Yoga Wiki über Zeit und Veränderung

Ein Pandit versuchte seit seiner Kindheit verzweifelt, mit Mantras, die Zeit anzuhalten, um nicht weiter zu altern und um nie wieder zu leiden. Es gelang ihm nicht, darum zog er in die Berge mit der Hoffnung, das sein Echo die Mantras verstärkt. So kletterte er täglich auf den Gipfel eines hohen Berges und schrie in den Himmel“
OM! Zeit, ich befehle dir, steh still! Bleib endlich stehen!“
Aber auch das funktionierte nicht. Eines Tages, auf dem Weg nach Hause, brach er zusammen und flehte mit lauter Stimme:

„Zeit! Bleibe bitte endlich stehen…“
Ein Yogin materialisierte sich, vor dem inzwischen uralten Pandit, und sprach:
„Wenn dein einziger Wunsch ist, die Zeit anzuhalten, kann ich ihn dir erfüllen.“
Der Mann freute sich und nickte darum bettelnd. Darauf sprach der Yogin ein Mantra und der alte Mann wurde zu Staub. Es kam ein Windhauch und wehte ihn weg. Der Yogin beugte sich zu der Seele des Pandit und sagte:
„Es hat einen Sinn, warum du hier bist, aber du lebst durch die Zeit und sogar nach dem Tod bist du der Zeit unterworfen, solang du dich im Kreislauf von Geburt und Tod befindest. Zu leben, bedeutet Veränderungen unterworfen zu sein. Wandlung ist das einzige beständige in dieser Welt. Das zeitweilige Erscheinen von Glück und Leid und ihr Vergehen sind wie das Kommen und gehen von Sommer und Winter. Sie entstehen durch Sinneswahrnehmung und man muss lernen, sie zu dulden, ohne sich verwirrten zu lassen.“
Darauf materialisierte der Yogin den alten Mann in einem jungen Körper und gab ihm eine 2. Chance sein Leben bewusst zu leben.
(bdm – inspiriert durch Georg Danzer)

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