108 Verse für Meditation und Konzentration

In diesem Blog Artikel findest du 108 Verse von Swami Sivananda, einer der bekanntesten spirituellen Meister des 20. Jahrhunderts, welche sowohl Anleitung als auch Tipps für die Meditation und Konzentration sind. Eine wertvolle Quelle der Inspiration und Motivation für die tägliche, tiefe spirituelle Praxis.

Und auch wenn Swami Sivananda sagte: “Ein Gramm Praxis ist besser als eine Tonne Theorie” so schob er ein, dass manche Menschen eben doch Tonnen von Theorie brauchen, um zu einem Gramm Yoga-Praxis angeregt zu werden.

108 Verse für mehr Konzentration

Verse 1 – 9

  • Konzentration und Meditation sind die königlichen Pfade auf dem Wege zur Vollkommenheit.
  • Konzentriere Dich auf einen Punkt innerhalb oder außerhalb des Körpers. Behalte diese Konzentration eine Zeit lang bei. Das nennt man Konzentration.
  • Konzentration reinigt und beruhigt die lebhaften Gefühlsbewegungen, stärkt den Gedankenfluss und klärt die Begriffe.
  • Meditation ist der einzige königliche Weg, um Erlösung oder “Moksha” (Befreiung) zu erreichen.
  • Meditation führt zum Gefühl vom Einssein. Es ist wie eine mysteriöse Leiter, die Himmel und Erde verbindet und den Suchenden zu dem Haus der Unsterblichkeit Brahman’s führt.
  • Es gibt zwei Arten der Meditation: Saguna Dhyana (konkrete Meditation) und Nirguna Dhyana (abstrakte Meditation).
  • In konkreter Meditation meditiert der Yoga-Schüler auf die göttliche Gestalt Krishna’s, Rama’s, Sita’s, Vishnu’s, Shiva’s, Gayatri’s oder Devi’s. In abstrakter Meditation meditiert er auf das eigene Selbst oder Atman (das absolute Selbst).
  • Du machst keine Fortschritte, wenn dein Geist ruhelos ist.
  • Du musst sehr regelmäßig üben. Trägheit und andere Mächte werden Dich sonst vom “Ziel der Konzentration” (Lakshya) abbringen.

Verse 10- 19

  • Konzentration ist der einzige Weg, um sich von dem weltlichen Elend und dem Trübsal zu befreien.
  • Konzentration oder “Dharana” bedeutet, den Verstand auf einen einzigen Gedanken zu fixieren
  • In tiefer Konzentration spürst Du weder den Körper noch Dein Umfeld.
  • Sitze in aufrechter Haltung. Schließe Deine Augen. Stelle Dir vor, dass es überall nichts anderes gibt als Gott.
  • Konzentriere Dich. Meditiere. Entwickle die Macht des tiefen Denkens und des konzentrierten Denkens. Viele undeutliche Punkte werden klar. Du wirst Deine Antworten und Lösungen von innen heraus bekommen.
  • Sprich zu Deinem Verstand: “Oh, Verstand, warum rennst Du hinter falschen, wertlosen und sterblichen Objekten her? Schau auf Gott Krishna, den Wundervollsten unter den Wundervollen. Dann erhältst Du ewige Freude.”
  • Wenn die Gedanken, die nach außen streben, zurückgehalten werden, und auf das Innere des Herzens beschränkt bleiben, wenn die ganze Aufmerksamkeit nur auf sich Selbst gerichtet ist, dann ist die Bedingung des “Antarmukha-Vritti” (der auf das eigene Selbst gerichtete Gedanke) erfüllt.
  • Wenn Du fest davon überzeugt bist, dass die Welt unwirklich ist, dann werden Hindernisse (Vikshepa) durch Namen und Formen und Gedankenoffenbarungen (Sphurana Sankalpas) langsam verschwinden.
  • Der Verstand wird mit einem Affen verglichen, der von einem Gegenstand zum anderen springt.
  • Stelle ein Bild von Jesus Christus vor Dir auf. Konzentriere Dich sanft mit offenen Augen auf das Bild, bis Tränen über Deine Wangen herunterlaufen. Denke an Seine Tugenden, wie Liebe, Großmut, Barmherzigkeit und Güte.

