Die besondere Zeit der Rauhnächte – 5 Rituale für ein erfülltes neues Jahr

Magie der Rauhnächte

In der Nacht des 21. Dezembers beginnt wieder die Zeit der Wunder, die Rauhnächte, eine Zwischenzeit, deren Ereignisse als Vorboten des kommenden Jahres gelten können. Für eine kleine spirituelle Erkundungsreise hier 5 Rituale für diese magische Zeit.

Ein Beitrag von Anu Tara Neumeyer

Herkunft der Rauhnächte

Den Ursprung der Rauhnächte liegt in der keltischen und germanischen Mythologie. Der germanische Kalender war ein Mond- und Sonnenjahr. Das Sonnenjahr hatte 365 Tage und die Mondzyklen mit jeweils 29,5 Tagen ergaben eine Differenz von genau 11 Tagen und 12 Nächten. Das sind die heiligen Rauhnächte.

Zwischen den Jahren

Die erste Rauhnacht beginnt also am 21.12. um 00:00 Uhr und endet am 22.12. um 24 Uhr. Diese Regelung kommt daher, dass wir uns im keltischen Jahreskreis in der „Jahresnacht“, der dunkleren Zeit im Jahr,  befinden. Daher wird jeder Tag als „Nacht“ bezeichnet.

Die zwölf Rauhnächte sind eine spezielle „Zwischenzeit“, eine besondere und intensive Zeit, bei der jede einzelne Nacht für einen Monat des nächsten Jahres steht. Alles, was dir an einem dieser Nächte aber auch Tage begegnet, passiert oder auch als Idee einfällt, kann sich in dem entsprechenden Monat erfüllen.

Bewusste Auseinandersetzung

Der bewusste Umgang mit den Rauhnächten gibt dir die Möglichkeit, das kommende Jahr positiv selbst mitzugestalten und zu beeinflussen. Es ist eine wundervolle Gelegenheit zum Ausklang des Jahres zur Stille zu kommen, das alte Jahr zu reflektieren, zu meditieren, Innenschau zu halten und dein Herz zu öffnen.

So kannst du die Rauhnächte zu einer besonderen und heiligen Zeit werden lassen. Du solltest am besten deine Arbeit auf das Notwendigste reduzieren und dir Zeit für Besinnung und Achtsamkeit schaffen.

5 Rituale für die Rauhnächte

Mondnacht
Die Magie der Rauhnächte

1. Orakeln

In jeder der 12 Rauhnächte kannst du ein kleines Ritual durchführen, indem du zum Beispiel Orakel-Karten befragst, um etwas über den jeweiligen Monat des Neuen Jahres zu erfahren.

In dieser Zeit kannst du besonders auf deine Träume achten, denn sie sind Vorboten für das nächste Jahr. Am besten du legst dir ein Heft zu, in dem du alles, was dir an Träumen und Eingebungen begegnet, aufschreiben kannst.

2. Träume und Ideen aufschreiben

Wie unsere Ahnen kannst du in diesen besonderen Nächten Einblicke in das kommende Jahr gewinnen.

3. Räuchern

Du kannst deine Wohnung oder dein Haus räuchern, um schwere Energien auszuladen und leichte Energien einzuladen. Eine Hausreinigung beginnt immer im Hauseingang und geht dann vom untersten Geschoss, Keller nicht vergessen, bis nach oben auf den Dachboden.

Tolle Räucherpflanzen für das Reinigen sind:

  • Salbei – starke feinstoffliche Reinigungskraft
  • Kampfer – löscht alte Informationen im Haus
  • Wacholder – vertreibt negative Einflüsse
  • Myrrhe – desinfiziert, klärt und gibt Ruhe
  • Drachenblut – stark reinigend
  • Copal Blanco – Reinigung und Raum öffnend

Mit deinem Räucherwerk gehst du dann dreimal gegen den Uhrzeigersinn durch deinen Wohnraum. In Dankbarkeit kannst du dabei nicht mehr benötigtes in Liebe loslassen.

Rauhnächte - Zeit Salbei zu räuchern
Eine Salbei Räucherung reinigt den Raum, Körper und Geist

Zum Energetisieren, Harmonisierung und Aufladung eignen sich:

  • Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung
  • Weihrauch – Segen und Energieerhöhung
  • Duftweihrauch, Rosenweihrauch, Honigweihrauch –  aufladend
  • Styrax – gibt Wärme und Geborgenheit und öffnet für die Liebe

Gehe deinen Wohnraum nun nochmals dreimal im Uhrzeigersinn ab und fülle die Räume mit Licht und Liebe, um einen energetischen Schutz aufzubauen.

4. Meditation für die Rauhnächte

Nimm dir Zeit zum Meditieren und um in dich zu gehen. Beispielsweise kannst du über das strahlende, wärmende, göttliche Licht meditieren, es in dir sammeln und verstärken.

