Yoga Wiki über einen Wettstreit zwischen Sonne und Wind

Eines Tages fing der Wind mit der Sonne an zu streiten, wer von den beiden es wohl schneller schafft, einen Wandermönch dazu zu bringen, seine Jacke auszuziehen. Also machten sie einen Wettkampf.

Der Wind fing an und blies so stark wie er konnte, er wurde zu einem richtigen Orkan, stürmte und tobte, aber trotz aller Gewalt schaffte er es nicht den Wandermönch dazu zu bringen, seine Jacke auszuziehen. Er hielt seine Jacke jedoch immer fester mit beiden Händen an seinem Leib, sodass sie ihm nicht davon flöge. Der Wind blieb zuerst sehr hartnäckig, aber nach einer Weile gab er auf.

Nun war die Sonne dran. Sie wählte einen liebevollen Weg und sandte dem Wandermönch viele warme Strahlen. So dauerte es nicht lange, bis ihm warm wurde, er seine Jacke aufknöpfte und schließlich komplett auszog.

Fazit: Manchmal ist es besser statt lauter zu werden, weiser zu argumentieren. Statt Gewalt anzuwenden, es mit Liebe zu versuchen. Statt etwas von außen zu erzwingen, zu warten bis etwas von innen heraus entsteht. Es bringt nichts Menschen zu etwas zu überreden, sondern sie dahin zu bringen, das sie es in sich erkennen. Alle guten Dinge entstehen von innen. Macht man ein Ei von außen kaputt, dann stirbt das Küken, aber gibt man dem Ei von außen Wärme schlüpft das Küken irgendwann von alleine.

(bdm – nach einer Fabel von Aesop)

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