59 Kundalini Yoga und Gelassenheit: Angst und Ärger als Energieaktivierung

Gelassenheit Entwickeln - Podcast für mehr Gelassenheit im Alltag

Kundalini Yoga hat eine interessante Sichtweise auf Ärger, Angst etc.: Sie sind nichts anderes als Energieaktivierung. Freue dich, dass du so einfache Techniken der Energieaktivierung “beherrschst”. Dann kannst du lernen damit umzugehen. Sukadev erläutert dir insbesondere anhand einiger Lampenfieber-Beispiele, wie Lampenfieber aktiveren kann. Dies ist ein Mitschnitt aus einem SeminarGelassenheit entwickeln“.

Dies ist die 59. Ausgabe des Yoga Vidya Gelassenheits-Podcast.

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Heute geht es um Kundalini Yoga und Gelassenheit. Heute erzähle ich etwas über die verschiedenen Gemütszustände und du kannst dir danach überlegen, welcher Gemütszustand hängt zusammen mit welchem Energiezustand. Die Grundlehre des Kundalini Yoga ist: Alles ist nur Energie. Und verschiedene Weisen der Energieerweckung wurden vom Körper und von der Psyche und von der Evolution entwickelt. Angst und Ärger sind nichts anderes als Energieerweckungen. Wenn du das weißt, kannst du dann mit geeigneten Techniken lernen, diese Ärger- und Angstzustände zu überwinden, indem du sie transformierst in positiv nutzbare Energien. Das wirst du später genauer vertiefen können.

Ich will beginnen mit ein paar Aspekten von Kundalini Yoga und Hatha Yoga in Verbindung mit Gelassenheit. Gut, ich hatte gestern gesprochen von den sechs Yogawegen und Gelassenheit. Gelassenheit ist heutzutage natürlich ein besonders wichtiges Thema in einer Welt, wo sehr, sehr viel passiert, wo es sehr viele Möglichkeiten gibt, wo Menschen sehr gefordert sind. Und das Schöne ist, Yoga gibt einem so viele verschiedene Techniken für Gelassenheit und die Yogaarten vermitteln auch eine gute Einstellung gegenüber den Dingen, die uns erst mal nicht so gelassen machen. Und einer der wichtigen Aspekte des Yoga ist der Kundalini Yoga. Kundalini Yoga kann man auch einfach sagen, ist der Yoga der Energie. Kundalini Yoga spricht vom so genannten Prana.

Prana ist die Lebensenergie und all unsere Gemütszustände, die wir haben, sind nichts anderes als unterschiedliche Manifestationen von Prana. Und wenn man sich dessen bewusst wird, welche Gemütszustände mit welchem Prana zusammenhängen, dann kann man auch sagen, wir können die Gemütszustände auch wiederum ändern, indem wir auf unser Prana einwirken. Und wir können sagen, es gibt drei Gemütszustände, die der Gelassenheit scheinbar im Weg stehen: Zorn, Ärger, ist vermutlich der, den man am massivsten der Gelassenheit entgegengesetzt sehen würde. Was gibt es noch? Traurigkeit, Niedergeschlagenheit. Und der dritte wäre? Neid, können wir noch sagen. Am stärksten, würde ich noch sagen, ist die Angst. Im Grunde genommen können wir sagen, Angst, Ärger und Traurigkeit, Depression, Niedergeschlagenheit, das sind die drei Zustände, die der Gelassenheit entgegengesetzt sind. Wir finden aber noch andere, wie Neid und Gier usw. Aber wenn wir jetzt erst mal zwei davon anschauen, nehmen wir erst mal Ängste, nehmen wir insbesondere eine Manifestation von Angst, die einen sehr ungelassen machen kann, das ist Lampenfieber.

Lampenfieber, ursprünglich ein Problem für Schauspieler, denn sie stehen im Rampenlicht. Wenn man auf der Bühne steht, wird man beleuchtet und da gibt es eben den Ausdruck „Lampenfieber“. Aber im weiteren Sinne ist Lampenfieber etwas, was immer dann auftaucht, wenn man Angst hat vor etwas, wo man etwas sagen muss, vor einem wichtigen Gegenüber oder vor einer Gruppe oder vor großem Publikum. Z.B. steht ein Gespräch mit dem Chef an. Der Chef hat gesagt: „Wichtige Besprechung. Ich muss Sie unter vier Augen sehen. Morgen um 12:00 Uhr.“ Oder wichtiges Kundengespräch. Oder Vorstellungsgespräch. Oder Prüfung usw. Also viele Möglichkeiten. Kundalini Yoga würde sagen, all diese Formen von Lampenfieber sind nichts anderes als Energieerweckung. Und als solche, weil das Energieerweckung ist, ist es erst mal etwas Gutes. Und man kann auch sagen, letztlich, deshalb hat es die