ganzen Tag

Fasten bedeutet nicht hungern. Vielmehr ist die bewusste Entscheidung auf Nahrung zu verzichten. An Shivaratri wird strenges Fasten eingehalten, manche trinken nicht einmal etwas. Hingegen werden traditionell ganz bewusst Milch, Honig und andere Süßspeisen dargebracht. Das Nährende wird damit dem Göttlichen hingegeben. Probiere an Shivaratri mal aus, mal ganz bewusst auf Nahrung zu verzichten. Du wist sehen: so schwer ist es garnicht!

Übrigens hat regelmäßiges Fasten ein unglaublich großen Effekt auf unsere Gesundheit. Nicht nur senkt es dramatisch Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte. Darüber hinaus profitiert unsere Psyche. Durch das Fasten definieren wir unsere Beziehung zum Essen neu und lernen Hunger von Appetit zu unterscheiden. So essen wir achtsamer. Nicht umsonst wird das Fasten von Dr. Michalsen deswegen auch als die “therapeutische Königsdisziplin” bezeichnet.

2. Rezitiere Om Namah Shivaya

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Sukadev erläutert die Aussprache des Om Namah Shivaya

Eine schöne Praxis zu Shivaratri ist auch die Rezitation des berühmten Shiva-Mantras “Om Namah Shivaya”, wörtlich übersetzt “Om, Verneigung dem Shiva”. Erläuterung zur korrekten Aussprache und der Bedeutung des Shiva-Mantras findest du dazu oben.

Anders als bei einer Lesung, ist bei der Rezitation die korrekte Aussprache im Sanskrit entscheidend. So sagt man, dass über die Kraft des Klanges auch Prana belebt, die Nadis geöffnet und bestimmte Chakren aktiviert werden.

3. Nachtwache

Die Nachtwache zu Shivaratri ist eine besondere Form des Tapas, also der Disziplin. Nach Swami Sivananda soll so mithilfe des ständig wachen Geistes das Tamas überwunden werden, also unsere Trägheit. Stattdessen soll die Nacht genutzt werden um sich in spirituellen Praktiken zu üben.

Dabei ist es sicherlich günstig, Praktiken wie Meditation und Tiefenentspannung, die weder den Körper noch den Geist stimulieren, eher zu machen, wenn mann noch einigermaßen wach und fit ist – nicht, dass die Trägheit dich doch übermannt! Immer wenn du merkst, dass du müde wirst, kannst du hingegen Asanas üben oder aus vollem Herzen Kirtan singen.

4. Rituale an Shivaratri

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