Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute Highlights

Ishvara Pranidhana: Hingabe – Niyama (Teil 10)

Veröffentlicht am 20.03.2021, 06:00 Uhr von
Ishvara Pranidhana

Ishvara Pranidhana ist vermutliche die abstrakteste Regel, nach der sich spirituelle Aspiranten richten sollen. Kaum in Worte zu fassen und auch von Patanjali nur sehr knapp beschrieben, will dieses Prinzip unsere ganze Welt umfassen. Sukadev übersetzt Ishwara Pranidhana als Hingabe an Gott. Sie führt zur Fähigkeit, Samadhi zu erreichen, also die Verbindung mit Gott. Hier liegt auch der Grund für die kargen Worte. Gott sieht für jeden von uns anders aus und Yoga will nicht nur für eine Religion passen. Der Anspruch ist allen Menschen auf ihrem Weg zu helfen und das schafft Patanjali auch durch diese Regel wie immer mit Bravour.

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Das Menschenbild im Yoga als Motivation

Veröffentlicht am 17.03.2021, 05:32 Uhr von

In jedem von uns wohnt das Göttliche. So die Annahme der Yogis. Das Menschenbild ist im Yoga eins des Wachstums und der Weiterentwicklung. Sie gehen davon aus, dass jeder perfekt ist, er oder sie muss es nur noch erkennen. Ein Menschenbild beschreibt das Wesen und die Bestimmung des Menschen sowie grundlegende Annahmen über seine möglichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Dieses Bild zeigt uns den Weg zu einem guten Leben und kann hilfreich sein, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

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Svadhyaya: Selbststudium – Niyama (Teil 9)

Veröffentlicht am 16.03.2021, 05:38 Uhr von
Svadhyaya, die Selbsterkenntnis ist wichtiger Schritt der Niyamas, auf den wir gut vorbereitet sein sollten

Alle Niyamas sind wie Versprechen formuliert. Direkte Handlungsanweisungen á la: Tu dies und du bekommst das. Svadhyaya heißt Selbststudium und Patanjali verspricht uns, dass es zur Verbindung mit der persönlichen Gottheit führt. Gott zu erkennen oder den Sinn hinter dem großen Ganzen sehen ist das Ziel vieler spiritueller Aspiranten und ist ein wichtiger Motor für sie. Wir merken also langsam, dass wir am Ende des spirituellen Wegs ankommen. Es wird immer abstrakter und die Versprechen beziehen sich mehr auf Dinge in der geistigen Welt, die uns hier konkret erfahrbar sind. Ein Grund mehr, jetzt durchzuhalten!

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Tapas: Selbstdisziplin – Niyama (Teil 8)

Veröffentlicht am 08.03.2021, 06:02 Uhr von
Tapas ist eine Übung für mehr Selbstdisziplin

Tapas ist ein großes Thema im Yoga. Viele Menschen tun viele Dinge im Namen von Tapas wie stundenlanges Üben und enthaltsames Leben. Am Ende der gesunden Tapas-Reise steht große Willenskraft, gereinigter Geist und Körper und gesunde Routinen. Tapas heißt Askese oder Selbstdisziplin und ist als drittes Niyama dafür da, dass wir Hindernisse aus dem Weg räumen, um gesunde Verhaltensweisen etablieren zu können. Durch Übungen und Selbstdisziplin lernen wir Körper und Geist kennen. Wir sehen unsere Grenzen und Fähigkeiten, können dem Ego Lebewohl sagen und haben in der Hand, wer wir sind. Klingt ziemlich gut, oder? Der Weg dorthin ist nicht der aller leichteste, aber auf jeden Fall machbar und es lohnt sich!

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Santosha: Zufriedenheit – Niyama (Teil 7)

Veröffentlicht am 03.03.2021, 05:18 Uhr von
Santosha ist die Zufriedenheit mit sich und der Welt.

Zufriedenheit ist das Ziel vieler Menschen. Wir kaufen schön Dinge, erleben wertvolle Momente und praktizieren schwierige Asanas in der Hoffnung, dass uns etwas davon zufriedener macht. Aristoteles meinte vor einigen Tausend Jahren sogar, dass glücklich sein und Zufriedenheit die Ziele eines jeden Menschen sind- sein höchstes Gut. Dabei ist Santosha etwas anders definiert als die griechische Vokabel. Es zeigt oft ein tiefgreifendes Problem von spirituellen Aspiraten. Einfach im Moment leben und zufrieden sein mit dem, was wir haben. Eventuell ist das ganze ein wenig schwieriger, als man am Anfang denkt, aber leichter, als man auf den zweiten Blick glauben mag.

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Shaucha: Reinheit – Niyama (Teil 6)

Veröffentlicht am 02.03.2021, 05:36 Uhr von
Sauca ist die Reinheit und beschreibt, dass wir geistig wie körperlich keine Anhaftungen erleben

Wenn das Haus so richtig sauber ist, macht sogar die Arbeit wieder Spaß. Können wir uns allerdings selbst riechen, ist das Meditieren eher schwer. Reinheit hilft uns, gut gelaunt zu sein und das Leben mit vollem Herzen zu umarmen. Shaucha oder auch Sauca ist die Reinheit und im Yoga das erste Niyama. Es ist eine Regel, die wir für uns befolgen und bildet den Grundstein für alle weiteren Niyamas. Dabei meint Patanjali natürlich nicht nur, dass wir oft Staubputzen sollen und kein Geschirr schmutzig stehen lassen. Wie im innen so im außen, Geist und Körper sollen verhaftungslos und erhaben werden durch die richtige Pflege.

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Aparigraha: Unbestechlichkeit – Yama (Teil 5)

Veröffentlicht am 23.02.2021, 05:40 Uhr von
Aparigraha heißt Unbestechlichkeit

Die meisten Menschen haben irgendwo Dinge, die sie eigentlich nicht mehr brauchen, aber trotzdem nicht abgeben wollen. Seit 20 Jahren unbenutzte Instrumente, Urlaubssouvenirs von vor 15 Jahren, Unterlagen aus der Schule. Oft hören wir dann ein „Jaaaa, irgendwo für kann man das noch brauchen. Ich behalte es erstmal noch“. Aparigraha als Unbestechlichkeit oder Nicht-Anhaftung erklärt uns, warum das ein Denkfehler ist. Es geht dabei sowohl um Dinge, die wir selbst anschaffen, als auch Geschenke oder Denkmuster, die uns nicht mehr guttun.

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