5. Wünsche für das Neue Jahr

Du kannst dir vor Beginn der Rauhnächte dreizehn Wünsche für die kommenden Monate auf kleine, gleich aussehende Zettel schreiben:

  • Was soll für mich in Erfüllung gehen?
  • Was möchte ich in mir stärken?

In jeder Rauhnacht verbrennst du einen deiner Wünsche, schaust aber nicht nach, welchen Wunsch du zur Erfüllung ins Universum schickst. Am 2. Januar öffnest du den letzten verbliebenen Zettel. Das ist der Wunsch, an dessen Erfüllung du im kommenden Jahr selbst ganz aktiv wirst.

Dankbar in das Neue Jahr gehen

Am 1. Januar schließt sich diese besondere Lücke zwischen den Jahren wieder und du kannst in dein Neues Jahr starten. An diesem Tag kannst du für dich ein kleines Ritual machen und Kerzen anzünden. Gehe die letzten zwölf Tage noch einmal durch und lies all deine Aufzeichnungen. Bedanke dich für alle Hinweise und blicke hoffnungsvoll und freudig ins Neue Jahr.

  • Was nehme ich an neuen Erkenntnissen in das vor mir liegende Jahr mit?
  • Welches Thema hat mich in den vergangenen zwölf Tagen und Nächten am intensivsten beschäftigt?

So können dir die Rauhnächte eine leise Ahnung auf dein für dich bevorstehendes Jahr geben und am Ende des Jahres kannst du dann dein Rauhnachtsheft wieder zur Hand nehmen und Rückschau halten. Wir wünschen dir wunderschöne magische Feiertage und einen guten Übergang ins neue Jahr!

Gemeinsam die Rauhnächte erleben

Die Rauhnächte sind eine geheimnisvolle Zeit, ein Tor zur Anderswelt. So begegnest du den Rauhnächten: Nicht im alten Jahr, nicht im neuen Jahr, sondern irgendwo dazwischen. Das ist der Raum, wo du gelassen hinter die Welt schauen kannst, aber auch in die Welt. Lichtvolle Helfer werden dir zur Seite stehen, dich segnen und über die Schwelle begleiten, wo du Kraft, Mut und Intuition schöpfen kannst:

Die Autorin

Anu Neumeyer

Anu Tara Neumeyer ist Yogalehrerin sowie Sozial-, Natur und Erlebnispädagogin. Sie hat viele Erfahrungen über schamanische Heilungsarbeit gesammelt und praktiziert seit vielen Jahren Yoga. Mit viel Freude unterrichtet sie Yoga, gibt ayurvedische Anwendungen und Fußreflexzonenmassagen. Die Erfahrungen einer tiefen Verbindung zum eigenen Krafttier möchte sie gerne weitergeben.

4 Kommentare zu “Die besondere Zeit der Rauhnächte – 5 Rituale für ein erfülltes neues Jahr

  1. Ein sehr schöner Beitrag, vielen Dank! Könnt ihr bitte kurz erklären, warum bei vielen erst in der Nacht vom 24.12. Auf den 25.12. die Rauhnächte beginnen? Bin etwas durcheinander, da ich auch erst jetzt begonnen habe. Liebe Grüße und wunderschöne Weihnachtsfeiertage 🕉🙏 OM shanti

    • Om Namah Shivaya,

      Hallo liebe Jule.
      Der 22.12.2019 markiert im planetarischen Verlauf den Zeitpunkt der Wintersonnenwende. Die Wintersonnenwende ist mit dem Beginn der Rauhnächte auch gleichzeitig der tag, an dem -planetarisch gesehen- das neue Jahr anfängt. Es ist der erste Tag, an dem nach langer Dunkelheit wieder mehr Licht auf die Erde kommt. Laut unseren Quellen wurde in vorchristlichen Zeiten dies als Fest zum „Neuzünden des Lichts“ deklariert und in christlichen Zeiten dann durch Kalenderanpassungen auf den 24/25.12. verschoben. Warum das gemacht wurde, darüber lässt sich nur spekulieren. Sinnvoller ist es auf jeden Fall, im Bewusstsein der Rauhnächte deren Beginn mit der Wintersonnenwende zu zelebrieren, da dann die 12 Nächte lange Phase erhöhter spiritueller Energie beginnt.
      Om Shanti

      • Darüber habe ich mich auch gewundert, seit ich vor ein paar Jahren mit dem Zettel Ritual angefangen habe. Aber oben steht „beginnt am 21.12. um 00:00 Uhr und endet am 22.12. um 24 Uhr“, dazwischen liegen 24 Std. Das war nicht Absicht, oder doch?
        Om Shanti 🙏🏼

        • ups ein Vertipper meinerseits, dazwischen liegen 48 Stunden, daher meine Nachfrage.

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