Verehrung und Hingabe im Westerwald

Puja und Homa

Solange wir diesen Körper bewohnen, sind wir auch an die Dualität gebunden. Solange wir an die Dualität gebunden sind, befindet sich das Göttliche scheinbar außerhalb von uns. Solange sich das Göttliche außerhalb befindet, unterstützen uns Rituale der Hingabe. Solange uns Rituale der Hingabe unterstützen machen wir Pujas. So auch wieder vor ein paar Tagen. Devani und Bhakti führten die Sevakas des Westerwaldashrams und die angehenden Yogalehrer der vierwöchigen Ausbildung im Hintergrund, durch eine turbulente Puja.

Wenn wir mit einer Puja oder einer Homa ein Ritual der Ehrerweisung und der Hingabe ausüben, wem erweisen wir da Ehre, wem oder was geben wir uns eigentlich hin?

Puja und Homa sind feste Bestandteile des Bhakti Yoga. Bhakti, als Yogaweg des Herzens bedient sich des Großen im Außen um mittels Hingabe zur Verschmelzung mit dem Göttlichen zu gelangen. Aus Sicht des Jnana Yoga erscheint dies widersprüchlich: Wem sollte ich mich hingeben, wenn es doch nur Eines gibt, alles das Eine ist?! Wozu der „Umweg“ des Trennens und sich Hingebens, um dann doch zur Verschmelzung und zum Einssein zu kommen?!

Ja, es existiert letztendlich nichts außer dem Einen, Brahman, Gott, das Absolute oder wie auch immer es genannt wird und dennoch,…

In der Synthese von Bhakti und Jnana verehre ich, das Göttliche, mich selber als das Göttliche. Da es nur Eines gibt, geschieht alles innerhalb des Einen. Ich verneige mich vor mir selber, singe mir, dem Göttlichen, Mantras und höre mir, dem Göttlichen, dabei zu. Ich bedanke mich bei mir und ich bitte mich um etwas. Alles ist in mir, jede Handlung findet in mir statt und genauso, wie ich mich aus Sicht des Beobachters bei meiner Hand bedanken kann, dass sie eine Tasse für mich, den Beobachter, hält, so wie ich, der stille Zeuge, dem Körper Respekt erweisen kann, weil er mich, den stillen Zeugen, durchs Leben trägt, macht es auch Sinn mich selber, den Wahrnehmenden, mit Ritualen zu ehren.

Das Leben feiert sich selber, wie genial, wie wunderschön!

Ach übrigens feiern – hier gibt es neun Tage lang die Gelegenheit für Mantrasingen, Pujas und Homas:
Navaratri               13.10.2015 – 22.10.201

 

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