Ab heute tägliche Yoga Praxis – 5 Tipps wie du deine Vorsätze durchziehst

Neues Jahr – neues Glück. Wer kennt das nicht? Zum Jahresbeginn haben wir viele Vorsätze und stecken voller Motivation, diese auch umzusetzen. Leider holt uns dann sehr schnell der Alltag wieder ein und ehe wir es uns versehen, haben sich die guten Vorsätze im Sand verlaufen oder in Luft aufgelöst.

Gerade Menschen, die Yoga praktizieren, nehmen sich gerne viel vor: Täglich oder mehrmals wöchentlich Asanas, Pranayama und Meditation üben, mehrmals die Woche zur Yogastunde gehen oder zweimal im Monat Fasten sind nur wenige Bespiele.

Welche Vorkehrungen kannst du treffen, damit deine Vorsätze nicht nur gewagte Worte bleiben, sondern du sie wirklich kontinuierlich in deinen Alltag integrierst? 

1. Setze dir realistische Ziele

Gerade in unserer Gesellschaft neigen die meisten Menschen dazu, sich zu viel vor zu nehmen. Erreichen sie dann ihre Ziele nicht, sind sie entmutigt und geben auf. Setze dir also realistische Ziele. Sind 2 Stunden Asanas und 30 Minuten Meditation pro Tag wirklich umsetzbar?

Schaue, was du wirklich aktuell in deinen Alltag integrieren kannst. Nimm dir lieber weniger vor. Wenn du mehr schaffst, ist das super. Auf diese Weise schaffst du dir Erfolgserlebnisse, die dich weiter motivieren. Außerdem ist die Hürde, anzufangen, nicht so hoch.

2. Lege Ort, Zeit und Länge deiner Praxis im Voraus fest

Es ist wichtig, dass du aus deinem Vorsatz (z.B. “Ich übe täglich Asanas”) einen klaren Handlungsplan ableitest. Lege also für jeden Tag, an dem du etwas machen willst, ganz genau fest wann, wo und wie lange du üben möchtest und plane dir diesen Zeitraum fest ein. Es hilft sehr, wenn du das in schriftlicher Form fest hältst. So als eine Art Vertrag mit dir selbst.

3. Rechne mit Schwierigkeiten

Du selbst kennst dich und deinen Alltag am besten. Also überlege dir im Voraus, was dazwischenkommen könnte. Überstunden, Krankheit, Müdigkeit, keine Lust, schönes Wetter, schlechtes Wetter, ect.

Verfasse – am besten schriftlich – einen Plan B für jede mögliche Schwierigkeit. Überlege genau, wie du trotz dieser Schwierigkeit auf jeden Fall deine Praxis machen kannst. Sei es zu einem späteren Zeitpunkt (aber noch am selben Tag), an einem anderen Ort oder in einer anderen Länge.

Ein Beispiel könnte sein, dass du, wenn du total müde und lustlos bist und schon auf dem Weg zur Couch statt auf die Matte bist, dir dann z.B. sagst: „Ok, ich mache heute keine 60 Minuten und ich muss auch nicht Skorpion und Spagat üben, aber ich mache 10 Sonnengrüße. Wenn ich mich dann immer noch schlapp fühle, dann lege ich mich auf die Couch.“

So nimmst du dir die große Hürde und wirst wahrscheinlich am Ende sowieso länger auf der Matte bleiben und dich hinterher viel besser fühlen. Und falls nicht, ist es vielleicht auch einfach mal okay eine Pause zu machen. Aber du hast deinen Vorsatz und deine Praxis eingehalten, auch wenn es etwas reduzierter war.

Du kannst auch überlegen, wie Menschen aus deinem sozialen Umfeld dich unterstützen könnten und sie darum bitten. Beispielsweise dass der Partner oder die Partnerin sich um die Kinder kümmert in der Zeit, in der du deine Praxis machst.

4. Denk nicht drüber nach

Wenn du deinen Handlungsplan und deine Handlungsalternativen bei Schwierigkeiten schriftlich festgehalten hast, bist du für alles gewappnet und es kann los gehen. Jetzt heißt es: TUN!

Denke dabei nicht nach. So wie du morgens nicht darüber nachdenkst, ob du Lust hast, dir die Zähne zu putzen. Du machst es einfach. Und genauso gehst du auch an deine Praxis heran. Einfach machen.

5. Nimms leicht und lerne aus Rückschlägen

Mit deinem Vorsatz möchtest du dir ein neues Verhalten angewöhnen. Das ist eine große Herausforderung und wahrscheinlich wirst du irgendwann mal scheitern. Es wird Tage geben, an denen klappt es trotz bester Vorbereitung nicht.

Das ist kein Grund alles wieder hinzuwerfen. Hier zeigt sich, ob du wirklich Biss hast! 2 Tage nicht geübt? Ok, passiert. Wenn du es schon könntest, hättest du es dir ja nicht vorzunehmen brauchen. Mach einfach wieder weiter.

Schau dir an, warum es nicht geklappt hat. Analysiere die Situation mit offenem Geist, ohne dich dafür zu verurteilen. Lerne daraus, passe evtl. den Handlungsplan an oder erweitere deine Schwierigkeitenliste und Handlungsalternativen.

Viel Erfolg und Spaß bei deiner Praxis und ein gutes Jahr 2017!

Ein Artikel von Gauri Reich

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Gauri Reich ist Yogalehrerin (BYV), Ayurveda Gesundheitsberaterin (BYVG), Yoga Personal Trainerin, Inner Flow Vinyasa Teacher und D