Das vedische Horoskop – Teil 1: Karmische Konstellationen

Das Sonnensystem

Yoga, Vasti und Ayurveda werden immer beliebter im Westen, ebenso das vedische Horoskop. Im Wesentlichen geht es dabei um die Deutung der Sterne und welche kosmische Konstellation bei der Geburt  vorherrscht. Anhand dieser kann deine Persönlichkeit, dein Potential und die Struktur deines Lebens beschrieben werden.

Alle Seiten des Individuums spielen eine Rolle. Auch zum Beispiel die karmischen Zusammenhänge oder auch die zukünftigen Geschehnisse im Leben.

Wozu genau nutzen wir das vedische Horoskop?

Die Inder und Inderinnen nennen es Jyotisha, die „Wissenschaft des Lichtes“. Schon viele tausende Jahre ist das vedische Horoskop ein Bestandteil ihrer Kultur und gehört zu den Ritualen. Der Ursprung liegt in den alten indischen Schriften, den Veden oder auch Epen genannt. Dort steht über das vedische Horoskop:

Sie ist wie ein Spiegel, der deine gesamte Beziehungsvielfalt zu der Natur und dem Universum darstellt und verbindet. “So wie der Körper, so dass Universum”.

Veden

Das vedische Astrologie kann sich auf dein ganzes Leben, die aktuelle oder gesundheitliche Situation, die mentale Verfassung oder auch deine Spiritualität beziehen. Es ist weitreichend, ganzheitlich und  arbeitet sehr eng mit Yoga und Ayurveda zusammen. Ähnlich wie diese zwei Lehren soll das vedische Horoskop bei der Wiederherstellung der Balance unterstützend wirken, das Bewusstsein schulen und die eigene Kraft fördern.

Das vedische Horoskop im Vergleich

Sternenhimmel
Das Geheimnis der Sterne

Es gibt drei wesentliche Unterschiede zwischen der westlichen und der vedischen Astrologie:

  1. Zum einen richtet sich das vedische Horoskop an dem siderischen Tierkreis aus. Der Mond steht dabei im Mittelpunkt bzw. die genaue Position der Sterne. Bei uns ist es der tropische Tierkreis und das Sonnensystem steht im Mittelpunkt.
  2. In Betracht auf das individuelle Horoskop spielt im vedischen der Aszendent eine weitaus größere Rolle als im Westen. Hier bei uns ist es ganz klar das Zeichen in der Sonne.
  3. Weiterhin wurde bei den Ursprüngen im Westen vor ca. 1700 Jahren die damals gültige Position im Tierkreis als Grundlage genommen. Diese wird auch heute noch verwendet. Die Sonne stand zu dem Zeitpunkt am Frühlingsanfang bei 0°C Widder. Die Position der Sterne verschiebt sich allerdings von Zeit zu Zeit. Das Horoskop trifft dadurch keine genaue Aussage mehr. Nach all den Jahren ist somit ein Unterschied von etwa 25 °C entstanden.

Im Gegensatz zum Westen, verwendet das vedische Horoskop nicht immer die gleiche, sondern die tatsächliche Position des Sternbildes. Das bedeutet, dass sich dein Sternzeichen womöglich um eins verschoben hat. Es kommt dabei allerdings auch darauf an, ob du dich relativ am Ende, mittig oder am Anfang deines Sternzeichens befindest.

Sternzeichen
Astrologisches Diagramm

Andererseits hat auch der siderische Tierkreis eine gewisse Ungenauigkeit, da nicht alle 12 Tierzeichen genau 30 °C haben. Trotz alledem ist es doch stimmiger.

Über sattwige Planeten…

Im Ayurveda und Yoga werden die drei Eigenschaften “Gunas“ beschrieben:

  • Sattwa, das reine und wissende Prinzip
  • Rajas, die Leidenschaft und Bewegung
  • Tamas, das Schwere und Dumpfe.

Diese Qualitäten manifestieren sich in allem, was eine Form besitzt, aber auch z.B. in unserem Geist. Sie sind ständig in Bewegung, wie das Leben. In der vedischen Astrologie werden dementsprechend auch die Planeten und Häuser über die drei Gunas eingeordnet.

Wie im Westen gibt es die sieben Planeten: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. Zusätzlich gibt es aber noch Ketu, der Schwanz eines Dämons und Rahu, der Kopf. Die Gunas manifestieren sich in ihnen wie folgt:

  • Sattwige Planeten: Sonne, Mond und Jupiter
  • Rajasige Planeten: Merkur und Venus
  • Tamasige Planeten: Mars, Saturn, Ketu und Rahu

Dabei ist es wichtig zu wissen, wo sich diese Eigenschaften in unserem Geburtshoroskop befinden und uns beeinflussen.

Das Sonnensystem
Das Sonnensystem

…und rajasige Sternzeichen

Auch die Sternzeichen werden den drei Gunas zugeordnet:

  • Sattwige Sternzeichen: Zwillinge, Waage und Wassermann
  • Rajasige Sternzeichen: Löwe, Widder und Schütze
  • Tamasige Sternzeichen: Jungfrau, Stier, Krebs, Steinbock, Fische und Skorpion.

Aber wichtig ist auch zu verstehen, dass alle drei Eigenschaften wichtig sind. Tamas ist zum Beispiel wichtig, um schlafen zu können, um müde zu sein. Rajas hingegen, das Feurige und die Bewegung, ist wichtig, um Ziele umsetzen zu können.

Die Magie des vedischen Horoskops

Zusammenfassend können wir sagen, dass das Wissen des Lichtes, Jyotisha, dazu dient, um dich besser kennen zu lernen. Sowohl die Schattenseiten als auch das Licht in dir, sie anzunehmen und dich dabei zu unterstützen in Ruhe und sicher im Leben voranzuschreiten.

Bist du nun vielleicht auch auf dein vedisches Horoskop neugierig geworden und möchtest dich noch selbst überzeugen? Lies in Teil 2 mehr zu den vedischen Tierkreiszeichen.

Um allerdings genau auf dein persönliches Leben eingehen zu können, ist es ratsam sich an professionelle vedische Astrologen zu wenden.

Das vedische Horoskop – Aktuelle Seminare

Die indische oder vedische Astrologie, Jyotisha genannt, beruht auf Schriften in den Veden und ist somit einige Jahrtausende alt. Erfahre die Kraft