Verse 20 – 29

  • Ringe nicht während der Konzentration mit Deinen Gedanken.
  • Dein Verstand wird niemals zufriedengestellt werden, welche Vergnügen Du ihm auch bereiten magst. Je mehr sich Dein Verstand der Vergnügen erfreut, desto mehr wünscht er sich.
  • Wenn Du gelernt hast, mit Deinem Verstand umzugehen, dann wirst Du die ganze Natur unter Kontrolle bekommen.
  • Wenn Du nicht in der Lage bist, ein metaphysisches, wissenschaftliches oder philosophisches Problem zu lösen, dann bitte Dein Unterbewusstsein voller Vertrauen und Überzeugung, diese kleine Aufgabe für Dich zu erledigen. Du kannst sicher sein, die richtige Lösung durch es zu erhalten.
  • Ohne Zweifel ist der Verstand die größte Macht der Erde. Die Kontrolle des Verstandes schenkt Dir die ganze Macht.
  • Das Erhalten des Gleichgewichtes bei Freud und Leid, bei Hitze und Kälte, bei Gewinn und Verlust, bei Erfolg und Misserfolg, bei Lob und Tadel, bei Achtung und Missachtung, bedeutet wirkliche Weisheit.
  • Entferne Deine Augenbinde und siehe jetzt.
  • Ersetze Deine alten Augengläser durch neue, indem Du das innere Auge der Weisheit durch regelmäßige Konzentration entwickelst.
  • Verwende Deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was Du im Augenblick machst. Gib Dein ganzes Herz und Deine Seele mit hinein. Erledige niemals eine Aufgabe nur halbherzig.
  • Keine Arbeit kann ohne Ruhe und Konzentration erfolgreich sein.

108 Verse für deine tägliche Inspiration

Verse 30 – 39

  • Konzentration bringt weitreichendes Wissen und tiefe innere Sicht, Intuition und Vereinigung mit Gott.
  • Dharana (Konzentration) bedeutet intensive und vollkommene Konzentration auf einen innerhalb oder außerhalb des Körpers befindlichen Gegenstand oder einen Klang, wie z.B. den “Anahata-Klang” oder Konzentration auf irgendeinen abstrakten Gedanken, begleitet von vollkommenem Losgelöstsein irgendeiner Beziehung zum außenstehenden Universum oder zur Welt der Sinne.
  • “Trataka” bedeutet stetiger fester Blick.
  • Du kannst “Trataka” auf ein göttliches Bild Krishna’s, Rama’s oder Siva’s oder auf ein Saligram (Symbol Vishnu’s) praktizieren.
  • Einen fortlaufenden Fluss der Erkenntnis oder eine fortlaufende Wahrnehmung des Denkens bezeichnet man als Dhyana (Meditation).
  • Meditation ist das Aufrechterhalten eines unaufhörlichen Flusses des Gottes-Bewusstseins.
  • Die Meditation ist der beständige Fluss der Gedanken in Bezug auf das Objekt der Konzentration.
  • Meditation ist der einzige Weg, um Unsterblichkeit und ewige Glückseligkeit zu erreichen.
  • Die Nahrung für die Seele ist wichtiger als die Nahrung für den Körper. Darum spreche Deine Gebete, praktiziere “Japa” (Mantra-Wiederholung) und Meditation regelmäßig.
  • Durch die Innenschau musst Du diesen Garten des Verstandes bewässern und mithilfe der Meditation und guter Gedanken das fruchtlose Unkraut nutzloser, mißhelliger Gedanken vernichten.

Verse 40 – 49

  • Regelmäßige Meditation öffnet den Weg zum intuitiven Wissen, beruhigt die Gedanken, erweckt ein stetiges ekstatisches Gefühl und bringt den Yoga-Schüler mit der Quelle der höchsten Seele in Berührung.
  • Eine oder zwei Stunden Meditation in der Zeit von “Brahmamuhurta” (morgens zwischen 4 Uhr und 6.30 Uhr) gibt ein friedvolles Gefühl für den ganzen Arbeitstag.
  • Meditation ist der einzige Weg, der das menschliche Elend beseitigen kann.
  • Derjenige, der nicht meditiert, kann keinen friedlichen Geist besitzen.
  • Die Intensität Deines “Sadhana” (spirituelle Übung), die Du im wachen Zustand praktizierst, wird Dir im Traumzustand helfen.
  • Du kannst die Wahrheit nicht verwirklichen, ohne darüber nachzudenken und darüber zu meditieren.
  • Verschmelze Deinen Geist mit dem absoluten Bewusstsein. (“TAT”)
  • Sei still. Erkenne Dein Selbst. Erkenne das höchste Selbst.
  • Ein ständiger Strom spiritueller Energie fließt wie Öl, das von einem Gefäß in das andere fließt, vom Lehrer zum Schüler
  • Ein plötzlicher Blitzschlag mystischer Erleuchtung beendet die gesamte bisher erfahrene Existenz vollständig, und auch die Idee der Erinnerung an so etwas, wie diese Welt, oder die winzige Individualität dieser Welt wird Dich vollständig verlassen.

Verse 50 – 59

  • Meditation gibt viel spirituelle Stärke, Frieden, neue Energien und